Leer?

Sonntag, 31. Mai 2009

Leer (Mittag)

Sind es (wirklich nur) die Hormone, die (prä)menstruellen, die eine Frau – mich! – von glücklich in ungeniessbar verwandeln? Haben es andere einfacher? Sind Männer diesbezüglich wirklich besser dran?
Oder sind es die Feiertage? An jenen Tagen, wo Menschen sich mit ihren Liebsten zusammenrotten, haben es Singles besonders schwer. Entweder docken sie sich an ein bestehendes Set an – das so glücklich vielleicht auch gar nicht ist (doch immerhin haben sie einander und sind nicht allein)-, lassen sich einladen oder bleiben allein.
Doch genau zu diesen Zeiten fühle ich mich oft dermassen ungeniessbar, dass ich Einladungen (diesmal zwei) in den Wind schlage. L.s gestrige Absage an meine Adresse war allerdings unvorhergesehen. Ihre Tochter kam spät nachts besoffen nach Hause und brauchte Mamas Nähe. Natürlich. Dazu sind ja Mütter da.
Käme Lars eines Tages besoffen heim, wäre ich ja auch für ihn da. Nur dass ich diesen Tag nicht erleben werde. Ausserdem wäre er ja jetzt erst neun, wenn er noch leben würde – ein bisschen früh für solche Exzesse. „Wenn doch“ und „wäre“ und „hätte ich“ sind mal wieder sehr nahe Nachbarn. *seufz*
Das Viel-Zeit-haben, worauf ich mich so gefreut habe, wird mir mal wieder verdorben. Von den Hormonen. Und den Umständen. Ich Arme! Jawohl! Hm. Es ist, wie es ist.

Morgen tagt unsere Schreibgruppe zum gemeinsamen Schreibmarathon. Darauf freue ich mich total!

Und auch über die musikalischen Highlights der vergangenen Woche!

Pippo Pollina solo im ONO. À la carte. Will heissen, er servierte uns pfannenfertig jene Songs, die das Publikum bestellt hat. Genial! In den ungefähr fünfzehn Jahren, die ich Pippo nun kenne, begeistert mich immer wieder seine Bühnenpräsenz.

Neu entdeckt: www.chantemoiselle.ch Tango, Blues  und mehr … Bärndütsch!!! Musik für Herz, Seele und Füsse!

Voll (Abend)

Habe mal wieder den Bantiger heimgesucht. Bestiegen und erklommen. Die Weitsicht genossen. Das Herz gefüllt. Höhenluft geatmet. Sonne getankt. Den Wind gespürt. Bilder gehamstert – als Vorrat für kalte Tage.

… ach ja, auch mein Sternchen* hat mal wieder vollgetankt! So haben eben alle ihre Bedürfnisse.
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(*= Toyota Starlet. Aber frage bitte niemand, wie alt die vierrädrige Dame ist …).


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