Noch bin ich nicht ganz in meinem Berner Alltag gelandet. Noch klingen die vielen Begegnungen vom Wochenende nach …
Zum einen war da das zweite Wochenende der Ausstellung von Irgendlinks Zwb-Andorra-Reisen aus den Jahren 2000 und 2010. Zeitgleich fand eine ColArt-Malaktion von und mit dem Begründer MK statt … Gleichsam ein Puzzlestück auf dem Weg der Renaissance dieser vergessenen Kunstrichtung.
Viele Gespräche mit Bekannten und Unbekannten in Irgendlinks großem Atelier. Da und dort werden Weisheiten ausgetauscht, wie die Welt, die Kunst, das Leben auch noch betrachtet werden kann. Die Kunstmalerin MB meinte:
„Auf der einen Seite gibt es da ein paar Dinge, die ich sehr gut kann*. Und auf die bin ich irgendwie stolz … Doch hochmütig kann ich dabei nicht werden, denn mir fallen immer rechtzeitig jene Dinge ein, die ich nicht gut kann. So bleibe ich auf dem Boden. Wenn ich jedoch etwas tue, was mir nicht so liegt, erinnere ich mich an jene Dinge, dich ich gut kann. Auch so bleibe ich auf dem Boden.“
Wie da die Gespräche zwischen Kunstschaffenden hin und her fließen, fasziniert es mich von Neuem, wie wir Menschen ticken. Alle buhlen wir. Alle stellen wir uns selbst dar. Alle sind wir die Weber und Künstlerinnen unserer eigenen Lebensfäden und versuchen, das bis hierher Erlebte, Erfahrene, Erlittene, Erreichte zu schönen, aufzuwerten, zu nutzen und auf unseren Wert hinzuweisen. Verblüffend, wie ähnlich wir uns alle da sind. Ob bekannt oder NoName – wir alle tun es!
Und wir alle sind nur ein kleines Stück im Ganzen. Ein bunter Fleck auf der Leinwand, die Welt heißt. Wir alle tragen durch unseren Beitrag ein bisschen zum großen Bild bei. Ein Bild, von dem wir noch keine Ahnung haben, wie es aussehen wird, wenn es vollendet sein wird.
Das ColArt-Bild vom Sonntag:
Am Abend – nach zwei satten Ausstellungs- und Aktionstagen – besuchen MK, J. und ich einen Künstler in dessen Werkstatt. Wo nebenbei dieses Bild hier entsteht …
Irgendlink betrachtet die Welt durch die Brille eines Außerirdischen … Was er dabei erkannt hat, hat er niemandem verraten.
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*Anmerkung der Blogschreiberin: Malen, Dichten und Unterrichten zum Beispiel …


Kunst ist eine täglich neue Auseinandersetzung mit sich. Manchmal bin ich grün, mal orange (aber immer quergefönt).
Oder wie der /die gute Simon(e) Borowiak sagt:
Kitsch ist, aus Zucker Bonbon machen. Kunst nimmt dafür Scheiße.
willkommen hier, herr quergefönt
das ist ja mal ein votum! 😉
oder wie wäre es damit? kunst ist es aus unscheinbarem/aus nichts schönheit zu schaffen … ist zwar nur von mir, aber vielleicht auch nicht schlecht. aus stroh gold machen und so 🙂
auf wiederlesen!
lg, d.
Manchmal wundere ich mich darüber, dass ich Ähnlichkeiten in unseren Blogeinträgen merke. Zwar nicht offensichtlich, aber hintenrum, wenn man die Worte im Kopf noch mal rumdreht. Mit lieben Grüß