Mein farbiges Wunder

Manchmal gibt es Utopia nicht nur in den Köpfen, manchmal gibt es Utopia sogar in echt.

Mein kleiner Nachsatz unter dem letzten Blogartikel hat bewirkt, dass ich bald einen neuen Druckkopf in meinen Drucker einbauen darf. Und mein Drucker endlich wieder in allen Farben des Spektrums drucken kann.

Vorher und nachher:

Quelle: Farbenlehre nach Goethe aus Wikipedia

Danke, lieber M., für dein Angebot, dich auf einen Tausch einzulassen:
Eine Geschichte von mir gegen Bares von dir.

Die Geschichte, die ich für dich schreiben werde und in der es um Farben, Menschen und Freundschaft geht, ist bereits in meinem Kopf erwacht. Da ist es jetzt nämlich schon wieder viel bunter geworden, obwohl es draußen schneit.


Tauschgeschäfte finde ich übrigens eine richtig gute Sache! Insbesondere in Sachen Kunst.

Sieben Jahre

ScreenieBlogjubiläum

Heute vor sieben Jahren habe ich meine ersten WordPress-Blogartikel in die Welt entlassen. Hierlang geht’s zum ersten (hier klicken); darunter habe ich ein paar nicht am 7. Juni verfasste Texte gepostet, die ich zuvor in meinem damaligen Webtagebuch publiziert hatte. (Ja, das ich schon vor einiger Zeit vom Netz genommen.)

Sieben Jahre lang habe ich mich nun also nicht nur mit Sofasophien, Fallmaschen und Herzgespinsten, sondern auch mit der WordPress-Software auseinandergesetzt. Oft genervt, oft beglückt. Und ja, seither hat sich viel getan. Nicht nur in der virtuellen Welt, auch in der realen.

Zum Beispeil war ich damals definitiv belastbarer, oder sagen wir es mal so: Ich verhielt mich so als sei ich belastbarer. (Dabei konnte ich mich damals vielleicht nur noch besser belügen als heute, mir noch selber besser vormachen, dass …).

Je ne regrette rien.

Ich danke euch, liebe Leserinnen und Leser, die ihr hier regelmäßig oder sporadisch hinein schaut, mitlest, mitträumt, mitlacht, mitweint und hin und wieder − da ich Ende 2015 die Kommentarfunktion ausgemacht habe −, per Mail oder über andere Kanäle die eine oder andere Rückmeldung zu meinem Geschreibsel hinterlasst.

Angefangen habe ich damals bei null AbonnentInnen, heute zeigt mein Followertacho die hübsche Zahl 1098. Gut, da sind die paar fb-FreundInnen mitgerechnet, die Pappnasen von Twitter und die Handvoll Tumblr-LeserInnen. Und nein, es ist nicht diese Zahl, die es ausmacht, es ist eher die Qualität, die sich hinter dieser Zahl versteckt. Diese Menschen alle. Ihr. Du, du und ja, auch du!

Viele wunderbare Menschen habe ich dank meines Blogs kennengelernt. Einige sogar im echten Leben. Ja, sogar richtige Freundschaften sind entstanden. Nein, ich bereue nichts.

Danke euch allen.

Wem oder was?

Wem oder was verdanke ich wen oder was? Dativ trifft Akkusativ. Und mich. Dich auch.

Meine Mausmatte an der neuen Arbeitsstelle sagt, dass wir die besten Dinge dem Zufall verdanken …

Was meinst du? Stimmt das für dich? Oder anders gefragt: Was würde auf deiner Mausmatte stehen?

Mausmatte_was

  • Was ist es, was dich dankbar macht?
  • Wenn du dankbar bist, wann ist das? Und wem gehört dein Dank?
  • Sagst du oft Danke? Und wenn ja, wem?
  • Wie wirkt sich Danken auf dein Leben aus?

Ich freue mich schon sehr auf eure GEDANKEN zum Thema. Wenn ihr denn mögt!

