Neue Fallmaschen 111 | 2021

herausgefunden | Ich habe mal wieder einen kleinen WordPress-Lifehack für euch, und zwar für jene selbstgehosteten Blogs, die sich nicht auf Anhieb im WordPress-Reader abonnieren lassen. Nachdem ich einige neue Blogs x-mal vergeblich auf dem Handy zu abonnieren versucht habe, probierte ich es heute mit wenig Hoffnung endlich auch mal am Rechner. Und siehe da, mit folgenden Trick, den ich bei Emil abgeguckt habe, hat es endlich geklappt:

Setze ein WWW zwischen https:// und Blognamen, zum Beispiel so: https://www.blogname.servername.de. Füge diese URL in die Adresszeile des WordPressreaders (Verwalten-Modus). Kurz darauf wird dir der Blogname unter dem Adressfenster anzeigt. Klicke nun auf das Plus, um zu folgen.
Viel Glück!

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gelesen #1 | Zwei wohltuende, nachdenklich machende, inspirierende Texte möchte ich heute hier teilen. Im ersten geht es um ein ganz persönliches Auenland, gefunden bei Frau Lakritze.

»Jedes Mal, wenn beim Wandern – vor allem an heißen Tagen – das Weidenband eines Bachufers zwischen Wiesen sichtbar wird, beginnt in meiner Brust ein Fisch zu zappeln. Oh, das ist kühl! Das klingt so schön und riecht so gut! Eine andere Welt in anderem Licht – da will ich rein! Wenigstens mit den Füßen; … […]

Als Kind wäre ich hingestürmt, hätte mich beinebaumelnd draufgesetzt wie die Naturgewalt, die ich war, und hätte dieses Ufer neu gestaltet; heute aber kann ich das nicht mehr. Heute weiß ich, wie jeder Schritt, den ich tue, Gleichgewichte stören und wie leicht ich Schaden anrichten kann.

So habe ich mich selbst aus meinem Paradies vertrieben. Ich schaue nur von fern: da im Schatten, dicht unter der Wasserkühle liegen bei den Steinen die schönsten Erinnerungen, und ich komme nicht mehr dran.«

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gelesen #2 | Den zweiten Text hat Solminore geschrieben. Bei ihm geht es um artgerechtes Leben für uns Menschen. Und wie das aussehen könnte:

»Zu einer Arbeiterwohnung gehörte unbedingt auch ein Gärtlein hinter dem Haus. Nun ist heute für die Versorgung mit Eiern, Obst und Gemüse niemand mehr darauf angewiesen, Hühner zu halten oder einen Garten zu bestellen. Die Evolution hat uns aber so geschaffen, daß wir dasjenige wertschätzen, daß uns dasjenige glücklich macht, was notwendig ist. […]

Wir lieben offene Landschaften und erhöhte Standpunkte, weil uns der Überblick ein Gefühl von Sicherheit vor Freßfeinden vermittelt. […] Ein Smartphone dagegen, ein Rechner, ein Bügeleisen oder die doppelte Buchführung sind reines Menschenwerk, darauf hat die Natur nie abgezielt, als sie unsere Instinkte und mit den Instinkten unsere Vorlieben formte und uns das suchen ließ, was uns glücklich macht.

Was macht uns glücklich? Ein Lagerfeuer, Geschichten. Sich in Gruppen einbringen, die etwa 60 bis 100 Individuen umfassen. Zu Fuß gehen. Musik machen, malen, tanzen. Mit den Händen arbeiten. Früchte sammeln, jagen. Anerkennung in der Gruppe finden. In einem Umfeld leben, das wir unmittelbar kontrollieren können, in dem wir Selbstwirksamkeit erfahren.«

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