W-Fragen sind heikel. Manchmal tun sie sogar weh. Das heisst, nicht die Fragen, tun weh, natürlich sind es die Antworten. Wir stellen unsere W-Fragen, ohne bereit für die Antworten zu sein. Sodass ich mich frage, ob es sich ohne Antworten nicht besser lebt. Im Ungewissen. Im Reich der Möglichkeiten. Ooops! War das nun eine Frage? Und gleich schon wieder eine! Die Antwort schenken wir uns!
Doch da gibt es ein paar andere Fragen, über die ich mir immer mal wieder den Kopf zerbreche. Und ihn mir auch gleich wieder zusammen setze. Doch diese Fragen sind es nicht wert, mit Scherbe statt Kopf herumzulaufen.
Wie sie denn lauten?
> Warum spitzen wir die Ohren, wenn getratscht wird? Warum tratschen wir aktiv oder passiv, obwohl es doch, weiß Göttin, Spannenderes zu reden gibt? Warum lese ich Blogs? Und warum lese ich bei meiner Coiffeuse Hochglanzmagazine mit Hollywood-Dramen? Jedes Mal! <
Müsste die Fragen womöglich anders lauten?
> Was genau interessiert uns an den alltäglichen Peinlichkeiten und Unheimlichkeiten unserer Mitmenschen? Ist es die Erkenntnis, dass die anderen auch bloß Menschen sind? Interessiert uns das Schräge und erleichtert uns die Erkenntnis, dass die andern ebenso schräg in der Landschaft stehen wie wir? Tarieren wir auf diese Weise die Wasserwaage neu aus, die wir hinter unserer Stirn in uns herumtragen? <
Vielleicht besser, die Antwort nicht zu kennen!