Ich mache heute Geodrawing, schreibt der Liebste um drei Uhr. Eben ist auch bei mir die Sonne zwischen den Wolken hervorgekrochen und lockt mich an die frische Luft, schreibe ich zurück. Ich war schon ein paar Tage nicht mehr im Wald.
Machst du auch einen Track?, fragt er, noch bevor ich weiß oder fragen kann, was Geodrawing ist.
Vielleicht … mal schauen. Was ist denn Geodrawing?, will ich darum wissen.
Das ist Zeichnen mit dem GPS. Eine Katze zum Beispiel.
[Dazu muss ich wohl erst mal kurz erzählen, was ein Track ist? Stell dir vor, du hinterlässt auf dem Weg, den du gehst, eine schwarze Spur. Spur = Track. Das kann ein GPS-Gerät hinterlassen. Und sogar aufzeichnen. Und das kann auch die App, die wir als GPS-Geräte auf unsern Telefonen haben. Tracks zeichnen wir immer mal wieder und schon längere Zeit auf, doch relativ neu für uns ist es, Tracks aufzuzeichnen und den andern zeitgleich daran über Internet teilhaben zu lassen. Das ist eine Spielerei und möglicherweise eine neue Kunstform, die wir zurzeit erforschen – im Rahmen eines Kunstprojekts, das Irgendlink für nächstes Jahr am Austüfteln ist. Üben ist also angesagt. Aber Geodrawing ist mir bisher neu.]
Cool! Oder Blümchen?, frage ich also.
Oder Blümchen. Oder … ein Auto oder Elefant.
… oder Daumen hoch oder Herzchen! 😉
Ja, auch Herzchen. Aber die Idee hatte ich zuerst. Ich werde einfach loslaufen und aufm Handy gucken, was daraus wird.
Mitten durch Häuser, wenn’s dem höhreren Ziel dient, und quer durch den Wald!, schreibe ich und bin nun definitiv angefixt von der Idee.
So kommt es also, dass wir beide – er dort, ich hier – (nach dem Hin- und Herschicken der jeweiligen Links unserer Tracks) draufloslaufen und unsere Laptops daheim unsere Spuren aufzeichnen, so dass wir, zurückgekommen, unsere Gemälde bildschirmfotografieren können.
> meine Wanderung (das Schwarze ist meine Spur,
das Graue eine kleine gimpsche Zugabe)
> Irgendlinks Wanderung (schwarz seine Spur,
rot meine gimpsche Zugabe)


Also ich kenne einige GPS-Spiele aber das ist mir gänzlich unbekannt.
Ich bleibe aber lieber beim Geocaching, zumindest ab und zu.
Danke fürs Zeigen 🙂
Liebe Grüße
Ralph
im winter ist mir geocaching, das ich total gerne mag, oft ein bisschen zu kalt. mit klammen fingern schockgefrorene caches ausbuddeln begeistert mich dann nicht sooo sehr. da wir eh in der nähe schon alle caches abgegrast haben und eben einfach manchmal nicht cachen wollen, ist das geodrawing, das der liebste vermutlich selbst erfunden hat, eine gute alternative …
gerne wieder …
auch liebe grüsse zurück 🙂
Die Didcot Cat ist eine ziemlich alte Geozeichnung (und eine sehr schöne, finde ich). Ich weiß nicht, ob man sie noch online findet. Ich habe aber einen Screenshot davon. Die Zweibrücken Twentyfive habe ich 2007 als ersten Urban Artwalk realisiert. Es ist eine kopfstehende In den Straßen gelaufene Zahl 25, an der sich vor Ort gemachte Schnappschüsse aufreihen. Damals aufwändig den GPS-Track mit den Bildaufnahmezeiten synchronisiert und so erst geolokalisierbar gemacht.
stimmt, du hast das ja früher schon gemacht. hab ich gar nicht mehr dran gedacht. ist die didcot cat auch von dir? und der begriff?
http://www.gpsdrawing.com/gallery/land/didcotcat.html
da ist diese katze … witzig!
Jetzt hab ich so ein Wischding. Aber mit dem GPS … da fremdele ich noch heftig.Bin auf der Suche nach einer GPS_App, die mit OSM arbeitet …
hast du das wischding als garantie-ersatz bekommen?
was osm ist, weiss ich nicht. ich habe seit vier jahren die app gps-kit und bin sehr zufrieden.
ich hoffe, du findest das passende programm für dich!
Nicht ganz als Garantie-Ersatz, aber naja.
GPS Kit …
Hab ja Android und stelle entsetzt fest, wieviele dieser Apps auch kostenpflichtige Dienste (ohne meine gesonderte Zustimmung in jedem Einzelfall!) nutzen dürften … Hach. Ich such mir hier im Ort einen GCer, der mir das erklären muß 😉
kostenpflichtige zusatzdienste? aber die kann man schon ausmachen?
hats bei meiner app zwar nicht, aber dafür war sie nicht gratis. sie ist dafür werbefrei und läuft sauber.
tja, es ist schon krass, wie da geschäfte gemacht werden.
ich hoffe, du findest eine/n gc-ler/in, der/die dich „einweihen“ kann.
viel glück und spass!
Nicht so ganz ausmachen … Das ist schon schwierig für mich Datenparanoiker.
Wer weiß ob es dieses veräppelte GPS Kit überhaupt für Androiden gibt (ETWAS würde ich vielleicht auch bezahlen, aber nur etwas, wenns dafür nicht „nach Hause telefoniert“).
ich bin gespannt, was du wohl über jürgens neues, garantiert datenparanoides projekt denkst. 😉
ob die app heimtelefoniert? hm, wüsst‘ ich nicht.
Ich hatte mich zunächt verlesen (ohne Brille las ich „ich lieb ein Pferd“) und bin schon neugierig.
*lach* das passt auch. pferde mochte ich immer schon.
(meine app ist übrigens wohl nicht für androids (http://gpskit.garafa.com/GPSKit/GPS_Kit_for_iPhone_%26_iPad.html), schade!)
das klingt spannend ! Muss ich doch mal ausprobieren 🙂
viel spass beim malen!
danke dir 🙂
bestimmt gehts auch ohne gps, einfach ne detaillierte karte mitnehmen und alle hundert meter einen punkt machen. am schluss die punkte verbinden … 😉
ich lief ein Pferd … allein das schon dieser Titel! – ich finde es genial, wie eine ein Pferd lief und der andere ein Herz … und irgendwo in mir ruft der kleine Hävelmann: ich will MEHR 😉
sonnige Montagsgrüße Ulli
der titel ist sozusagen logisch oder zu-fall? 🙂 ich will auch mehr. mal gucken. ein blümchen wär schön. 🙂
auch dir liebste grüsse