gefunden I

Auf der Suche nach mehr Infos zu diesem Konzert hier, das ich mit ein paar lieben Leuten hören und sehen will  …

(Hier klicken zum OrignialPDF des Berner Symphonieorchesters
> dort  S. 23 anscrollen)

… bin ich über diesen Video hier gestolpert. Ein Sommer ohne die Ochsen wäre hart, doch ein Frühling ohne W. Nuss aus Bümpliz undenkbar … auch wenn sie hier nur in der Refrain-Melodie anwesend ist. Hörenswert!

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=N5tDRAJ2Vx4]

konservieren

Den Tag mit hängen verbringen bis der Po weh tut. Im Bett. Auf dem Sofa. Krank. Fieber wieder. Sorgen bringen nix. Borreliose doch nicht gebannt?, geht’s mir dennoch durch den Kopf, trotz der Antibiotika?

Thriller lesen, ohne Pause, sogar auf dem Klo und danach endlich mal all die auf später verschobenen Mails schreiben. Schlappheit verdrängen, denn ich will nachmittags trotz Müdigkeit nicht schon wieder ins Bett, sonst kann ich Nachts nicht schlafen.

Abends dann endlich Irgendlinks und meine Reiseblogartikel in eine Art Buch umgebaut, chronologisch, mit Bildern. Will ich bald mal ausdrucken und binden/leimen lassen. Hat richtig Spaß gemacht. Bücher mach ich am liebsten.

Nun ruft das Kissen. Bin grad in einer nicht sehr kreativen Phase. Eher am konservieren und so.

Danke für die Kommentare, liebe Gabriele und auch andere … lesen und mich freuen tu ich sie immer, aber manchmal bin ich zu faul zum antworten …

(Kann frau so was bloggen? Hm … na ja … können schon, aber sollen? Dürfen?  … na ja, ich tu’s einfach …)

Bärn, ig ha di gärn

Sage ich neulich – noch in Schweden – zu J.:
Hier Bade- und Campingplatzwart zu sein, an diesem wunderbaren Ort, muss wunderbar sein. Da willst du bestimmt nie mehr woanders hin.

Meint J.: Oder vielleicht gewöhnt man sich irgendwann an die Schönheit eines Ortes und merkt gar nicht mehr, wie schön er ist … Und dann will man erst recht weg um die Welt zu sehen …
Ich: Die berühmten Kirschen in Nachbars Garten meinst du?
J.: Hmmm (zustimmendes Brummen). Du wohnst ja auch in einer wunderschönen Stadt und bist jetzt durch Skandinavien  unterwegs …

Ja ja, schönes Bern, das ich bewohne. Wie recht J. doch hat …

Ich war heute mit dem Rad unterwegs, habe meine erste iFon-Everytrail-Tour gemacht, dabei einen Geocache dank der neuen GPS-App* und der kostenlosen Geocaching-App*, die ich mir beide aufs Telefon geladen habe, gefunden und muss sagen: Das fägt!
Hier findet ihr meinen Trip …

Bild: Blick von der Kirchenfeldbrücke Richtung Bundeshaus. Dampfzentrale mit Liegewiese …

* als Ersatz für mein in Nordschweden verlorenes GPS. Die geneigte Leserschaft erinnert sich bestimmt …

Schütteln

Ein bisschen wie Sand, den wir als Kinder durchs Sieb schüttelten und aus welchem wir die Steine aussortierten, kommt mir vor, was auf meinem Tisch liegt. Ein Haufen feiner Kleinigkeiten. Erinnerungen von der Reise. Schöne Verpackungen. Steine mit speziellen Formen. Karten. Prospekte. Quittungen.

Die vielen Bilder haben wir uns ein erstes Mal am Samstagabend angeschaut. Nicht alle. Es sind sehrsehr viele. Zwei iPhones und zwei Kameras. Und drei Wochen Zeit zum Staunen. Nein, ich mag jetzt nicht rechnen, weder Bilder zählen noch Gigabytes berechnen. Bin zu müde. Habe heute hundertzwanzig Mails gelesen. Meine und die vom Scheff. Und auch sonst viel gemacht. Unter anderem habe ich – aber bitte nicht weitersagen! – während der Arbeit auf Guuggl Mäps diese Streckenbilder hier gezeichnet …

Beim Draufklicken findet ihr die Strecke detailliert im Original … Herzlichen Dank an die Guuggl-Family!

Gestern Morgen, noch auf dem Einsamen Gehöft in der Pfalz, einmal mehr begriffen, dass es immer viel mehr ungeschriebene Texte geben wird als geschriebene.

„Über dies, über das müsstest du mal schreiben!“, sagen wir oft. „Das wäre ein tolles Thema für eine Geschichte.“
Oder: „Jene Idee liesse sich in einem Blogartikel einweben.“

Ob Blumen schöner blühen, wenn ihnen jemand dabei zusieht?
Ob Blumen schöner blühen, wenn ihnen niemand dabei zusieht?

