Hinz und Kunz können mich mal

Heute habe ich einen Text gefunden, der mir sowas von aus dem Herzen spricht. Hier ist er …

Manchmal bin ich wütend!

Von Carla Berling

Wenn ich zum Beispiel den Hinz treffe, der etwa fünf Mal so viel verdient wie ich. Und wenn Hinz mir bei jedem Treffen erzählt, dass er jüngst im Konzert war, und im Theater, und auf einer Vernissage und bei einer Lesung. Oder im Kino. Oder im Museum, im Kabarett und beim Ballet. Seine ganze Freizeit verbringt Hinz mit Kunst und Kultur. Er hat genug Geld, um sich das leisten zu können. Das ist gut. Das gönne ich ihm von Herzen.

Ich kenne einen Theater-Schauspieler. Er hat eine solide Ausbildung und spielt viermal die Woche. Er ist seit vielen Jahren fast immer engagiert. Seine Abendgage: ca. 50 Euro. Brutto. Sie richtet sich nach der Menge der Zuschauer. Proben werden nicht bezahlt.

hier weiterlesen, es lohnt sich …

Ausgelesen II. #8 – Die Frau im Spiegel

Ich gestehe, dass ich zu jenen Frauen gehöre, die die „Kriminalromane werden vor allem von Frauen gelesen“-Statistik mitbegründen. Nicht nur lese ich tatsächlich viele Krimis, ich gucke auch viele. Bitte fragt mich bloß nicht wieso. Die These, dass Krimis ein Aggressionsabbau-Potential haben, kann ich weder bestätigen noch dementieren. Obwohl … ein bisschen Psychohygiene bewirken sie sicher, diese Mordgeschichten, wenn auch nur im Sinne von: Auch andere haben es manchmal schwer (nein, das ist NICHT zynisch gemeint …).

Aber eigentlich, wenn ich genau hinspüre, geht es mir um die Menschen. Wie verhalten sich Menschen in krassen Situationen? Wie gehen sie mit Unrecht, mit Drama, mit Tod und Leid um? Die Antwort? Immer wieder anders. Und das ist es wohl, müsste ich die Frage nach meiner Krimi-Sucht beantworten, was ich sagen würde: Die Figuren sind immer wieder anders. Und immer geht es um Tod – auf immer wieder andere Art. Ein Thema, das für mich kein Tabu, sondern sehr wichtig ist – schon als Kind – Leben und Tod, um genauer zu sein.

Lange Vorrede, ich weiß, um auf mein aktuelles Zug-Buch einzuspuren. Ich lese Die Frau im Spiegel von Eric-Emmanuel Schmitt. Und nein, das ist KEIN Krimi. Und doch äußerst spannend. spiegel_coverDas Buch greift ein Thema auf, das uns alle – Frauen wie Männer – angeht. Schmitt erzählt von drei sehr unterschiedlichen Frauen aus drei verschiedenen Zeitepochen (Mittelalter, Anfang zwanzigstes Jahrhundert und Gegenwart), die über Umwege endlich zu sich selbst finden.

In jeder Zeit war es schwierig sich selbst zuliebe, gegen den Strom zu schwimmen. Das ist heute nicht anders als vor sechshundert Jahren, als Anne statt der Heirat mit einem jungen hübschen Burschen ein Leben als Mystikerin wählt. Und es ist heute nicht weniger schwer als vor hundert Jahren als Hanna ihren goldenen Käfig verlässt, um Psychoanalytikerin zu werden. Auch Anny, die Hollywoodschauspielerin springt aus dem Karussell aus, um sich auf die Suche nach ihrer wahren Natur zu machen. In vorgefertigten Rollen leben wir alle, auch wenn wir vermeintlich freier als je zuvor leben. Wie oft lassen wir uns von falscher Rücksicht oder Scham bremsen statt auf unsere Intuition zu hören … Oder wir lassen uns von wirtschaftlichen und existentiellen Ängsten ausbremsen. Nachvollziehbar.

Aber. Ja, das ABER und die Frage WIE SONST? taucht in Großbuchstaben vor meinen inneren Augen auf. Ich lasse die beiden ein, füttere sie und lasse zu, dass sie mir in den Ohren liegen. Ob ich ihnen eines Tages antworten kann und Schritte tun – ähnlich wie Anne, Hanna und Anny in Schmitts Buch?

Schmitt erzählt als Mann die Schicksale von Frauen. Kann das gut gehen? Ja, es kann, es tut. Ich bin positiv überrascht. Ein lesenswertes Buch.

