Selten hat mich ein Buch so überrascht, positiv überrascht.
Ich gestehe, dass ich – trotz der tollen Lesung letzten Herbst in Hamburg – ein klein bisschen Bammel vor diesem Buch hatte. Was kann man schon über die promiskuitive Liebe schreiben, dass nicht irgendwie wiedergekaut, trivial oder platt daherkommt. Und dann das!
Ein literarisch anspruchsvolles Buch, das dazu meinen haptischen und ästhetischen Ansprüchen, die ich bisweilen an ein Buch habe, gerecht wird. Das meine Augen und meine Hände verwöhnt. Außen und innen ist das Buch wie aus einem Guss.
Lesen!
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Danke, Sabine, dass du dieses Buch geschrieben hast. Auch wenn ich nicht in Berlin lebe, gibt es doch ein paar ähnliche Erfahrungen in meinem Leben. Und ein paar ähnliche Erkenntnisse. Mehr verrate ich hier aber nicht.
Worum es geht?
Na, um die Suche. Nach der Liebe im allgemeinen, und jener zu sich selbst im speziellen. Aber das hört sich leichter an, als es ist.
Lesen! (Oh, ich wiederhole mich …)

Zwar ist Stoner ein älteres Buch, es wurde vor 50 Jahren das erste Mal gedruckt, doch deswegen ist es – weder in Sprache noch inhaltlich – nicht überholt. Ich mag die Zeitlosigkeit der Geschichte. Diese ewige Sehnsucht und Suche nach Lebensqualität, nach Liebe, nach Berufung. Immer dabei Erkenntnisse, Rückschläge, Alltägliches, Banales, Dramatisches, Mobbing. Unspektakulärer alltäglicher Wahnsinn eines Universitätsprofessors, der bei seiner Geburt hätte Bauer werden sollen.


