Meine Nerven! Siebzehn nach Mitternacht hab ich endlich das Postfach ausgefegt und alle überflüssigen Altlasten entfernt. Alle Mails sind feinsäuberlich in Ordner abgelegt. Ich habe Übersicht geschaffen. Puh. Das Kissen ruft. Doch noch lauter schreit mein Blog: Schreibe! Natürlich gehorche ich ihm. Mein Blog weiß schließlich, was sich gehört.
Gestern hat mein drei Jahre alter Laptop, der mich bis jetzt noch nie im Stich gelassen hat, genau dies getan: mich im Stich gelassen nämlich. Auf einmal, es war kurz vor Mittag, fraß das Teil keinen Strom mehr übers Kabel. Es ignorierte, dass es mit dem Stromnetz verbunden ist. Warum mir das irgendwie bekannt vorkommt, kann ich mir nicht wirklich erklären. Was ich auch versuchte – Aus- und Einstöpseln aller Kabel sowie Neustart –, nix half: Mein Laptop verweigerte die Nahrung. Zum Glück war sein Akku randvoll. Vollgefressen streckte mir also mein Zweitliebster die Zunge raus und auch mein Allerliebster wusste sich keinen Rat. Er meinte, dass es wohl eher nicht am Ladedingsbums liege, sondern im Teil drin etwas nicht mehr richtig ticke.
Okay, doch was tun? Logisch: Daten sichern, solange es noch vollgefressen ist, das Tierchen, und sich Infos rauskitzeln lässt. Backups wollte und sollte ich eh längst machen. All die Texte, Artikel, Bilder und Tagebucheinträge! Gerade als ich die letzten Bilder auf die extraterrestrische Platte geschoben, geschubst und gezerrt hatte, stirbt das Teil. Auf dass es bald wieder belebt werde …Ein Winterschlaf, wer weiß das schon?
Nun mühe ich mich auf meinem alten Teil ab, das diesen Frühling – dank D. – seine Wiedergeburt feiern durfte. Abmühen tu ich mich primär mit Aktualisierungen aller Art, allen voran mit meinen beiden Mailprogrammen, die meine drei Mailkonten verwalten und die in der Zwischenzeit neue Zugangswege bekommen haben. Siehe da: Viertel nach Mitternacht kommt die letzte Testmail rein. Sie sagt: Alles geht, alles fließt.
Sage nun bloß keiner und keine, dass die virtuelle Welt nicht ihrer ganz eigenen Magie gehorcht!
Schlimmer als Erkältungen, die ja auch in einem gewissen Rhythmus die Leute ärgern sind diese unberechenbaren Launen der Komputer. Ich habe auch eine halbe Stunde vergeblich versucht, einen alten wiederzubeleben. Obwohl mir kaum jemand schreibt, wollte ich nicht gern „ohne“ sein.
schlimmer als oben ohne ist tisch ohne 🙂
du kannst wenigstens wiederbeleben… ich kann nur immer wieder meine wichtigsten daten sichern, wenn tag x kommt, dann bin ich ziemlich verratzt… da müsste mir jemand helfen – möge dieser tag noch lange auf sich warten lassen!
irgendwann wird auch mein teilchen den weg aller dinge und aller wesen gehen. und diesen tag hoffe ich auch weit in der ferne. insch’allah!
herzlich, d.
Schade finde ich, wie lange und manchmal mehr oder weniger verzweifelt man auf diese Scheibchen schaut und stöpselt und probiert….wie viele Briefe könnte man in dieser Zeit schreiben….jaja, bin altmodisch, ich weiß!
Gruß von Sonja
briefe schon, liebe wildgans, aber bücher? und wo tust du all die bildchen hin? jaja, es gibt gute alte fotoalben, ich weiss 🙂 aber …
liebe grüsse, d.