Alltag und so

Eine Woche ist es her, seit ich das letzte Mal gebloggt habe – Lust-Bloggerin, die ich geworden bin.

Was soll ich schon im Alltag bloggen? Mein Alltag tut so als seien alle Tage allen Tagen ähnlich. Sind sie auch, äußerlich zumindest.

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Da sind zum einen jene Tage, an denen ich im Büro arbeite – noch reduziert, da ich noch immer im Schongang unterwegs bin – und mein Weg dorthin (drei Stunden täglich im öffentlichen Verkehr unterwegs, Bücher lesend, Menschen beobachtend, mich gut schützend). Und da sind jene Tage, die mit Schreib- oder Lektoratsaufträgen, Hausarbeit, Einkaufen und Begegnungen gefüllt sind.

Doch dann sind da noch die Zeiten, die nur mir gehören. Ja, ich erlaube mir Pausen, halte an, halte inne, gönne mir Sofastunden. Mit oder ohne Buch. Dösend zuweilen, manchmal gar nichts tuend, nur sitzen und sein. Und nachdenken zuweilen, über die Ursachen von Problemen. Über die Welt und warum sie beim Um-sich-selbst-Drehen eiert.

Nachgrübeln über Widersprüche. Über meinen Wunsch, voranzukommen. Erfolgreich sein zu wollen, zum Beispiel mit meinen noch immer unfertigen Manuskripten, obwohl ich doch gar nicht wirklich an mich selbst glaube. Und schon trifft die Illusion von irdischem Erfolg auf die Frage, ob Erfolg nicht einfach Zufriedenheit und Glück sein könnte. Und dann taucht ein Wunsch auf: Genug Geld zu haben, um tun und lassen zu können, was ich will (schreiben zum Beispiel) – aber dabei bloß keine Kapitalistin zu sein. Natürlich nicht. Und bin es doch. Teil einer Maschinerie zu sein, die mir gar nicht wirklich gefällt.

Widersprüche, die mich innerlich beinahe zerreißen. Gewissensfragen. Das Karussell, auf dem ich sitze, eiert.

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Appspressionismus: auf dem iPhone kreiert (genau so mit der App Hipstamatic fotografiert). Geschrieben &  hochgeladen ab Laptop

Für dich.

Vor einem Jahr war es, Liebster, als ich zu deinem Geburtstag den Blogartikel unten geschrieben habe. Obwohl wir ein ziemlich verrücktes Jahr hinter uns haben, freue ich mich, dass ich noch immer, oder von Neuem, jedes einzelne Wort davon so meine, wie es hier steht … Danke!

Wenn ich die Augen öffne, dich zu sehen. Meistens erwachen wir praktisch gleichzeitig und liegen ruhig und mit geschlossenen Augen nebeneinander. So heißen wir den neuen Tag willkommen. Dann die Augen öffnen, dich neben mir zu sehen, ein feines Lächeln auf deinem ganzen Gesicht. Ein Tag, der so beginnt, ist einfach schon von vornherein ein besserer Tag als einer ohne dich.

Die ersten Sätze, das erste Lachen, die ersten Wortgespinste des Tages mit dir zu tauschen. Und einen ersten Kuss. Staunen, dass du da bist. Staunen über das Geschenk des Lebens. Du und ich. Ich und du.

you and me

Ich mag es, wie du dich bewegst – wie sich deine Gedanken bewegen, wie sich deine Worte, deine Hände, deine Haare, deine Lippen bewegen. Ich mag es, wie du inne hältst. Ich mag das Stillsein mit dir. Ich mag es, wie wir miteinander reden, schweigen, spinnen und lachen, wenn wir zusammen wandern, Rad fahren, Auto fahren. Ich mag den Moment, wenn wir nahe davor sind, einen Geocache zu finden. Diese Spannung! Meine Bereitschaft, dich den Cache finden zu lassen, diese Freude, wenn du mich das Teil finden lässt. Diese Übermut, wenn wir beide im gleichen Moment den richtigen Einfall haben, wo das Versteck liegt.

Ich mag es, wie du selbst tragischen Momenten einen Glanz von Liebe und Hoffnung verleihen kannst – weniger mit Worten als mit deiner Präsenz. Wie du mit deiner Gegenwärtigkeit den Sorgen um die Zukunft, die uns zuweilen zentnerschwer auf den Schultern hocken, ein Schnippchen schlagen kannst und aus Stroh Gold spinnen. Wie du den Wert hinter den Dingen erkennst und ihn in dein Leben holst. Wie du mit einfachsten Mitteln und unter einfachsten Umständen ein zufriedener Mensch sein kannst.