Und ja, herzlichen Dank für all die lieben Kommentare und Likes zu meinem letzten Artikelchen. Es hat mich echt total gefreut, so viel Mitgefühl und Mitfreude von eurer Seite zu erleben.
Ihr seid wunderbare Menschen, ihr da draußen. Das darf ruhig auch mal gesagt werden.

Das Rückspiegelding

In Zeiten der Wandlung, in Zeiten der Übergänge wächst das Bedürfnis, stehenzubleiben. Mich umzudrehen. Den Weg zu betrachten, den ich zurückgelegt habe. Ich stehe an einem Hang, sehe hinunter, sehe die Straße, die ich zuerst gegangen bin, dann verlassen habe; eingetauscht gegen einen Wanderweg, schließlich gegen einen Trampelpfad. Ich wechsle und tausche oft. Am meisten Wege und Dinge. Menschen nicht. Auch Überzeugungen nicht. Die wandeln sich wohl, aber im Grunde sind sie mein Grund und Boden.

Ich stehe da und schaue mir die zurückgelegten Spuren dieses Jahres an. Ich war im Sommer zu Fuß auf dem Gotthard, dazu noch in strömendem Regen und ohne die innere Ruhe einzubüßen. Ich habe gelitten, ja, das habe ich. Immer wieder. An mir. An andern. Am Weg. Oft auch auf dieser wunderbaren Wanderung, die dennoch für mich eine Art Wendepunkt darstellt – einen der Wendepunkte dieses Jahres. Ich habe begriffen, dort auf dem Weg auf den Gotthard, dass ich nur auf den Berg komme, wenn ich Schritte tue. Einen nach dem andern. Und dass ich mich nicht mehr gegen die Steigung wehre. Dass ich Ja zur Steigung sage, zum Schmerz, zur Anstrengung, zum Regen, zum Schweiß auf der Stirn (auch zu dem unter der Regenjacke), Ja zum Weg, den ich gehe. Weil ich ihn selbst gewählt habe. Und das im Grunde jeder Schritt ein Same ist, ein Same aus dem neue Wege wachsen können.

Ich stehe da und schaue mir die zurückgelegten Spuren dieses Jahres an und ich sehe, wie ich die ersten Monate dieses Jahres wichtige und ganz und gar unvernünftige Entscheidungen getroffen habe. Entscheidungen, die Mut erforderten. Einem Sprung aus dem Helikopter gleich. Freier Fall. (Und ja, natürlich trage ich einen Fallschirm …) Ich habe den Sprung nie bereut, nie, aber ich weiß noch nicht so genau, was danach kommt. Und ob ich noch fliege oder schon gelandet bin. Oder ob ich ab jetzt immer fliegen werde. Und ob das mein neues Leben ist.

Ich stehe da und schaue mir die zurückgelegten Spuren dieses Jahres an. Sie sehen zwar chaotisch aus und ziellos, weil ich es ja nicht so mit den Zielen habe, dennoch folgen sie einer Richtung. Und die Richtung kenne ich gut. Auf den Wegweisern, die ich passiert habe, ist mein Herz drauf codiert, nur für mich sichtbar. Ihnen bin ich gefolgt, auch dann, wenn andere den Kopf geschüttelt haben. Wovon willst du denn leben?, habe ich mich oft gefragt und nein, ich habe meine Antwort noch nicht wirklich gefunden. Dass ich von meiner Selbständigkeit noch nicht leben kann, habe ich gemerkt. Zu wenig liegt mir das Selbstvermarkten. Doch ich lerne. Ich lerne zu mir zu stehen. Mich nicht mehr immer klein zu machen. Den Kopf dort tragen, wo er hin gehört. Oben. Ich lerne mir zu trauen. Und ich lerne mich zu trauen.

