Rückblick

Entschleunigung ist angesagt … Darum habe ich die letzten zwei Tage mit Sein und Sichten verbracht. Und ab und zu ein wenig geappt.
Die Bilder stammen vom Kunstzwerg-Spaziergang vom letzten Sonntag und zeigen LandArt-Kunstwerke von Karl Rudi Domidian aka Hundefänger. Ich habe im letzten Artikel davon erzählt.
Die beiden sehr unterschiedlichen Werke haben doch eines gemeinsam (außer dem Material natürlich): Sie sind Hohl- und Schutzräume. Während das eine kuppelförmig nach außen hin abgeschlossen ist, mutet das andere wie ein Boot an, das kieloben gestrandet ist und sich als Höhle eignet (in die Irgendlink geschlüpft ist).

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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

undurchdringlich # 2

Verrückt, wie das Leben grad so wirbelt. Verrückt, den Gedanken zu denken, dass Irgendlinks Reise heute Abend (oder morgen Vormittag) zu Ende ist. Diese Reise, die ihn und mich, unsere Leben und auch die Leben anderer, über vier Monate (mit)bestimmt hat. Fertig. Schluss. Aus. Und wir ab morgen wieder zusammen. Zumindest für ein paar Tage.
Wenn wir das Leben als Kreis begreifen, ist ein Ende kein Ende. Und noch nicht mal ein neuer Anfang. Es sei denn, ich stelle mir den Kreis als Ding mit Schwellen und Absätzen vor. Ende und Anfang? Kontinuum wohl eher. Raum im Raum auch. Oder kein Raum.
Ähnlich verstehe ich die Bilderserie, die ich seit vorgestern am appen bin. Angefangen hat alles mit dem Schnappschuss meiner ersten beiden reifen Tomaten. Die Lust darauf, Bilder mit verschiedenen Apps – Programme für ein Smartphone – zu bearbeiten, zu äppen auf neudeutsch, was ich letztes Jahr geradezu süchtig betrieben habe, scheint also doch nicht verschwunden zu sein. Doch unter den Schmerzen der vermeintlichen Sehnenscheidenentzündung (vom Umzug und Putzen), die sich über viele Wochen nicht heilen ließ (bis ich entdeckte, dass es ein Tennisarm ist, den ich mit gezielten Dehnungsübungen innert weniger Wochen selbst heilen konnte) – unter besagten Schmerzen jedenfalls war jede nicht zwingend notwendige Arbeit am iPhone und am Laptop schon zu viel. Was sich auf meine Schreiblust und auf meine Applust sehr unmittelbar ausgewirkt hat. Und nicht eben toll war. Es wuchs die Erkenntnis, dass ich das Schreiben brauche (ja, und auch das Bloggen, wie es aussieht).
Bevor ich mich nun auf den Weg Richtung Emmental und Bern aufmache, um meine wieder genesene Freundin B. zu besuchen und am Abend meine SchreibfreundInnen zu treffen, will ich hier mal wieder ein bisschen Farbe reinbringen.
Das Ursprungsbild und ein paar Zwischenschritte … (groß werden die Pix durch draufklicken …)
             

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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt). Zum Teil mehrmals verwendete Apps: Hipstamatic, Photowizard, Blender, Decim8, ToonCamera, TurboCollage.

