anstatt …

… einfach mal nichts zu tun, habe ich – nachdem J. sich auf seinen langen Heimweg gemacht hat – meinen heutigen Everytrail-Trip bearbeitet. Hier klicken zur Diaschau unseres Ausfluges.

Eine neue Sucht? Irgendwie schon. Technik hat mich immer schon fasziniert, als Kind Bohrmaschine und Velokette, heute eher digitale und virtuelle Medien. Internet als Kunstplattform. Auch mehrschichtiges Ausdrücken von Erlebnissen faszinierte mich immer schon. Im Werkzeug „Everytrail“ habe ich – dank J. – eine Verknüpfungsmöglichkeit zweier meiner liebsten Freizeitbeschäftigungen gefunden. Fotografieren und in der Natur wandernd oder radelnd Geocaches und andere Schätze und Schönheit entdecken. Die Freude am Gesehenen und Erlebten mit anderen teilen zu können, gefällt mir daran auch sehr.

Teilen? Will sich Ausdruck immer teilen, muss alles, was wir erleben, ausgedrückt und soll alles, was wir erleben, sichtbar gemacht werden? Nein, muss nicht, kann aber. Und kreieren macht eben einfach Spaß.

In mir drin steckt die Freude, dass ich mich endlich wieder fit fühle und Sonne, Sommer, Leben und Liebe genießen mag. Zum Beispiel so: Nach einem erfrischenden Bad am schrägen Ufer der Sense liegen, statt den Füssen den Kopf halb im mindestens zwanzig- Grad warmen Wasser, die Beine landwärts gestreckt. So den verkehrten Wolken, wie sie über einen auf den Kopf gestellten Himmel spazieren, zuschauen. Die Gesetze der Schwerkraft aufheben und in den Himmel fallen. Können. Einfach so. Als Möglichkeit. Halt mich fest, J..

nicht gleich

Zwei spannende Experimente: Irgendlink und ich nahmen gestern mit unseren iFöuns parallel den gleichen Everytrail-Trip auf … Das Resultat kann sich sehen lassen: Bis auf ein einziges Bild haben wir sehr verschiedene Aufnahmen gesammelt. Andere Blicke auf die gleichen Sujets. Gleich ist eben doch nicht gleich. Und genau das ist es, was mich so inspiriert auf meinem künstlerischen Weg. Zwar ist alles schon einmal dagewesen, zwar wurde alles schon einmal gesehen, gehört, fotografiert, be- und geschrieben, doch trotzdem ist alles Erschaffene jedes Mal neu. Jeder Tag jeden Tag.

Es lebe das Paradoxon.

Das zweite Experiment ist gescheitert. Eigentlich. Denn eigentlich wollten wir der Route eines bereits auf Everytrail geposteten Trips folgen und an den gleichen Stellen die gleichen Sujets fotografieren – so als Vergleich. Irgendwo, beim Alten Aargauerstalden um genau zu sein, sind wir schließlich in den bestehenden Trip, den uns das Display von J.s iFöun zeigte, eingespurt. Doch irgendwann fuhren wir aus den runtergeladenen Kartenausschnitten heraus. Dazu muss gesagt werden, dass J. in der Schweiz nur ins Internet gehen und Karten nachladen kann, wenn er Roaming bezahlt. Nicht billig! Das ansonsten multitalentierte Gerät lud die nächsten Kartenausschnitte nicht nach, denn J. hatte diese Funktion gesperrt.

Was nun? Ich hätte ja problemlos mit meinem Gerät alles nachladen können! Doch im Grunde, das hatten wir inzwischen begriffen, macht es definitiv mehr Spaß eigene Wege zu finden und mal wieder unser Unterwegs-Spiel – abwechselnd sagt einer oder eine links, geradeaus oder rechts, wenn wir an eine Gabelung kommen – zu spielen.

Experiment also doch nicht gescheitert, zumal ich einmal mehr ganz neue Winkel, Perspektiven und Straßen Berns entdeckt habe!

Irgendlinks Trip
Mein Trip

EDIT:  … ich bin platt. Wie in Skandinavien haben Irgendlink und Sofasophia mal wieder gleichzeitig gebloggt. Kaum habe ich mein Textchen hochgeladen, seuzft mein Liebster: So, fertig. Willste lesen? Ist noch auf …

Und was lese ich? Seht  selber … Ich sag nur: Gleich ist eben doch nicht gleich … Paralleluniversen überall!