Rot die Nasen, die Beine ab – beinahe jedenfalls – und heiß die Becher in den klammen Fingern. Der Inhalt auch, natürlich, dampfend und erheiternd. So standen wir gestern zu zwölft oder so neben der schiefsten aller Markthütten auf dem Berner Waisenhausplatz. Schreiberlinge aus der ganzen Schweiz und Specials Guests, die extra aus dem Ausland eingereist waren. Einzahl nur, nicht Mehrzahl, wie Publikum zum Beispiel. Wir alle hatten uns einzig zu dem einen Zweck hier eingefunden, dem glühenden Wein, dem besten weit und breit, unsere Referenz zu erweisen.
Erst kurz vor dem Erfrierungstod erkletterten wird gemeinsam die steilen, schiefen Stufen des Molino und stillten Hunger, Durst und Neugier …
Hach, meine Berner Schreibgruppe … was für ein toller Haufen. Nicht nur begnadete Schreiberlinge, auch ebensolche Festhütten … Nach dem uns der Kellner zwei Stunden später höflich aber bestimmt herausgeschmissen hatte, ließen wir uns im Kornhauskeller nieder um ebendort umso länger sitzen zu bleiben. Wie war das doch gleich? Ich solle viel trinken? Na denn!
Die Runde wird schließlich immer kleiner und ausgebeulter. Wir beschließen, das Ende der einwöchigen Spendenaktion im Glashaus auf dem Bundesplatz live mitzuverfolgen. Mona Vetsch moderiert, Büne besingt die W. Nuss – leider nicht live – und wir klappern bereits wieder, trotz getankter Wärme, mit den Zähnen … Wie schön, ein warmes Bett zu haben … Was für ne Nacht …
hast du das glashaus also doch noch mitbekommen 😉