Ich stehe da und schaue mir die zurückgelegten Spuren dieses Jahres an. Mir ist viel Heilung zuteil geworden. Letztendlich durch mich selbst. Weil ich Schritte gewagt und getan, Werkzeuge angenommen, einige Dinge und einige Menschen losgelassen, andere Dinge begriffen und andere Menschen eingelassen habe (die das jetzt lesen und sich betroffen fühlen: gut so, ihr seid gemeint!). Weil ich gewählt habe. Weil ich weise, verrückte und unbequeme Entscheidungen getroffen habe. Weil ich einiges verstanden habe (und das Meiste noch immer nicht, aber das ist in Ordnung so).

Ich stehe da und schaue mir die zurückgelegten Spuren dieses Jahres an. Danke!, sage ich, danke, mein Weg. Danke, ihr Menschen an meiner Seite. Danke, Liebster, danke Freundinnen und Freunde, danke Wald, danke Berg, danke Bäume, danke Steine … Mir rinnen Tränen über die Wangen. Dankbarkeit ist in jeder Zelle. In jeder Zeile. In jedem Wort. Denn ich sentimentaler Sack fühle mich seit vielen Jahren das allerallererste Mal schon eine ganze Weile ziemlich gut. Manchmal sogar sehr gut. Und ich fühle mich sogar im Dezember wohl. Das Kind in mir hat zu sich selbst zurückgefunden und freut sich über das Geheimnis hinter dem ganzen Weihnachtskommerz.

In Zeiten der Wandlung, in Zeiten der Übergänge wächst das Bedürfnis, stehenzubleiben. Mich umzudrehen. Den Weg zu betrachten, den ich zurückgelegt habe. Doch jetzt wende ich mich dem Weg zu, der vor mir liegt. Ich tue den nächsten Schritt. Ich atme tief ein und aus und ich freue mich auf das, was kommt. Weil da – trotz allem Bullshit – so viele und so vieles eben auch gut ist. Da ist nicht nur Leid. Da ist nicht nur Schmerz. Da ist nicht nur Krieg. Da sind nicht nur traurige, verletzte, enttäuschte Menschen, da sind auch viele, die mit ihrem Mut dem Schmerz trotzen. Die mit ihrer Musik der Not entgegentreten. Die mit ihrer Kraft andere aufrichten. Die mit ihren Worten, andere bezaubern. Die mit ihren Taten, anderen ein Lächeln schenken.

Wir sind viele, die das Wohl und die Zufriedenheit und das Miteinander fördern. Wir sind vermutlich sogar viele mehr als wir denken.

Ich gehe einen Schritt nach dem andern und ich weiß, dass ihr alle da seid.

Danke.

(Das war mein Happy 2014, liebe Sarah!)

[Heute oben ohne (Titel)]

Ach, so viel könnte ich erzählen, so viele Bilder posten. Zum Beispiel vom Bärlauch-Paradies, das wir vorgestern entdeckt haben … Oder vom Grand Little Canon, das wir heute zufällig gefunden haben …  Oder ein Lied singen von der App-Lust, die mich wieder gepackt hat.

Doch das größte Wort der letzten vier Tage mit dem Liebsten (neben Hatschi und Gesundheit meine ich) ist DANKE. Ja, ich bin dankbar.

Für die Liebe. Für das Leben. Für die Kreativität. Für den Frühling.

Und ich wünsche mir, dieses Grundhaltung in den Alltag zu retten. Und dir und dir wünsche ich das auch.

Nur dies noch: … heute habe ich, nachdem Irgendlink wieder nordwärts gefahren ist, mein App-Blog „Sofasophia appt die Welt“ aus dem Winterschlaf geküsst. Die kleine Bildergalerie dort soll den Auftakt zu einer neuen Bilderschau machen. Und meine Freude am Kreieren ausdrücken …

Foto 2

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Appspressionismus: Bilder mit dem iPhone fotografiert (mit Gimp nachbearbeitet und montiert, mit den Apps befunky und PicGrunger auf dem iPhone nachbearbeitet).

Für dich.

Vor einem Jahr war es, Liebster, als ich zu deinem Geburtstag den Blogartikel unten geschrieben habe. Obwohl wir ein ziemlich verrücktes Jahr hinter uns haben, freue ich mich, dass ich noch immer, oder von Neuem, jedes einzelne Wort davon so meine, wie es hier steht … Danke!

