Titel zu finden macht mir in der Regel Spaß. Dennoch frage ich mich bisweilen, ob ich nicht, wie in fast allen Bereichen meines Lebens, nun auch beim Blogen wieder in der Leistungsfalle gelandet bin. *seufz*
Bewusstes und unbewusstes Handeln. Mein grosses Thema zurzeit. Selbstbeobachtung. Was motiviert mich? Woran glaube ich? Ich bin, was ich glaube. Ich lebe so, wie ich es mir erlaube.
Wer mich kennt, weiss um meine Ambivalenz zum grossen Themenkreis Wünschen, Visualisieren und zum ganzen Machbarkeitshype, der Materialistinnen und Esoteriker gleicherweise befallen hat. Dennoch komme ich nicht umhin, tagtäglich zu sehen, wie wahr wird, was wir denken. Obwohl mir nicht immer ganz klar ist, was zuerst da war. Ich sehe, wie eintrifft, was wir vermeiden wollen, weil wir dem Anti-Wunsch so viel Aufmerksamkeit geben. Und ich sehe auch, wie eintrifft, was wir uns wünschen.
Wünsche weise, es könnte sich erfüllen!, sagt Luisa Francia bisweilen. Das bewusste Wünschen ist allerdings nur ein kleiner Teil unserer Realität, viel grösser ist das, was wir unbewusst glauben. All diese verinnerlichten Sätze. Wie hat doch Mutter damals gesagt …? Vater auch! Wir glauben und es wirkt.
Heute morgen habe ich beschlossen, nicht mehr länger Sklavin meiner alten Selbst- und Weltbilder zu sein. Ich nehme mir meine Freiheit. Ich will die alten Muster ein letztes Mal betrachten, würdigen. Danach Überflüssiges entsorgen (Sondermüll? Kompost?). Werkzeug dazu habe ich inzwischen eigentlich genug. Kraft gewiss auch. Nur am Mut fehlt es mir. Wie so oft. Die Königin meines Reiches zu werden, heisst Mut zur Eigenmacht. Endlich.
Ich frage mich einmal mehr, ob solches anderen einfach in den Schoss fällt. Womöglich ist es bloss so ein dämlicher Glaubenssatz von mir, dass ich glaube, mir alles mühsam erarbeiten zu müssen.
Denn vielleicht ist ja alles ganz anders!