Vom Durst

Gedankennetze. Wirr. Nicht nachvollziehbar. Traumfetzengleichnissen gleich. Ähnlich wenigstens.
Kind auf Schaukel. Mama, schau, was ich kann! Guck her und klatsch in die Hände.
Oder nein, schau besser nicht hin. Ich bin unsichtbar.
Weniger schnell alles mit allen teilen. Wieder mehr hinter der geschlossenen Türe brüten, wie es der Schriftsteller Stephen King in seinem autobiografischen Buch über das Leben und das Schreiben geraten hat (übrigens das einzige Buch von ihm, das ich je gelesen habe, dafür mit viel Gewinn).
Dass ich in meinem Blog die Kommentarfunktion ausgeschaltet habe, ist ein Kompromiss. Die Türe ist halb offen, sozusagen. Und sie ist auch halb zu.
Schreiben will ich weiterhin. Mal für hier, mal für nicht-hier. Ich will  an meinem Schreibbrunnen sitzen und vom Wasser trinken, das in den Tiefen und aus den Tiefen fließt. Damit das Rohr nicht rostig wird, soll meine Schreibe hin und wieder aus allen Rohren fließen dürfen. Je nachdem mal über- und mal unterirdisch.
Heute diesen Satz aufgeschnappt:

Was hinter und was vor uns liegt, ist nebensächlich, verglichen mit dem, was in uns liegt.

Zitat: Ralph Waldo Emerson.
Schreiben, bis das Wasser wieder klar ist. Und dann erst recht.
Denn das weiße Blatt schreit nach Worten. Wie schon Mani Matter wusste. Durstig ist es …