Ich mag es, wie wir zusammen am gleichen Strick ziehen und verrückte Projekte ausdenken – auch wenn die meisten davon mangels Zeit und Geld nie in die Wirklichkeit geholt werden. (Oder doch?)

Deine Verlässlichkeit und Verbindlichkeit mag ich, die neben deiner Abenteuerlust und deiner eremitischen Affinität möglicherweise wie ein großer Gegensatz aussehen. Allerdings nur im ersten Moment.

Ich mag deine immer tiefer werdenden Lachfältchen um die Augen und um den Mund. Und dein Grinsen, das dem eines Schuljungen gleicht, wenn du einen witzigen Text gefunden oder einen schrägen Blogkommentar ausgetüftelt hast – ach, es ist/du bist so lebendig.

Ja, ich mag deine Lebenslust, deine Liebeslust, deine Weisheit und deine Arglosigkeit. Frei von Raffinesse bist du dennoch klug und durchschaust den Lauf der Dinge – und trotzdem gibst du dich dem Leben und deinen Lieben hin.

Nein, ein Engel bist du nicht, weder fehlerlos noch ohne Schwächen – zum Glück! Auch bist du viel mehr als all das. Und all das ist eh nur eine subjektive Momentaufnahme.

Ich danke dir für jede Sekunde, die wir zusammen erlebt haben, ob im Alltag oder auf Reisen. Mit dir ist das Leben farbiger, lebendiger, tiefer, heiterer und jederzeit voller Liebe.

Und den Rest, mein Liebster, den Rest werden wir sehen und erleben. Den ganzen Rest. Doch jetzt gratuliere ich dir einfach dankbar und aus tiefsten Herzen zum neuen Lebensjahr.

Carpe diem.

(Originaltext, 19. 1. 2013))

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Dir und dem Leben dankbar, dies auch heute, am 19. Januar 2014 erneut sagen zu können …

Reblog yourself!

Auf der Suche nach einem ganz bestimmten alten Artikel finde ich diesen hier: Von schiefen Bahnen, Sandburgen und andere Fallmaschen.

Dort lese ich heute:

2.)
Ein bisschen bin ich wie die Hipstamatic-App, wo man – je nach Belichtungsverhältnissen und Motiv, das man fotografieren will – eine individuelle Filter- & Blendenkombination auswählen kann. Es gibt sogar den Zufallsmodus, der durch kurzes Schütteln des iPhones generiert wird.

coffeeplottie

Ich schüttle mich kurz und schon bin ich kleine Schwester. Oder schräge Tante von mir aus. Nichte auch oder Cousine. In dieser Rolle bin ich oft ein bisschen schusselig, wie damals, als Kind, und stoße schon mal ein Glas um oder so. Keine Ahnung, wie das funktioniert.

Ich schüttle mich erneut und bin Freundin. Mit M., einer Freundin, die ich schon sehr lange kenne, bin ich mehr so und so und mit Freundin C., die ich erst sechs Jahre kenne, mehr so und so. Als würden jeweils andere Teile meines Hirns aktiviert, je nachdem mit wem ich kommuniziere.

Ich schüttle mich von neuem und bin Partnerin. Mit Irgendlink spreche ich zudem in einer Fremdsprache. Meiner ersten, was das Hochdeutsch faktisch tatsächlich für mich ist.

Ich bin mehr als die Summe all dieser Aspekte.
Ich bin ein Farbenkreis.
Ich bin eine Sandburg.
Ich bin ein Fotoalbum.

Und manchmal bin ich mir fremd. Wenn ich mich erzählen höre, stehe ich manchmal neben mir. Sage ich das wirklich? Meine ich, sehe ich das wirklich so? Noch immer? Manchmal stelle ich fest, dass innere Veränderungen sowie veränderte Verhaltens- und Sichtweisen noch nicht in allen Zellen angekommen sind. Updaten ist angesagt. Wäre es doch so einfach wie beim PC.

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Manchmal staune ich über meine Texte: keine Erinnerung. Ein bisschen Verblüffung über meine Gedanken. Wiedererkennen. Sich fremd sein. Eine Mischung aus alledem.