Leben ohne Reissverschlüsse

Am Ewigen Birnbaum vorbei lasse ich das Auto ausrollen. Eine letzte Kurve noch, schließlich das einsame Gehöft. Wir sind wieder da.

Na ja, DA waren wir ja immer, aber nicht hierda, sondern dortda. Dada. Jaja …

Auspacken. Ankommen.

Später, im Bett, die Erkenntnis das die Zeit der Reissverschlüsse zu Ende ist. Endlich wieder ohne Reissverschluss vor Mücken und Regen sicher sein und ohne Reissverschluss den Liebsten strubbeln können. Und ohne Reissverschluss nachts pinkeln gehen – wie schön.

Nein, ich klage nicht. Ich habe nichts gegen Reissverschlüsse. Ihnen verdanke ich immerhin, dass ich nicht tausend, sondern nur hundertsieben Mückenstiche abbekommen habe. Und dass ich nachts nicht gefroren habe im warmen, reissverschlossenen Schlafsack, oben am Polarkreis. Dennoch ist es schön, in einem „richtigen Bett“ zu schlafen. Und auf ein richtiges Klo zu gehen (und auf einer richtigen Tastatur zu schreiben ebenfalls!).

Wir schauen zurück, beim Frühstück, rechnen ein paar Zahlen hoch. Ein Glas Honig haben wir vertilgt und einen halben Liter Olivenöl. Benzin auch einiges bei knapp sieben Litern auf hundert Kilometer. Wie viele Meter Klopapier ich wohl in der schwedischen und norwegischen Pampa hinterlassen habe, wenn meilenweit kein Klo zu sehen war? Und wie viele Buchstaben ich wohl bereits in die iFon-Tastatur geklickt und wie viele Liter Wasser ich unterwegs getrunken habe?

Zahlen – sie sagen nichts aus über die Qualität verlebter Zeit. Sie sagen nichts aus über jene Momente des Glücks, wenn ich in einem See, rücklings im Wasser liegend, die Wolken bestaunte und die Weite des Himmels mich berührte und mich selbst weitete. Zahlen sagen nichts aus über das Gefühl, das mich auf jener windigen Passhöhe erfüllt hat …

Weite. Wenn ich diese Reise in ein einziges Wort packen müsste, wäre es wohl dieses. Innen und außen. Nicht in Zahlen messbar. Weit.

Wieder da. Bin ich. Hier.

Punktlandung

„Jetzt müssen wir wieder aufpassen, was wir sagen!“, flüstere ich J. zu. Wir grinsen. Deutschland hat uns wieder. Die Zeiten, wo wir über unsere Zeltplatznachbarschaft lästern oder uns über sie Geschichten ausdenken konnten, sind vorbei. Hier, auf Behringens Camping in der Lüneburger Heide, ist dies allerdings auch nicht nötig. Neben uns wohnt ein gut deutschsprechendes pensioniertes norwegisches Paar, das von Italien her nach Hause fährt. Großzügige Menschen, die uns venezianische Tomätchen und Kaffee schenken.

Wie wir hier gelandet sind? Eben noch hatten wir auf der Autobahn dahinbrausend darüber geredet, die Nacht durchzufahren, weil es grad so gut lief, da hatte J. bei einer kleinen Rast auf seinem iFon gesehen, dass in der Nähe zwei Geocaches liegen. Nix wie hin. Weg von der Autobahn.

„Da rechts rein,“ lotste mich mein Liebster, den Blick auf die Karte auf dem Display seines digitalen Vielfunktionsgeräts.

„Da?“, frage ich. Wir stehen an der Pforte eines hübschen Campingplatzes. Das Schicksal mal wieder! Nix da mit die Nacht durchfahren. Wir checkten ein, bestellten Brötchen, bauten das letzte Mal unser Zelt auf …

Am nahen See finden wir später, trotz Dämmerung, zwei Caches. Das muss einfach sein. Immerhin verdanken wir es ihnen, dass wir heute Morgen gut ausgeschlafen vor dem Zelt mit den norwegischen Nachbarn plaudern können. Und frische Brötchen essen.

Noch knapp sechshundert Kilometer gilt es zu fahren. Ein kleiner Hüpfer im Vergleich zu den rund siebentausend, die wir in den letzten neunzehn Tagen gefahren sind. Zeit, um sich innerlich auf die Rückkehr in den Alltagsalltag einzustellen.

Bilder gibt’s heute keine, ich blogge mit Irgendlink Telefon, da er kostenlos ins Netz kann.

Heute bin übrigens ich dran. Mit den E meine ich. Bin ja gespannt wie J. da schafft. Von wegen abschreiben und so. (siehe seinen Artikel „auf dem Fischkutter der Erinnerung“ neulich).

Ach, noch was: Bloggen im Ausland ist nicht gratis. Ein Artikel kostet um die zwei Franken. Mit Bild. Meine Telefonrechnung versteigere ich liebend gerne. Angebote bitte an mich.

Na ja, andere kaufen sich dafür eine Tageszeitung und lesen diese, während wir zwei Verrückten schreiben … 🙂