Goldene Herbsttage

Ich stelle fest, wie gut es mir aktuell tut, auf alle einst gemachten Ausflüge, Wanderungen, Reisen und Radtouren zurückblicken zu können. So ein Blog konserviert meine Erinnerungen ganz wunderbar. Außerdem zeigt mir WordPress schon seit einer Weile täglich, was ich vor einem, zwei oder egal wie vielen Jahren am jeweiligen Tag an Texten verfasst habe – und erinnert mich so an längst Vergangenes und teils Vergessenes.

Darum will ich auch liebend gern über unser letztes Wochenende berichten, von unseren beiden tollen Radtouren – einmal auf die Baldegg, einmal via Aaretal auf den Bözberg – und dem anregenden Kunstspaziergang am Sonntag. Wohltuend war das alles sehr.

Am Freitagnachmittag radelten wir auf die Baldegg, da ich mich nach Weitsicht und Ausblick sehnte, nach Tapetenwechsel und Natur, nach Wald und Hügel … Vom Wasserturm aus konnten wir sogar – trotz Dunst – fast das Jungfraujoch betrachten.

Am Samstag modellierte der Liebste auf bikerouter.de eine schöne Tour für uns beide. An bekannte Orte auf noch nicht auf diese Weise befahrenen Wegen kurbelten wir der Aare entlang nach Schinznach, durch Rebberge und um den Linnerberg herum nach Linn und wieder zurück ins Tal. Wow, wie gut das tut! Und was für ein Privileg, in so einer schönen Ecke zu leben.

Am Sonntag trafen wir uns mit Freundin M. zum ArtWalk in Bremgarten und bestaunten die vielen Kunstwerke, von denen ich hier nur einen Bruchteil zeigen kann …

Kurzum: Ein wohltuendes, inspirierendes und erholsames Wochenende, das ich gern in meinem Erinnerungsschatz aufnehme.

Tagebuch der Klimakrise 07

5. September
Die letzte Nacht war mit 17 °C nochmals beinahe tropisch. Und gerade fühlt sich alles schwül und feucht an, obwohl es heute ‚nur‘ 26 °C wird (nach den gestrigen 30 °C und den folgenden zwei heißen Tagen).

Ich hoffe, das wird jetzt das letzte Aufbäumen dieses Hitzesommers sein (was kommt, weiß niemand und die, die Ahnung haben, ahnen nichts Gutes).

Ich bin sowas von fertig mit Sommer. 🫣

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7. September
Morgendliche Gewitter am zweitletzten sehr heißen Tag nach einer nicht sehr erfrischenden Nacht. Es regnet ein wenig, die Luft ist schwül, feucht und schwer.

Durchzug, es windet allerdings kaum. Die Innentemperatur liegt bei 22 °C. Puh. 😮‍💨

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8. September
Hoffentlich der letzte ü30 °C-Tag dieses Jahres. 32 °C für Anfang/Mitte September ist so ähnlich wie diese Hitzewelle Ende Mai.

Mir persönlich tun ja am allermeisten die Kinder leid, die in dieser Hitze heranwachsen müssen. Und die, die noch kommen werden. Und alle anderen natürlich auch. Insbesondere in jenen Ländern, in denen es noch heißer ist als bei uns und ach, manchmal platze ich fast vor Mitgefühl. Aber da ist auch Wut auf jene, die im großen Stil etwas ändern könnten.

Heute ist der letzte ‚glühende Füße‘-Tag, hoffe ich.

Nochmals 32 °C, drin um die 25 °C, morgen dann endlich Herbstwetter. Ich habe mich echt noch nie soo nach Herbst gesehnt.

Gestern konnte ich aber immerhin meine Kühlsocken von ICEHOF das erste Mal ausprobieren. Funktionierte super. Sehr gutes Gefühl mit eisgekühlten Füßen auf dem Sofa zu chillen und ins Bett zu gehen.

Vielleicht für dieses Jahr mein letzter Eintrag im Hitzetagebuch.

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9. September
Ich habe diesen heutigen Tag seit einer Woche herbeigesehnt. Endlich ein 20 °C-kühler Tag, endlich die Wohnung wieder runterkühlen können, auf 22 °C oder weniger, endlich, endlich, endlich.

Gestern und vorgestern war es hier nämlich nochmals richtig heiß, schwül. Gestern Abend dann endlich das erlösende Gewitter. Noch war es im Schlafzimmer warm, zu warm, doch heute Nacht und schon jetzt, tagsüber, wird es darin hoffentlich endlich wieder kühler.

Zum Glück hatte ich mir vor einigen Wochen Kühlsocken mit einlegbaren Kühlpads gekauft (ICEHOF). Die letzten beiden Tage habe ich sie ausgiebig genutzt, denn ich habe das Problem, dass ich nicht nass werde beim Schwitzen, da meine Haut, warum auch immer, die Hitze nicht ausleiten kann.

