Eine neue Rubrik ist geboren. Unter Neue Fallmaschen mixe ich (un)regelmäßig Entdecktes, Aufgefallenes, Wahrgenommenes, Gedachtes, Gefühltes, Ärgernisse, Freuden, Bestrickendes, Heruntergefallenes, Aus- und Aufgelesenes.
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gedacht | In einer idealen Welt hätten wir Menschen kollektiv und solidarisch beschlossen, uns alle für fünf Wochen zu isolieren und so das Virus auszuhungern. Den Menschen, die kein Zuhause haben, hätten wir unkompliziert Räume in Hotels zur Verfügung gestellt.
In einer alles andere als idealen Welt brauchen wir Bestimmungen und finden es je länger je schlimmer, wegen ebendieser Bestimmungen ein langfristig eingeschränktes Leben führen zu müssen, um jenen kleinen, besonders anfälligen, gefährdeten, verletzlichen Teil der Menschheit zu schützen.
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aufgeschnappt | Bei HEKS Schweiz fällt mir das Wort Herdensolidarität sehr positiv auf und regt zum Träumen an.
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gefühlt und erinnert | Ich fühle mich zuweilen wie ein einst feingeschliffener Stein, der sich zurückverwandelt in seine kantige, ungeschliffene Urform. Obwohl ich zugleich und dennoch das Gefühl habe, nebenbei ein bisschen weiser und ein wenig reifer geworden zu sein und es noch zu werden.
(Selbstzitat. Quelle: sofasophia.blogda.ch)
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ausgelesen | Tove Ditlevsens ersten Teil der Trilogie Kindheit, Jugend und Abhängigkeit. Eine Kindheit, die in vielem – trotz einem halben Jahrhundert Abstand – meiner ähnelt im Gefühl des Sich-selbst-Fremdseins.
(Durchnummeriert wird mit der Zahl der gelebten Tage des jeweiligen Jahres.)