Nadelöhr

Ich halte diese Enge, die immer entsteht, bevor etwas voran geht – aktuell bevor wir morgen losfahren – grad nur schwer aus. Listen liegen herum, für C. dies und für M. jenes einpacken. Klar freue ich mich riesig auf unserer Reise in die Schweiz. Wir werden schließlich ein paar meiner Lieblingsmenschen treffen. Die meisten habe ich seit dem Frühling nicht mehr gesehen. Und am Donnerstagabend werde ich an einer Veranstaltung teilnehmen, über die ich schreiben werde. Für meine Zeitschrift. Ein Auftrag. Futur I.
So weit so gut, Grund zur Freude. Futur I? Präsens?
Fakt ist, dass meine Erschöpfung heute die Talsohle erreicht hat. Präsens. Will heißen, ich hoffe, dass es nicht mehr tiefer geht. Ich fühle mich einfach nur erschöpft und müde. Menschenmüde vor allem, diedeckeüberdenkopfziehenwollend sozusagen. Darum schwingt neben der großen Vorfreude auf meine Freundinnen und Freunde in der alten Heimat auch ein wenig Angst mit. Präsens. Dass es zu viel sein wird. Dass wir zu viele Termine abgemacht haben. Dass es stressig wird. Dass … Futur I.
Nein, Sorge auf Vorrat bringt nichts. Die Abwechslung wird gut tun. Wenn wir endlich losfahren, wird die Schwere von mir abfallen. Futur I.
Der Augenblick allein zählt – oder wie war das gestern gleich noch? Geht es vielleicht schlicht darum, nichts mehr zu hoffen und zu erwarten und deshalb, und genau jetzt, glücklich zu sein? (Zitat J.) Präsens.
Ob ich die nächsten sechs Tage von unterwegs bloggen werde? Keine Ahnung. Ich werde dem Lustprinzip frönen. Präsens und Futur I.
Winkewinke schon mal 🙂