bis zum letzten Tag

Mit den Viren anstoßen. Ingwergrog in der Badewanne. Ideen kommen oft, wenn ich nichts zu schreiben habe. Mangels Papier und Stift könnte ich auf die Combox sprechen. Das Telefon liegt neben mir. Soll ich meine Gedanken mit Glasstift auf die Kacheln schreiben? Sie dampfen und fließen weiter, bevor ich sie auf Papier gebannt habe. Roh wird veredelt – eben jetzt – beim Abtippen der dürftigen Notizen. Und beim Erinnern. Aus Wörtern werden Sätze.

Was ich bis zum letzten Tag meines Lebens können, tun und lassen will, war das Thema. Und wie ich bleiben, sein und werden will.

Baden möchte ich können. Bis zum letzten Tag. So egoistisch das sein mag. Und immer schön warm haben. Lust am Leben auch. Den Sonnengruß machen, wenn möglich täglich. Beweglich bleiben will ich, innen und außen, solange ich lebe. Genussfähig ebenfalls. Liebesfähig Freundschaften pflegen. Tolerant und humorvoll sein. Denken und fühlen können. Weise sein. Interessiert und beteiligt … Sprechen, lesen, schreiben, sehen. Am Leben teilnehmen. Und Musik hören!

Was ich nicht mehr brauche? Den Komparativ. Die Buchhaltung. Addition und Multiplikation. Allenfalls erhalte ich mir Subtraktion und Division. Weniger ist mehr, heißt es ja so schön. Will nach innen wachsen. In die Tiefe. Und mit achtzig fange ich wieder zu rauchen an. Mal sehen.

Doch heute, hier und jetzt, ist ja zum Glück noch nicht der letzte Tag meines Lebens Dafür der erste vom Lebensrest. Und morgen der zweite. Oder immer wieder der erste.

Ja, und morgen beginnt das Wochenende, das mit zwei tollen Männern startet. Einem davon werde ich auf der Bühne vom ISC lauschen, den andern ganz ohne Bühnen und Podeste genießen. Was noch viiiel schöner ist.