In der Stadt ist mir draußen nicht draußen genug, bloggte Lakritze gestern und hat mir voll aus dem Herzen geschrieben. Wie Irgendlink und ich gestern Nachmittag durch den Wald wanderten, der einst als Park das längst von der Natur wieder verschlungene Lustschloss Tschifflik umrundete, wurde mir genau dies klar. Mein Draußen, das ich brauche, heißt Wald. Heißt Erde unter den Füßen. Heißt Laub, heißt Baum, heißt Himmel-über-mir. Gut, den gibts auch in der Stadt, falls man ihn denn sehen kann (hochblicken ist in der Stadt zudem nicht ganz ungefährlich …).
Ich fühle mich hier unendlich weit und geborgen. Werde ruhig. Atme tief.
Wir bücken uns nach Kastanien, füllen alle Säcke unserer Jacken und ich sage zum Liebsten:
Arme Menschen, die noch nie im Wald waren, die noch nie Kastanien gesammelt haben, die noch nie Erde unter den Fingernägeln hatten.

Auf dem letzten Stück unserer kleinen Wanderung regnet es ein bisschen. Guter Laufregen. Reinigt Luft und Lungen. Tut gut. Spült den Stadtstaub von den Autoscheiben.
Nun sitze ich in meiner gemütlichen Schweizer Wohnung. Am Schreibtisch. In der Waschküche kurbelt sich die Ferienwäsche Richtung Sauberkeit. Draußen regnets. Innen drin in mir ist es wieder ruhig geworden.
Langweilige Ruhe? Nein, ja, heilsam-langweilige Ruhe. Wohltuende Ruhe.
Neben mir eine Liste. Dinge, die getan werden wollen und sollen.
Eins nach dem andern.
das beste am verreisen ist das nach hause kommen – hat oma immer gesagt. 🙂
das habe ich wortwörtlich auch schon gesagt. 🙂
bin grad auf http://www.langhaarwiki.de/wiki/Seife 🙂
(heute mit eieiei die haare gewaschen … riecht köstlich!)
du bist aber nicht meine oma *lach*
das langhaarnetzwerk ist schon ne fundgrube 😉
ich hoffe, deine haare mögen eieiei.
da fehlt noch das rezept auf deinem blog, oderrr? ich probiere jede seife ein paarmal und mache mir dann notizen zum gucken, was am besten passt … 😉
*grins* klingt professionell.
das rezept … ähm …auf jedenfall mit eigelb und lanolin und ohne kokosöl. ich reiche es nach. versprochen.
danke! 🙂
Das hast du wirklich schön beschrieben! 🙂
dankeschön, freut mich, dass es dir gefällt.
Oh, wie schön! Daheim ist wichtig; und wie man draußen daheim sein kann … Und ich bin jetzt ein bißchen im Lustschloß Tschifflik verloren gegangen; davon wußte ich nichts. Nur vom sonst eher durchgeknallten Zweibrücker Fürstenhof. Hach.
ich auch nicht. war mir neu, nur den namen kannte ich. und ich war dort auch schon wandern. aber eben … die details … wikiseidank! 😉
Wie schön und so treffend beschrieben! Als Städter sehnt man sich nach einem Horizont den nur ein paar Wolken säumen. Ich merke oft erst in den Ferien wie sehr mir die Weite fehlt und könnte dann stunden-, nein, tagelang einfach nur in den Himmel oder zum Meer schauen um meine reizüberfluteten Augen die Leere zu gönnen. Nur mit dem Heimkommen, hab ich’s nicht so. Dafür verreise ich umso lieber. Um wieder endlos viel Grün, Blau und Weiss aufzusaugen. Vielleicht sollte ich es auch bald wieder mit einem Waldspaziergang versuchen. Hat auf jeden Fall Lust darauf gemacht nach deinem Beitrag. Danke für die Inspiration 🙂
ach, das freut mich. ich inspiriere gerne andere. und ich lasse mich auch gerne inspirieren. ist nicht das genau das essentielle im leben? diese vielseitigkeit als geschenk zu sehen … statt entweder-oder das sowohl-als-auch leben. mir macht ja die stadt immer auch bewusst, was ich brauche, was mich nährt. als ich in zürich lebte, war ich oft an der limmat und auf dem höngger berg oder auf dem üetzgi … einfach wegen der wälder … 🙂
danke dir für deine zeilen!