Immer wieder staune ich über die vielen Texte, die sich im Laufe der Zeit in meiner Vorratsdose eingefunden haben und einfinden. Meine Blogvorratsdose! In der Dose finden sich Texte, die einfach so vorbeikommen. Texte, die ich, zwischen Tür und Angel irgendwo, in die Tasten haue und in einer Datei abspeichere. Nach Bedarf kann ich so einfach einen passenden hervorzaubern. Meine Nüsse für Dürrezeiten.
Doch zuweilen, wie heute, passt einfach keiner. Dazu fällt mir heute auch nix Kluges ein, um auf diesen Tag eine Art Decke zu legen. Um dem Tag – in J.s Tackerjargon gesprochen – den Deckel des Vergessens aufzulegen. Ist nämlich so ein Tag heute, der einen solchen Deckel schwer verdient hat. Am besten wohl, einfach nix zu schreiben … Oder dann so was hier:
Scheff zurück aus den Ferien. Ich schon am Morgen schlecht drauf. Hatte schlecht geschlafen, mich fiebrig gefühlt, am Morgen schon. Pflichtbewusst dennoch das Büro aufgesucht, weil viel zu tun war. Dazu Sitzung über Mittag. Und am Abend hatte ich mit B., abgemacht, die mir aber im Laufe des Vormittags absagte. Sie sei krank geworden. Passt irgendwie. Ich rackere wie blöd weiter und weiter, werde aber dauernd unterbrochen, denn alle wollen was von mir. Dazu tausend Anrufe. Dazu muss ich selbst viele Anrufe erledigen. Feierabend, komm, bitte!
Endlich radle ich todmüde nach Hause, kaufe noch schnell ein, packe die Sachen in den Frigo und lasse mich erschöpft ins Bett fallen. Dort messe ich Fieber und bin nicht wirklich überrascht, als das Teil in meinem Mund Fieber anzeigt.
Dass ich morgen so nicht ins Büro kann, ist voll in Ordnung. Nur, dass meine Arbeit liegen bleibt, ist doof. Denn Arbeit, Dreck und ähnliches Zöix wachsen von allein. Und wachsen von allein nach, kaum dass wir mal nicht hinschauen.
Toll dagegen ist, dass J. morgen kommt. Nur wird mir die Zeit lang und länger. Viel zu lang. Längizyti nennen wir BernerInnen sowas. Ich kenne dafür kein besseres Wort. (Wie das wohl erst wird, wenn er fünf Wochen auf Reise geht? Bloß noch nicht dran denken!)
Na ja. Zum Glück habe ich Altmann zu Besuch. Eckig und kantig wie er ist, stellt er zwar keine ernsthafte Konkurrenz für J. dar. Das nicht, aber er ist immerhin besser als nix. In der Tat: das Gute am Kranksein ist, dass ich meine vielen angefangenen Bücher endlich fertig lesen kann.
Tja, sorry, dieser Text ist literarisch ziemlich anspruchslos. Und – zugegeben – bestimmt auch nicht sonderlich unterhaltsam. Mein Alibi heißt Fieber … selbst schuld, wenn du ihn gelesen hast. Immerhin ist er nicht ansteckend …
Vielleicht doch ansteckend, ich fiebere nämlich auch vor mich hin..
Gute Besserung!!
.. wünscht dir Monika
oooooh, gute besserung!
liebgrüß, d.