Ausgelesen II. #7 – Die Analphabetin, die rechnen konnte

Ohne angefangenes Buch fühle ich mich nur als halber Mensch. Die Zeit zwischen zwei Büchern finde ich immer irgendwie schwierig. Wie ohne Krücken, wenn ich den Fuß gebrochen hätte. Oder wie kurz vor einer Zigarette, als ich noch rauchte. Nun habe ich also wieder dieses gefährliche Stadium erreicht, denn heute Nachmittag habe ich die Analphabetin ausgelesen. Was wohl als nächstes kommt? Ortheil?

die-analphabetin-die-rechnen-konnte_coverVon Jonassons erstem Roman hatte ich viel gehört. Wie toll er sei und wie phantastisch. So habe ich mich nun auf diesen seinen zweiten Roman eingelassen und ihn wirklich mit Genuss gelesen. Ja, mit Genuss. Mit viel Genuss sogar. Dennoch auch mit höchst zwiespältigen Gefühlen.
Apartheid, Aufrüstung, Abrüstung und Flucht sind heikle Themen. Jonassons Erzählton ist flapsig, vereinfachend, humorvoll und immer mal wieder sarkastisch. Geht das zusammen – darf man das?

Dennoch – ich mochte die Hauptfigur, das Mädchens Nombeko, von der ersten Minute an. Wie sie allen Widrigkeiten zum Trotz ihr großes Talent für Mathematik lebt und damit immer wieder für Verblüffung und Überraschungen sorgt. Wie sie sich in temporär unabänderliches schicken kann, um dennoch laufend nach Lösungen von Missständen Ausschau zu halten. Und wie sie schließlich in Schweden landet, eine Atombombe, die übrig geblieben ist, im Gepäck und dort dafür sorgt, dass diese Bombe keinen Schaden anrichtet, ist schon verrückt. Und genial. Eine schwarzhäutige Pippi Langstrumpf. Eine Heldin.

Und natürlich ist alles ein Märchen. Und wenn wir das Buch genauso lesen, mit dem Wissen, wie viel Wahres doch in Märchen steckt, ist das Buch wirklich genial. Dass es nur ein Abklatsch seines Vorgängerbuches („Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“) kann ich nicht bestätigen, weil ich jenes noch nicht gelesen habe. Werde ich aber. Denn mir gefällt Jonassons Sprache. Mir gefällt die Verrücktheit seiner Menschen. Wie alles schief geht und wieder ins Lot kommt. Ein Buch, das trotz aller Ironie, auch viele Denkanstöße gibt. Ein Buch über Fanatismus und was dieser anrichten kann. Und auch ein Buch über grenzenlose Freundschaft.

Ein Video-Interview mit Jonas Jonasson: Hier klicken.

Einen ganz anderen Roman habe ich früher ebenfalls hier vorgestellt und heute erneut aus dem Regal geholt. Einen Roman von Linus Reichlin. Das Leuchten in der Ferne. (Und hier habe ich über das Buch geschrieben.) Dass Reichlin in B. aus diesem Buch vorliest, fünf Fahrradminuten von meinem Zuhause entfernt, habe ich zufällig auf einer Plakatwand gelesen. Die Lesung, eine Matinée, war genial. Sehr gut moderiert, mit interessanten Publikumsfragen gewürzt und dazwischen drei tollen Lesebeiträgen von Reichlin. Wer das Buch noch nicht kannte, hat nur genau so viel darüber erfahren, dass er es lesen will. Und jetzt steht also ein Reichlin mit Widmung und Signatur in meinem Büchergestell … 🙂

Sowasaberauch oder wo ist die versteckte Kamera?

Das Telefon klingelt. Eine deutsche Nummer, die mein Adressbuch nicht kennt. Werbeanruf, denk ich und nehme mit einem knappen Hallo? ab, wie ich es eh meistens tue. Ausser, wenn ich die Nummer erkenne natürlich.

– Hallo, hier Blablub aus Baden-Baden, mein Name ist XY. Spreche ich mit Frau Sofasophia?
– Ja, richtig …
– Sie haben bei unserm Foto-Wettbewerb mitgemacht. Ich habe Ihnen eben eine Mail geschickt. Sie gehören zu den Gewinnern.
– (ich schlucke leer, der Klumpen im Hals bleibt hängen und mein Räuspern ist bis nach Baden-Baden hörbar) Das freut mich sehr, danke.
– Ihr Bild wurde mit sechs andern aus um die 12’000 Bildern ausgewählt. Davon drei erste Preise, zu welchen ihres auch gehört.
– Oh, das kann ich ja kaum glauben! Ich habe am letzten Tag mitgemacht und gedacht, dass ich doch sowieso keine Chance habe.
– Umso schöner, dass Sie mitgemacht haben. Sie werden übrigens auch ein Preisgeld erhalten und das Bild wird in der nächsten Nummer unserer Zeitschrift veröffentlicht. Wir brauchen darum von Ihnen noch einen kleinen Text über Sie selbst und wie das Bild entstanden ist.