Hartlich Willkomm in Brunsbüttel

Brunsbüttel – kleines Städtchen an Elbe und Nordostseekanal. Vermeintlicher Ausgangspunkt für unsern für Freitag angedachten Ausflug nach Helgoland. In der Touristeninfo bei der Schleuse am Ende der Einkaufsmeile erfahren wir jedoch, dass ab Brunsbüttel keine Schiffe nach Helgoland fahren. Nett ist sie nicht wirklich, die Dame. Auf uns hat hier niemand gewartet. Als ich mich erkundige, ob man auf der Fähre ab Büsum Plätze reservieren müsse, schnauzte sie ja, es sei schließlich Hochsaison. Ein kalter Wind, der uns da um die Ohren schlägt. Auch draußen rangeln Sonne und Regen um Vorherrschaft. Der Hafen ist schnell besichtigt, das Städtchen auch, sodass wir froh sind über die Einladung von K. und C., die in einem Ort in der Nähe wohnen. Irgendlink hatte ihre Adresse schon auf seiner Ums Meer-Reise als Übernachtungsmöglichkeit gesteckt bekommen, aber nicht in Anspruch genommen.
Bei Kaffee, Tee und Kuchen tauschten wir uns über Länder, kulturelle Verschiedenheiten, Fernbeziehungen, das deutsche Schulsystem, Meinungsumfragen und vieles mehr aus. Wir haben viel gelacht und im Schnelldurchgang zwei liebenswürdige Menschen kennengelernt. Im Nu war es drei Stunden später.
Eben fahren wir nach Hamburg und gucken uns dort die alte Speicherstadt an. Und was immer sich uns in den Weg stellt.
Umsteigebahnhof Elmshorn, kurz nach eins. Wir zwei Spinner hacken wie behämmert auf die iPhonetastatur.
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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

außerirdisch

Während seiner Ums Meer-Reise war Irgendlink vor zwei Wochen schon hier in Itzehoe. Bei dieser Gelgenheit lernte er seinen bis dahin unbekannten Blogleser S. kennen. Die Männer fuhren auch damals gemeinsam zum Kulturzentrum Planet Alsen. Damals war es offen, gestern leider urlaubshalber geschlossen. Dennoch spazierten wir zu dritt übers Außengelände und ließen uns von S. die Hintergründe des Projekts erzählen.
Später ein unerwartet sonniger Spaziergang an der Stör. Wir suchen und finden einen Geocache. S. ist verblüfft, dass unter einer Brücke, über die er täglich geht, so was unerwartetes wie ein Geocache (mehr: hier klicken) versteckt liegt. Uns freut’s. Die Dinger sind hier am Ort recht dicht versteckt. Hoffentlich können wir noch den einen oder andern heben … Wie im richtigen Leben sind die Schätze oft unscheinbar, klein und an unerwarteten Orten zu finden.
Bei einer köstlichen Vegi-Lasagne, die wir uns und unserm Gast kredenzen, lassen wir den Tag ausklingen.
Auf dem ersten Bild ein ehemaliges Schlämmbecken neben dem besagten Kulturzentrum – mit einem wunderbaren Echo-echo-echo.
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Hier ein Detail der rostigen Raumkapsel gleich nebenan. Eine Collage der Kapsel findet sich auf pixartix_dAS bilderblog.
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Bilder: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

Spielend

Wir Glückspilze! Ausgerechnet in den einzigen beiden regenfreien Stunden waren wir gestern einkaufen und durch die Stadt Itzehoe flanieren.
Ein Haus mit wunderbarem Backsteingemäuer hat es mir ganz besonders angetan. Auf pixartix_dAS bilderblog zeige ich eine stark verfremdete Variante.
Dieses Bild hier ist mit Autostich aus zwei (Pro HDR-)Bildern zusammengesetzt und mit PhotoWizard leicht verfremdet.
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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

Teetassenorakel

Dass ich mich in meinem hohen Alter nochmals so heftig verlieben könnte, seufze ich. Diese Tasse ist aber auch zu schön. Ihre Farbe, ihre Form – eine Mischung aus robust, standfest und zierlich, die mich begeistert. Die Farbe changierend, zwischen grün, blau und türkis-grünblau. Zum Verlieben!
In Dänemark habe er sie gekauft, erzählt mein Liebster, in einer Töpferei. Seither ist sie in einer seiner Packtaschen, gut gepolstert, mitgefahren.
Daraus schmecken meine Yogitees sogar noch besser. 🙂
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Bilder von unserm Artwalk nach und in Itzehoe auf pixartix_dAS bilderblog.
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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

