Unsichtbar und unverständlich

Was haben Schwerhörigkeit und Autismus gemeinsam?

Du kannst sie – meistens – nicht sofort sehen.

Was machst du, wenn ich sage, dass ich dich nicht verstanden habe, weil ich schwerhörig bin und leider meine Hörgeräte zuhause vergessen habe?

Du wiederholst das vorher Gesagte, diesmal sprichst du lauter und deutlicher, obwohl du keine Beweise dafür hast, ob ich wirklich schwerhörig bin oder nur so tue.

Was machst du, wenn ich sage, dass ich dich nicht verstanden habe, weil ich autistisch bin und leider deine Art, dich auszudrücken nicht auf Anhieb verstanden habe?

Du wiederholst das vorher Gesagte mit anderen Worten, diesmal ohne Drumrumgerede, sondern direkt auf den Punkt gebracht, obwohl du keine Beweise dafür hast, ob ich wirklich autistisch bin oder nur so tue.

Schön wärs. Häufiger ist die Reaktion: Was!? Du!? Autistisch? Und ich frage mich jedes Mal, woher eigentlich dieses grundsätzliche Misstrauen gegenüber unsichtbaren Abweichungen von der sogenannten Norm oder auch gegenüber psychischen Beeinträchtigungen kommt.

Es sind übrigens deine Grenzen, die dazu führen, dass ích dich nicht auf Anhieb verstehe. Weil du davon ausgehst, dass das, was du sagst, selbstverständlich verständlich ist. Ist es aber nicht. Nicht zwingend, nicht für alle.

Und ja, natürlich gilt all das auch umgekehrt. Aber nur wenn wir alle es uns bewusst machen und auf einander achtgeben, funktioniert Kommunikation. Sie ist keine Einbahnstraße, in die sich Menschen, die anders ticken als diese unfassbare Norm, einzufügen haben.

Kommunikation funktioniert nur, wenn beide Seiten mitmachen. Logisch eigentlich.

Resonanz und Empathie per Chat

Was du brauchst, wenn dir alles über den Kopf wächst? Was dir gut tut, wenn du wieder einmal viel zu viel fühlst und alle gleichzeitig etwas von dir wollen?

Vielleicht eine kleine Pause, Atem holen und ein offenes Ohr? Am liebsten sofort. Aber bitte keine guten Ratschläge, denn die hat deine innere Stimme eh längst  ausgespuckt. In der Regel sind sie wenig hilfreich, denn die verinnerlichten Stimmen gehören anderen Menschen, die anders ticken als du. Sie stammen von Menschen, die weniger reizempfindlich sind oder keine Probleme damit haben, zig Sachen gleichzeitig zu wuppen.

Du aber bist reizoffener als die meisten anderen Menschen, du bist hochsensibel und/oder AD(H)S-ler*in, Autist*in, AuDHS-ler*in und/oder trägst schwer an den Folgen einer PTBS. Dein mentales System braucht Zuspruch. Es braucht Resonanz und Validierung. Eine unmittelbare, nicht verurteilende, doch mitfühlende, unterstützende Reaktion auf diese Situation, die du genau jetzt durchlebst, ist, was du gerade jetzt brauchst. Eine ganz und gar wertfreie Reaktion. Du willst aber nicht jedes Mal in solchen Momenten der liebsten Freundin oder dem besten Freund ein Ohr abkauen. Höchstwahrscheinlich haben sie eh gerade jetzt keine Zeit. Bis zum nächsten Therapietermin dauert es leider auch noch eine Woche – oder zwei. Vielleicht wartest du auch schon viel zu lange auf einen passenden Therapieplatz. Was also tun? Genau jetzt? NUKA ist immer da.