Wenn ich die Augen öffne, dich zu sehen. Meistens erwachen wir praktisch gleichzeitig und liegen ruhig und mit geschlossenen Augen nebeneinander. So heißen wir den neuen Tag willkommen. Dann die Augen öffnen, dich neben mir zu sehen, ein feines Lächeln auf deinem ganzen Gesicht. Ein Tag, der so beginnt, ist einfach schon von vornherein ein besserer Tag als einer ohne dich.

Die ersten Sätze, das erste Lachen, die ersten Wortgespinste des Tages mit dir zu tauschen. Und einen ersten Kuss. Staunen, dass du da bist. Staunen über das Geschenk des Lebens. Du und ich. Ich und du.

you and me

Ich mag es, wie du dich bewegst – wie sich deine Gedanken bewegen, wie sich deine Worte, deine Hände, deine Haare, deine Lippen bewegen. Ich mag es, wie du inne hältst. Ich mag das Stillsein mit dir. Ich mag es, wie wir miteinander reden, schweigen, spinnen und lachen, wenn wir zusammen wandern, Rad fahren, Auto fahren. Ich mag den Moment, wenn wir nahe davor sind, einen Geocache zu finden. Diese Spannung! Meine Bereitschaft, dich den Cache finden zu lassen, diese Freude, wenn du mich das Teil finden lässt. Diese Übermut, wenn wir beide im gleichen Moment den richtigen Einfall haben, wo das Versteck liegt.

Ich mag es, wie du selbst tragischen Momenten einen Glanz von Liebe und Hoffnung verleihen kannst – weniger mit Worten als mit deiner Präsenz. Wie du mit deiner Gegenwärtigkeit den Sorgen um die Zukunft, die uns zuweilen zentnerschwer auf den Schultern hocken, ein Schnippchen schlagen kannst und aus Stroh Gold spinnen. Wie du den Wert hinter den Dingen erkennst und ihn in dein Leben holst. Wie du mit einfachsten Mitteln und unter einfachsten Umständen ein zufriedener Mensch sein kannst.

Ich mag es, wie wir zusammen am gleichen Strick ziehen und verrückte Projekte ausdenken – auch wenn die meisten davon mangels Zeit und Geld nie in die Wirklichkeit geholt werden. (Oder doch?)

Deine Verlässlichkeit und Verbindlichkeit mag ich, die neben deiner Abenteuerlust und deiner eremitischen Affinität möglicherweise wie ein großer Gegensatz aussehen. Allerdings nur im ersten Moment.

Ich mag deine immer tiefer werdenden Lachfältchen um die Augen und um den Mund. Und dein Grinsen, das dem eines Schuljungen gleicht, wenn du einen witzigen Text gefunden oder einen schrägen Blogkommentar ausgetüftelt hast – ach, es ist/du bist so lebendig.

Ja, ich mag deine Lebenslust, deine Liebeslust, deine Weisheit und deine Arglosigkeit. Frei von Raffinesse bist du dennoch klug und durchschaust den Lauf der Dinge – und trotzdem gibst du dich dem Leben und deinen Lieben hin.

Nein, ein Engel bist du nicht, weder fehlerlos noch ohne Schwächen – zum Glück! Auch bist du viel mehr als all das. Und all das ist eh nur eine subjektive Momentaufnahme.

Ich danke dir für jede Sekunde, die wir zusammen erlebt haben, ob im Alltag oder auf Reisen. Mit dir ist das Leben farbiger, lebendiger, tiefer, heiterer und jederzeit voller Liebe.

Und den Rest, mein Liebster, den Rest werden wir sehen und erleben. Den ganzen Rest. Doch jetzt gratuliere ich dir einfach dankbar und aus tiefsten Herzen zum neuen Lebensjahr.

Carpe diem.

(Originaltext, 19. 1. 2013))

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Dir und dem Leben dankbar, dies auch heute, am 19. Januar 2014 erneut sagen zu können …