Weißt du, ich frage mich, ob es vielleicht einfach darum geht, zum Stillstand zu kommen, sagte J. vorhin in einer Telefonkabine in der französischen Pampa. Ausgerechnet er, der theoretisch in vier Wochen am Gibraltar oder in Compostela sein will.
Ziele verfolgen, ja oder nein? Ein Thema, das wir beide immer wieder neu betrachten. Von allen Seiten. Und dessen Vor- und Nachteile wir erkunden. Gesellschaftliche Ansprüche versus das uns innewohnende Bedürfnis nach Einfachheit. Und nach Sinnhaftigkeit in der Sinnlosigkeit. Will ich gar Absichtslosigkeit als Tugend postulieren?
Ich gestehe, ich mag die abgelutschte Floskel, dass oft weniger mehr sei. Weil sie mir entspricht. Nicht nur, weil ich Minimaximalistin*, sondern weil ich nicht daran glaube, das das Wort MEHR per se das Synonym von BESSER ist. Außer natürlich jenes MEHR in meiner obigen Lieblingsfloskel. Ooops … jetzt wird’s kompliziert.
Da hilft wohl nur eins: Stillstand. Jetzt.
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* MinimaximalistInnen üben sich in der Kunst, mit minimalem Aufwand, maximale Ergebnisse zu erzielen. So was aber auch: Diese Ziele verfolgen mich ja geradezu!