Von A nach B …

Von Rendsburg fuhren wir gestern südwestlich weiter aufs Land. Urlaub auf dem Bauernhof ist angesagt – in der Nähe von Itzehoe.
Unterwegs beschließen wir, einen Geocache zu suchen. Leider erfolglos, was das Finden des Geocaches betrifft, erfolgreich jedoch in Hinblick auf Bilderausbeute und Wohlgefühl.
Hier eine Rostcollage von der Brücke bei Ridders.
Mehr auf pixartix_dAS bilderblog.
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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

In Rendsburg

Wer hätte das gedacht? Endlich hat mich mal wieder die Lust und Freude zu fotografieren gepackt.
Inspiriert dazu hat mich erstens Irgendlink, mit dem ich in Schleswig-Holstein zehn freie Tage verbringe, und zweistens die Stadt Rendsburg, die sich mit ihren vielen Gesichtern und bunten Farben geradezu darbietet, vor die Linse wirft und ihre Oppulenz offenbart.
Hier und auf pixartix_dAS bilderblog werde ich Bilder unserer Urlaubstage zeigen.
Hier eine Collage aus spannenden (Trash-)Objekten vom
gestrige Artwalk mit Irgendlink durch Rendsburg …
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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

Über den Wolken …

… muss die Freiheit wohl grenzenlos …? Dummdidum. Schubidu.
Nein, die muss überhaupt nicht. Nicht und nichts. Und die Liebe erst recht nicht. Aber beide dürfen. Alles.

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Doch inzwischen bin ich längst wieder gelandet. In den Lieblingsarmen.
„Die Pension“, die genau so heißt, ist so herzig wie vor einem Jahr. Wir schlafen in einem Dachzimmer im neu gebauten zweiten Stock.
Hach, Tee im Bett ist sogar unter den Wolken und unter einer Dachschräge schön. 🙂
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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

Johnny und ich

Wie oft ich die neue CD nun schon gehört haben mag? Zehnmal? Könnte hinkommen. Ein paar Lieder bestimmt öfter. Obwohl ich bei der neuen Patent Ochsner-Platte „Johnny“ kein einziges Stück nicht mag – bei früheren Platten gab es immer mal wieder solche, die ich hin und wieder übersprang –, gibt es doch Stücke, die mich noch mehr berühren als andere.

„Sunnedeck“, das so tut als sei es ein Gute-Laune-Lied, was es ohne Zweifel auch ist, hat – wie die meisten Ochnser-Songs – einen doppelten Boden. Ursprünglich sei das Lied als Intermezzo gedacht gewesen, sagt Büne in seinem Interview mit Hitparade.ch. Er nennt es das Gebet eines Menschen, der nicht religiös ist, an einen Menschen, den er sehr lieb hat, nämlich an seine Tochter. Im Lied geht es darum, dass er zu ihr steht, sie festhält, wenn sie fällt, aber auch loslässt, wenn sie Boden unter den Füssen hat. Trivial? Nur auf den ersten Blick. Das Fazit dieses Songs wird sowohl musikalisch als auch in Worten vermittelt: Das andere und das eine, sind oft gar nicht so anders als man meint. Zwischen den beiden Liedstrophen verlassen wir den ursprünglichen Sound und tanzen um die Welt, nach Afrika, durch den Bosporus und via Balkan in die Schweiz zurück. Ein Lied über die Unterschiede, die – wenn wir genau hinschauen – gar nicht mal soo groß sind. Eben: viel, viel kleiner als man meint.

„Wir haben alle unser eigenes Leben und sind unterschiedlich beeinflusst, aber wir haben miteinander zu tun. (…) Wir sollten versuchen, im gemeinsamen Umgang wieder etwas sorgfältiger zu werden“, sagt Büne im bereits erwähnten Interview.

Quelle: Hitparade.ch.

