Manche Monate haben für mich kaum eine eigene Gestalt. Immerhin hat die schwedische Band Easy October dem mir bis anhin farblosen Monat Oktober vor zwei Jahren endlich Farben gegeben. Und Gerüche.
Dass ihre dritte CD Nowhere But Here bereits im April 2015 erschienen ist, habe ich erst heute gemerkt. Was gut ist. Denn bessere Oktober-Musik gibt es für mich einfach nicht. Wenn man denn auf Hippiesound steht wie ich. Alle Stücke zum direkt anhören gibt es hier → klicken.
Seit ich Easy October kenne, ist Oktober für mich warm und weich; er riecht nach Holzfeuer und Herbstwind, nach goldenem Sonnenlicht und nach Regen. Er ist ein bisschen dunkel, aber diese Dunkelheit macht keine Angst, denn sie ist eine dieser Dunkelheiten, die mich in sich birgt und hält und mir Ruhe gibt. Sie bereitet mich auf den November vor, der mich auf den Dezember vorbereitet, der mich auf den Januar vorbereitet. Und dann erst kann ich wieder durchatmen. Denn dann kommt Februar, der ja schon fast März ist und März ist bekanntlich Frühling.
Ja, so eine bin ich. Ich verschiebe allzu gerne das eine oder andere auf später, sogar zuweilen das Leben. Aber Auf-die-lange-Bank-schieben geht definitiv besser mit Musik, die das Herz wärmt.
Da höre ich gerne einmal rein. Lachen musste ich über dein „Schieben“. Für mich, die ich mich bemühe jeder Zeit ihr Gutes und Schönes abzugewinnen, klingt das nach Winterfeindin 😉
liebe Grüsse
Nun ja, Feindin … ich versuche es ja mit dem Freundin sein, aber so richtig warm werde ich mit der kalten Jahreszeit nicht. Noch nicht?
Kann ja noch werden. 😉
Liebe SoSo, vergiss das Warten, geniesse lieber den Moment. Auch der Winter hat seine schönen Seiten. Wie heisst es doch:
„Die Kunst zu Leben besteht darin, zu lernen, im Regen zu tanzen anstatt auf die Sonne zu warten.“
Ja, ich weiß ja schon … ich übe ja auch fleißig.
🙂
Aber eben … einfach ist es nicht, zumal ich einfach gerne warm habe.
Hallo SoSo,
fuer mich ist Oktober Sonne auf bunten Blaettern, aber auch (geheimnisvoller) Nebel ueber Bergen und Taelern, so wie er heute hier ueber dem Siebengebirge haengt.
Hab’s fein,
Pit
Danke dir – ja, Oktober kann auch so. Und anders. Grad singen Easy October, dass ich den Sunshine reinlassen soll. Passt.
Gute Zeit im Gebirge und später in Berlin!
Grüße an deine Mitreisenden. 🙂
Ich komme gerade aus dem farbigen, duftenden Wald und bin vom Herbst mehr denn je angetan… 🙂
Ja, das kenn ich. Wald geht bei mir eh auch immer. Ich glaube, ohne Wald würde ich Herbst und Winter nicht ertragen.
Danke!
Gerne und liebe Grüße 🙂
Das ist schöne Musik, danke. Ich persönlich bin zwar in den ersten Herbsttagen etwas „sauer“, dass es plötzlich dunkel und kalt wird, aber dann bin ich auch froh, dass jetzt offiziell die ruhige und gemütliche Zeit des Jahres da ist. Auch das Dunkle in uns kann jetzt sein 😉 Lieben Gruß, Sarah
Oh, schön, wenn du diese Songs auch magst. Das freut mich.
Ja, das Ruhige und Gemütliche an Herbst/Winter mag ich auch.
Danke dir!
Manchmal denke ich auch: weia, um 7 schon dunkel, aber ohne den Wechsel würde man weniger achtsam sein. Und dann die Äpfel, die im Oktober noch leuchten!
Und immer nur Sommer möchte ich ja auch wieder nicht, ich paradoxes Wesen ich.
November, Dezember und Januar würde ich auch am liebsten ewig vor mir herschieben. Wenn ich jetzt das Gefühl „anschaue“, das damit verbunden ist, fühlt es sich an wie ein langer schwarzer Korridor. Hmmm…
Na, dann – willkommen im Bootchen der Winternichtmögerinnen. 😉
Danke 😉
Aber je mehr ich darüber nachdenke, möchte ich es eigentlich gar nicht dabei belassen sondern umwandeln. Danke für die Anregung 🙂
Ich irgendwie auch. Aber ohne Stress!
Jetzt bist du schon wieder zu Hause, dabei waren wir doch gerade erst noch auf dem Hof …. (Hier im schnellen Schulleben fliegt die Zeit.)
Oh, ich muss was gestehen: Ich liebe den Oktober. Und ich gehöre zu den absurden Menschen, die sogar den November lieben, mit all seinem Grau. Aber eben mit Laubfarbinseln, die manchmal kaum zu erahnen sind. (Während mich der Oktober noch farblich umwirft, das ist manchmal zu arg.) Wenn die Blätter ab sind, kommt die Nebel-Watte-Stille des richtigen Herbstes. Fast der einzige Monat, der ruhig und terminarm im Jahr daherkommt. Immer mehr sind wir drinnen, immer mehr Kerzen, immer mehr Tee. Immer mehr Zeit zu mir zu kommen, so wird es bald wieder sein.
Naja, im Advent fühle ich mich oft von dem allgemein verspürten Licht ringsum nicht so recht entzündet, habe aber in den letzten Jahre versucht Ruherituale für mich zu finden … so wurde er mehr zu meinem Monat. — Und dann Januar/Februar, da empfinde ich dann meist, dass es Zeit wird für Frühling. Als der in den letzten Jahren oft so lange auf sich warten ließ, wurde ich ungut ungeduldig.
Aber nun kommen erstmal unsere Herbstferien – wir werden nicht in die Wärme fliehen, nein, haben wir wohl nie gemacht. Eigentlich möchte ich sogar Radfahren. Mal sehen, bis zu welchem Wetter ich das durchziehen würde/werde …
Ein gutes Ankommen Dir, in der Jahreszeit, aber jetzt erstmal zu Hause. Trink mit Deinem Soifz einen warmen Tee, jetzt, bitte.
Liebsten Gruß!
Grad erst lese ich deinen Kommentar. Und tatsächlich steht eine Tasse Tee bereit und teilt mit mir mein Herbstsoifz. Und ja, das was du über November sagst, ist mir oft auch so. Da ist mehr Einkehr möglich als im Herbst. Aber eben: Sie hat oft etwas sehr Schweres an sich, mit dem ich eh schon immer ein wenig in mir drin zu tun habe, dieses Depressive, das sich dann immer viel schneller als im Frühling/Sommer Einlass verschaffen kann. Und dennoch: Diese Möglichkeit der Einkehr mag ich am Winter. Und ich mag auch Spaziergänge im Herbst-/Winterwald, ja, das mag ich. Danke dir für deine Gedanken, auch in der Mail. Antwort folgt die Tage.