Was ist ein gutes Bild? Wenn es unser Auge, das nach Harmonie dürstet, befriedigt? Oder unsere Sehnsucht nach Perfektionismus? Ist es nicht oft genau das Unvollkommene, das Schräge und Bizarre, das uns, ins Bild gerückt, anspricht? Wenn wir es denn wagen, bekanntes aus einer neuen Perspektive zu betrachten. J. entzerrt Bilder. Aha.
Weißt du, so lassen sich Perspektiven verändern, sagte er. Was doch ein gutes Bildbearbeitungsprogramm alles kann!
Kann ich das auch? Schaffe ich es, in meinem Leben immer mal wieder, meine eigene Perspektive zu entzerren?
Die letzten Tage habe ich mich mal wieder ins Hamsterrad eines ausgewachsenen Sinnlosigkeitskollers hinein getrampelt. Das volle Programm samt Selbstzweifeln. Light-Version zum Glück diesmal, doch nicht minder happig, schmerzhaft und sinnlos. Bereits überwunden? Na ja, wir sollen ja nicht den Tag vor dem Abend – und der Abendstraße – loben, dennoch hoffe ich es.
Mein Innendrin-Monster, auch Dark genannt, hatte mich mal wieder, und wie immer ohne jegliche Vorankündigung, am Wickel gepackt und mir den Spiegel hingehalten. Hinschauen. Ganz genau. Das gute Bild sehen solle ich. Jenes Bild von mir, dass sich mir aus einer entzerrten Perspektive zeigt.
Tja, vielleicht macht ja genau der Blick aus neuen, ungewohnten Blickwinkeln, der Blick auf unvollkommene Details ein Leben lebenswert?
Das ist wohl eine der schwersten Aufgaben, den Blickwinkel zu ändern und das L(i)ebenswerte zu finden.
Freund Dark (heißt bei mir die dunkle Schwester) und kann uns ganz schön ausbremsen..
Lese schon ein Weilchen gern hier!
..grüßt syntaxia
willkommen hier, liebe syntaxia. freut mich, dass du gerne mitliest. tut mir grad seeehr gut! 🙂
ja, du sagst es! das ausbremsen … puh!!! und wie! meine entwarnung gestern war ein wenig voreilig. dark (androgyn) ist noch immer am werk. hänge ziemlich in den seilen … na ja. die erfahrung lehrt, dass alles vorüber geht.
e schöne tag und liebgrüss
sofasophia
ps: werde bald mal dein blog heimsuchen … 🙂
Tröstlich ist mir immer wieder, dass nicht nur schöne Momente vergehen, sondern auch diese!
Sich nur nicht noch selbst ausbremsen mit dem Ärger darüber oder dagegenstemmen. Es fließen lassen, bzw. tröpfeln.
Auf der Achterbahn des Lebens sollten wir unten nicht bremsen, sonst fehlt der Schwung für das Hoch! 🙂
..grüßt dich syntaxia
danke für dieses geniale bild! der schwung – genau!
mir hilft bisweilen das bild vom „zu grunde gehen“: wenn du im strudel drin bist: dich nicht wehren. lass dich sinken. bis zum grund. von da wieder hochzukommen, ist einfacher als gegen den strudel anzuschwimmen.
hab ich oft genug erlebt …
liebe grüsse zurück!
sofasophia