Wenn Sätze Autos sind, sind Buchstaben Steuerrad, Türen, Fenster, Räder, Sitzplätze.
Die Aussagen der Sätze sind meine Fahrgäste und dies Blog hier die Autobahn.
Oder die Garage?
Kategorie: Post-It
Nachtnotiz
Was und wie wir sein wollen, sind wir doch immer nur halb.
Zu viele Kompromisse.
Zu viel Ablenkung.
Kompromisslose Wahl könnte ja Verzicht bedeuten.
Hintertüren sind so verdammt praktisch.
Doppelbotschaften ebenfalls.
Bürosophien
Was wohl ein Couvert so ganz ohne Fenster fühlt? Neid womöglich auf jene mit Fenster?
Fühlt Gold seinen Wert und wie fühlt es sich wohl an, so wertvoll zu sein?
(Bin ich das wirklich für meinen Scheff, wie A. behauptet hat? Und will ich das überhaupt sein?)
Corporate Design versus Anarchie. Dienstwege versus Abkürzungen.
Den Farbdrucker streicheln, ihm gut zureden und die richtigen Taste drücken – jene, die rot blinkt -, damit er seine Arbeit wieder tun mag. Doch was kann ich für meine überarbeitete Kollegin tun?
Bruchstücke
Wenn es um unsere Essenz geht, sollen wir alles geben. Immer.
Wenn es um Visionen geht, sollen wir nicht vernünftig sein.
Wenn es darum geht, unser Ding zu tun, steht uns Himmelsmanna zu, statt für Brot jobben zu müssen.
Wenn es um den eigenen roten Faden geht, den eigenen Kunst-Weg, den eigenen Ausdruck, sollen wir den Mut haben, uns treu zu sein. Immer.
Nicht Konjunktiv.
Nicht käuflich sein.
Nicht kleinkünstlich handeln.
Nicht kleingeistig denken.
WIRKLICH sein.
Wirklich SEIN.
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Roter Faden Diskrepanz:
Ich bin anders – auf der einen Seite.
Ich will gleich sein – auf der anderen.
Das Glück in der Anpassung?
Tut anders sein weniger weh?
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Noch etwas: Wir gehorchen ihr. Wir vertrauen ihr. Wir liefern uns ihr aus. Wir überlassen ihr das Denken. Wir vertrauen ihr unser Leben an.
Gibt es etwas mächtigeres als eine Verkehrsampel?
Und zu guter Letzt noch dies: Habe große Kleinkunst geschaffen heute. Eine neu geteerte Straße mit Kaugummi – made in Schweden – verziert. Gespuckt in hohem Flug aus fahrendem Auto. Für eine Signatur hat es leider nicht gereicht. Spucken für die Ewigkeit.
soll ich wollen?
1. Sofasophie
Identifikation macht glücklich.
2. Sofasophie
Solange mich meine Faulheit und Ziellosigkeit nicht daran hindern, kreativ zu sein, ist alles okay.
3. Sofasophie
Ich bin mein eigener Zufall.
4. Sofasophie
Meine Faulheit und mangelnde Ziellosigkeit verhindern, dass ich Ambitionen entwickle. Und das ist wohl auch in Ordnung.
5. Sofasophie
Ich bin mein eigenes Schicksal.
So, genug kluggescheissert …
… ab ins National … Ursus & Nadeschkin werfen uns ihre Perlen und Freaks in den Schoss …
gecovert …
Viele werden alt im Leben,
weil sie alles beim Alten lassen.
(N. Peseschkian)
Danke!
nicht vergessen
Ich weiß, dass ich nicht weiß. Gebt es zu, das wissen wir alle. Zumindest theoretisch. Und dass dieses Zitat nicht von Sokrates, sondern von Platon stammt auch. Jedenfalls dank Wiki. Soweit so gut.
Gestern Nacht jedoch – oder war es bereits heute Morgen? -, zu nachtschlafender Stunde jedenfalls, entstand in Koproduktion von Sofasophia und J. folgende noch nie dagewesene Erkenntnis:
Ich habe vergessen, dass ich weiß, dass ich nichts weiß.
oder kurz:
Ich habe vergessen, dass ich nichts weiß.
Heute Morgen habe ich mich doch tatsächlich wieder an den Satz erinnert. Da ich ihn ja nicht vergessen wollte … Weil er doch so umwerfend wichtig ist!
Doch jetzt, wo ich meine nächtlichen Erkenntnisse niederschreibe, frage ich mich, ob es möglicherweise nicht doch besser ist, zu wissen, dass ich nichts weiß, als dies vergessen zu haben.
Nicht, dass das wirklich wichtig wäre. Ihr könnt es also gleich wieder vergessen.
Spiralen
Nein, die Zeit ist nicht linear. Sie hüpft im Kreis. Sie tanzt Spiralen. Und Tango oder Salsa. Oder zu Reggae ;-). Oder sie krabbelt im Krebsgang. Hin und wieder träumt sie vor sich hin. Dabei vergisst sie, den Zeiger zu bewegen. Oder sie dreht ihn rückwärts.
Warum ich mir da so sicher bin?
Weil ich am Morgen älter bin als am Abend. Das ist meine Wahrheit!
Na ja, was wirklich wahr ist, wissen wir nicht.
Vorgestern, im Gespräch mit Pfarrer H. – bei den Vorbereitungen für die Lesung im Oktober – sagte ich:
„Einer Erkenntnis ist es letztlich egal, ob du sie durch dieses oder jenes Weltbild gefunden hast. Erstens ist sie eh eine vergängliche Besucherin und zweitens spielt es keine Rolle, warum und um wessen willen jemand ethisch korrekt handelt. Hauptsache er oder sie tut es …“.
Ist also doch das Ziel wichtiger und wirklicher als der Weg? Öhm …?
Was wahr ist, ist wahrlich nicht einfach zu sagen … Gar gänzlich unmöglich, wie Monsieur Bredenberg ahnt?
Lesung im ONO
Was soll ich bloss lesen?
Kommst du auch?


Denkarium?
Wie toll das wäre: Wie Dumbledore am Feierabend den Zauberstock an die Schläfe zu halten und die vielen Gedanken einfach rauszusaugen – und schon wäre es ruhig da drin!
Weil ich das (noch) nicht kann, geh ich in den Wald. Rennen ist fast so gut wie ein Denkarium. Nur tausend Mal besser.