Noch während des Anrufs lade ich die Mail aufs Fon und leite sie an Irgendlink weiter. Er hat es mir schließlich eingebrockt mit seinem Gedrängel.
Mach doch einfach mit. Was kannst du schon verlieren?, sagte er damals.

slower than his shadow_auss

Und jetzt? Okay, ja, ich freu mich sehr. Sogar sehrsehr. Gut, das Bild würde ich heute anders machen. Die Idee mit der Montage finde ich noch immer selbst ziemlich genial, doch die Ausführung … naaa ja … aber okay.

Es ist, wie es ist. Perfekt gibt es nicht. Weder im Leben noch in der Kunst. Und fertig auch nicht. Alles ist in Veränderung.

Schön finde ich, dass das Bild mit Langsamkeit zu tun hat … Zum Bild? Bitte hier klicken …

artgerechter Konjunktiv

Wenn mein (dein) Leben im Konjunktiv artgerechter wäre als dein (mein) Leben im Präsens, stimmt was nicht.

himmlisch

Langsamer müsste es sein, dieses Leben. So langsam wie ich Yoga übe. Atmen. Da sein – nicht mir vorauseilen in Gedanken. Denken und Bewegung synchronisieren. Die Dehnung spüren UND denken. Yoga, das merke ich immer wieder, ist viel mehr als Bewegung, Dehnung, Stille und Atem. Yoga ist auch hier zu sitzen und mich auf diesen Text zu konzentrieren. Mich konzentrieren. In den Schreibflow kommen.

(Bitte spätestens hier atmen)

Mich nicht ständig vom Gebimmel von Whatsapp ablenken lassen. Mich nicht von Gedanken an vorher und nachher ablenken lassen. Denn das ist es, was ich mag: mich längere Zeit ganz auf etwas einzulassen. Mich längere Zeit – zehn Minuten, mehrere Stunden – hinzugeben an das, was ich tue. Am liebsten an Dinge, die mich inhaltlich begeistern. Mein Ding tun. Das wäre artgerecht (jaja, schon wieder Konjunktiv!).

(Bitte spätestens hier wieder atmen)

Und nein, du musst das nicht Yoga nennen. Aber nenn es mit mir zusammen Selbstsabotage, wenn ich mich immer ablenken lasse. Oder ist es nur ein Zeichen der Zeit?

(Gerne und immer wieder: atmen!)

Da bimmelt es. Dort plingt ein Fenster auf. Ich muss doch nachschauen. Nein, das ist doch krank. Muss ich? Muss ich nicht!

Multitasking ist nichts für mich. Klar, kann ich es. Nein, ich kann es eigentlich nicht. Und noch eigentlicher will ich es gar nicht können. Es ist zu viel.

Und es ist zu wenig artgerecht.

Herziger Spaziergang

Das Frühlingswetter tut mir gut. Obwohl ich weiß, dass es kalt sein müsste. Weil ich nichts dran ändern kann, genieße ich es.

Gestern in Wald und Wiesen unterwegs …

Herziger Spaziergangcopyright by Sofasophia
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Appspressionismus: von A-Z auf dem iPhone kreiert (fotografiert & montiert). Geschrieben &  hochgeladen ab Laptop

elementar zum zweiten …

Heute hat Lakritze, die aktuelle Hüterin/Admin des Pixartix-Bilderblogs, ebendieses aus dem Winterschlaf wachgeküsst. Täglich, so lange Vorrat, geht es nun weiter mit Bildern zum Thema „elementar“.

Hoffentlich kann ich bis dahin irgendwo ein Bild auftreiben oder schießen zum Thema Schlaf. Denn das ist es, was ich aktuell als etwas vom elementarsten überhaupt erachte. Am liebsten sogar Winterschlaf …

Oder wenigstens so was in der Art …

Arbeitsplatz2In den nächsten Wochen folgen auf Pixartix weitere Bilder diverser KünstlerInnen, darunter auch einige weitere von mir …

Und du? Was ist für dich elementar?