……

Jedes der Lieder entfaltet seine einzigartige Aussage erst beim wiederholten Hören. Voller Staunen denke ich, dass es alle diese Lieder vor zwei oder drei Jahren noch nicht gab, nicht mal im Kopf von Büne. Und jetzt sind sie da. Melodien und Texte, die sich verbunden haben und nun eine große Fangemeinde begeistern.
Natürlich klicke ich mich durch Zeitungsinterviews, denn – ich bekenne – ich bin Ochsner-Fan der mindestens zweiten oder anderthalbten Stunde. (Ich fane sonst nicht so schnell und vor allem nicht so ausdauernd für etwas oder für jemanden. Da muss mehr dahinter sein als nur netter Sound.)
Und genau das ist es eben bei den Ochsen, wie die Band liebevoll von ihren Fans genannt wird, das mich begeistert. Das sind Menschen, Profis, Musiker und Musikerinnen, die ihre Musik mit Leidenschaft, Emotion, Herzblut spielen. Patent Ochsner sind einfach authentisch. Sie sind begeistert, sie sind emotional und sie sind uncool. Am alleruncoolsten ist Büne.
Wie ich mich so durch Plattenkritiken klicke, treffe ich immer wieder so Statements wie: Früher waren die Ochsen besser. Früher war es so und so und so. Heute – das ist ja nur …
Natürlich sehe ich daneben schon auch, dass die meisten Stimmen, die sich äussern, die neue Platte toll finden, doch ich gewichte in solchen Momenten die kritischen Stimmen schwerer.
Was für Banausen!, murmle ich, die sehen gar nicht, worum es wirklich geht. Die sehen die Tiefe nicht, nur das oberflächlich Sichtbare. Und sie haben nicht begriffen, dass sich die Band weiterentwickelt hat. Die verstehen nicht, dass – bei ähnlich gebliebener Bild-, Sound- und Songsprache – die Essenz tiefer geworden ist.
Zuweilen wird Büne seine Uncoolness unter die Nase gerieben. Seine Songs seien banale Herzschmerz-Lieder und er strippe seine Seele. Er sei sentimental, altmodisch, kitschig.
Sentiment? – ja, das stimmt. Mann zeigt Gefühl. Mutig, mutig.
Zum Cool-Sein braucht es keinen Mut und für Zynismus erst recht nicht. Auf den Werken anderer herum trampeln kan jeder. Es braucht Mut, zu seinen Gefühlen zu stehen. Zu seinen Prozessen. Zu seinen Schaffenskrisen. Die Arbeit am Lied, von der rohen Idee bis zur fertigen Platte, ist ein Weg. Und der hat sich tausendfach gelohnt.
Darum wohl tut es mir weh, wenn jemand schreibt, dass die Platte Schrott sei – oder verstaubtes Neuaufwärmen. Wer das schreibt, hört nicht richtig hin. Es tut mir deshalb weh, weil ich der Band beim Entstehen der Songs über die Schulter geguckt habe, da Büne vieles mit der Öffentlichkeit in seinem Logbuch geteilt hat. Die Leiden und Freuden. Die intensive Arbeit. Den Krampf. Die Mühe. Viele kritische Einwände finde ich primär respektlos und zweitens undifferenziert. Auch meine Begeisterung ist subjektiv.
Und letztlich ist auch Qualität subjektiv und nicht messbar. Jedenfalls nicht hier, nicht im künstlerischen Raum, wo es keine empirischen Vergleichsmöglichkeiten wie in der Wissenschaft gibt, sondern nur relative, subjektive. Was willst du wirklich als Vergleichsmaßstab heranziehen? Zumal eine der Variablen immer auch der Spiegel der Zeit ist (und komm mir jetzt nicht damit, dass der Zeitgeist bei der Wahrnehmung von Kunst und ihrer Definition unerheblich sei.).
Mir fallen diese blöden Sprüche, wie sie zuweilen an Ausstellungen fallen, wieder ein. Ein paar Menschen stehen vor einem Bild und sagen: Das hätte ich auch gekonnt.
Mag sein, doch sag: warum hast du es denn nicht gemacht? Geh hin und mach dein Ding. Finde deine Sprache.
Kunst ist subjektiv. Kunst ist kontrovers. Kunst scheidet die Geister. Kunst ist alles. Nichts vermutlich auch.
Und Kunst lässt sich nicht abschließend definieren.