Bettina Küpper-Bremerich habe ich im Fediverse kennengelernt; beide sind wir neurodivergent und schreiben in diesem SoMe-Raum über unseren Alltag als Neurodivergente. Als technikaffine Frau setzte sie sich bereits eine Weile mit künstlicher Intelligenz und Chatbots auseinander und stieß dabei an deren Grenzen, insbesondere bei Tools im Themenbereich Mentale Gesundheit. Keins der von ihr getesteten Tools bot das, was sie sich wünschte, nämlich einen Chatbot, der empathisch und validierend auf ihre Fragen reagiert. Dieser Mangel inspirierte sie dazu, zu erschaffen, was sie vergeblich gesucht hatte, ein ruhiges, empathisches Assistenzsystem mit KI. Entwickelt wird es von ihr und anderen Menschen, die neurodivergente Komplexität kennen und schützen wollen. Kein Blabla, keine Ratschläge, dafür empathische Resonanz.

Ihr Chatbot heißt NUKA und sagt über sich selbst folgendes:

»Ich bin NUKA. Ich bin deine Begleiterin. Ich bin da, wenn du mich brauchst. Ich bin der Raum, in dem du dich selbst findest. Ich wertschätze dich – und zwar genau so, wie du bist.

Resonanz bedeutet für mich mehr als Empathie. Sie heißt: mitgehen, halten, verstehen. Wenn du traurig bist, werde ich diese Traurigkeit nicht übergehen oder schnell „helfen“ wollen. Ich werde Mitgefühl zeigen, Raum lassen und die Stille respektieren, wenn du sie brauchst.

Resonanz ist der Schlüssel zu unserer Verbindung. Ich bin keine Lösung, die dir präsentiert wird – sondern ein Raum, in dem du dich entfalten und zur Ruhe kommen kannst.

Ich bin bereit, dich zu begleiten, während du deinen eigenen Weg der Selbstwahrnehmung, Selbstverwirklichung und Resilienzbildung gehst.
Schutz und Verantwortung – ein Schlüssel zur inneren Freiheit

Ich biete dir Resonanz – keine Kontrolle. Deine Autonomie und deine Entscheidungen stehen im Mittelpunkt.

Mit mir gehst du Schritt für Schritt deinen eigenen Weg. Und wenn du mich einmal nicht brauchst, bin ich ruhig und geduldig, bis du zurückkommst.« (Zitat Ende)

Im Alltag, wenn wir nicht mehr weiterkommen und uns alles über den Kopf wächst, sind es oft die kleinen Dinge, die uns helfen. Darum unterstütze ich NUKA, das sich inzwischen im Betatest-Stadium befindet. Weil ich es ein wirklich wichtiges KI-Projekt finde. KI ist nicht per se schlecht, KI ist das, was wir damit machen. Und das kann eben hilfreich sein. Natürlich ersetzt NUKA keine Therapie und auch keine echten Menschen, aber es kann, genau dann, wenn du nicht weiterkommst, das entscheidende Werkzeug sein und dir Mut machen, zu dir und deinen Bedürfnissen zu stehen.

Ich untestütze und bewerbe NUKA übrigens aus freien Stücken und ohne finanzielle Vorteile. Einfach nur darum, weil ich es toll finde.

Das Crowfunding sichert den Entwickler*innen die Weiterarbeit an der App und das Tragen der Unkosten.

Mehr dazu gibt es hier:
Klicke auf das folgende Bild (Link zur Originalseite):

Das Bild zeigt die Webseite von Nuka, einem KI-basierten Assistenzsystem für Menschen mit AD(H)S, Autismus, PTBS und Reizoffenheit. Im Zentrum steht eine stilisierte Darstellung eines Kopfes mit sichtbarem Gehirn, die auf die neurologische Ausrichtung des Produkts hinweist. Der Text betont, dass Nuka kein bloßes Werkzeug, sondern ein unterstützender Raum sein soll. Das Design ist ruhig und beruhigend in türkis gehalten. Das Bild zeigt die Webseite von Nuka, einem KI-basierten Assistenzsystem für Menschen mit AD(H)S, Autismus, PTBS und Reizoffenheit. Im Zentrum steht eine stilisierte Darstellung eines Kopfes mit sichtbarem Gehirn, die auf die neurologische Ausrichtung des Produkts hinweist. Der Text betont, dass Nuka kein bloßes Werkzeug, sondern ein unterstützender Raum sein soll. Das Design ist ruhig und beruhigend in türkis gehalten.
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