Da? Wo ist das? Bin ich denn nicht immer da, auch wenn ich nicht da bin?
Die letzten Tage, unsere Rückkehr in Betten, an Tische, in Räume, unter Dächer, gingen wir langsam an. Den schützenden Kokon, den ich mir auf der Wanderung aus Glückseligkeit, Stille und Zufriedenheit gewoben habe, gilt es nun, den Anforderungen des Alltags anzupassen, so dass er wie maßgeschneidert sitzt und mich vor Stürmen, Hitze und Kälte schützt. Damit ich das „Neue Leben“ artgerecht leben kann. Artgerecht – wie das geht, gilt es täglich neu herauszufinden. Klar aber ist, dass ich oft genug meine Art und Unart ignoriert habe.
Ich stelle mir neuerdings vor, dass ich diese neu angezogenen Kokonqualitäten aus einer Art Seelencloud downloade. Irgendwo in meiner ganz persönlichen Cloud liegen womöglich noch mehr Schätze, die nur darauf warten, gefunden zu werden.
Wir sitzen auf der Terrasse des einsamen Gehöfts und trinken Kaffee und Tee. Grad legt ein Huhn ihr heutiges Ei und gackert dabei lautstark drüben im Stall.
Irgendlinks Garten grünt und blüht. Ernte. Johannisbeeren, Karotten, erste Kartoffeln, Zwiebeln, Zucchini undundund. Heute ist Marmeladentag. Noch mehr Schätze, die warten. Absichtslos gewachsen, weil sie nicht anders können.