Darum fühlt sich Hitze bei mir an, als würde die Haut von innen und außen mit einem Föhn angestrahlt und die Hitze kann nirgends hin. Am schlimmsten ist es in den Füßen. Das Problem ist von Jahr zu Jahr schlimmer geworden. Einzig Abkühlung der Haut von außen hilft. (Vielleicht muss ich das Thema mit meiner Hausärztin anschauen?)

Nun hoffe ich auf kühlere Tage, auf einen moderaten Herbst und auf genug Regen. (Träumen wird ja noch erlaubt sein, und Hoffen auch.)

Das aktualisierte Säulendiagramm bis und mit heute sieht so aus:

Säulendiagramm der Temperaturentwicklung vom 22. Juni – 9. September. Es sind sehr viele Tage mit Temperaturen über 30 °C zu sehen und viele Nächte um 20 °C. Die letzten Wochen sind nicht mehr so heftig, aber die letzten drei Tage zeigen nochmals Temperaturen um und über 30 °C.
Säulendiagramm der Temperaturentwicklung vom 22. Juni – 9. September. Es sind sehr viele Tage mit Temperaturen über 30 °C zu sehen und viele Nächte um 20 °C. Die letzten Wochen sind nicht mehr so heftig, aber die letzten drei Tage zeigen nochmals Temperaturen um und über 30 °C.

Tagebuch der Klimakrise 06

20. August
Verschlafen (immerhin mal wieder genug), dazu hat der Wind die Fenster zugebatscht, so dass die Morgenkühle es nicht reingeschafft hat und die Schwüle vom gestrigen 33 °C-Tag noch in der Wohnung klebt. Dazu wurde die Prognose für heute von okayen 26 °C auf 28 °C erhöht.
Und der Regen erneut vertagt.

Ich bin sooo angfressen, habe diese verdammte Hitze so satt, könnte heulen und Dinge werfen. Ich möchte das alles nicht, bin total überfordert.

Ja, ich bin einfach so verdammt wütend auf das alles gerade. Und weiß doch, wie wenig zielgerichtet, zielführend und letztlich hilfreich Wut in dieser Situation ist. Und doch ist Wut besser als die Hilflosigkeit, die ich sonst oft empfinde. Es ist wenigstens irgendwie ein aktives Gefühl und ich komme davon auch gerade nicht runter. Daneben ist da auch viel Enttäuschungstrauer und Zukunftsangst (wie wird es weitergehen: Winter, nächstes Jahr etc.).

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21. August
Zwar regnet die Wetterapp seit gestern Abend sehr malerisch, aber so richtig kann es in echt nicht geregnet haben, wenn ich die Balkonpflanzen frage. Das nächtliche Gewitter hat gut getan. Die Schwüle und Luftfeuchtigkeit klebt in den Zimmern. Durchzug ohne Wind ist relativ wirkungslos. Immerhin ist es heute maximal 20 °C, es besteht also Hoffnung auf langsame Abkühlung der Räume.

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23. August
Ich hörte neulich das neuste Hörbuch von Kathy Reichs (“Die Spur der Angst“, 2026), das im Sommer spielt (Juni-September). Und zwar in North Carolina, in Charlotte (auf dem 35. Breitengrad, ähnlich also wie – sagen wir – Tunesien).

Die Hauptfigur beschreibt das Sommerwetter und die Temperaturen ungefähr so, wie es diesen Sommer hier war.

Ich lebe ungefähr auf dem 47. Breitengrad.

Finde den Fehler.

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27. August
Weil es hier heute nochmals 31 °C wird, bin ich doppelt froh, nordwärts fahren zu können, zum Liebsten. Da wirds heute ja ‚nur’ 30 °C.

Die Nacht war nochmals so richtig schwül und nicht sehr erholsam. So bin ich aber immerhin früh erwacht und gepackt hab ich darum schon fast fertig.

Vielleicht komm ich hier vor 10 Uhr weg, bevor die Hitze knallt.

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28. August
Das Gewitter heute Nacht – ich bin beim Liebsten – war, in Zusammenarbeit mit dem Vollmond, der Gamechanger. Die zwei letzten Tage mit ihrer schwülen Hitze und einem 18 °C-Taupunkt sind Geschichte. Eben gewittert es erneut.

Heute Nacht hat es ständig geblitzt, oder gewetterleuchtet, nicht einfach Blitz und Sekunden später Donner, eher ein Dauergeblitze. Sowas hab ich echt noch nie bewusst erlebt. Dazu Starkregen, gefühlt 10 Minuten.

Tat und tut gut: Gerade wieder Starkregen. Hoffentlich regnet es den ganzen Tag weiter.

Vorschau:
Die Wetterapp kündigt in 8 Tagen bereits wieder 29 °C an.

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1. September
Am nächsten Wochenende sind wieder ü30 °C-Tage prognostiziert. Schwer vorstellbar. Jetzt ist es doch eigentlich genau richtig, finde ich, richtig gutes Spätsommer- oder Frühherbstwetter.

Das aktuelle Säulendiagramm mit den akuellen Prognosen sieht so aus:

Säulendiagramm der Temperaturentwicklung vom 22. Juni – 10. September. Es sind sehr viele Tage mit Temperaturen über 30 °C zu sehen und viele Nächte um 20 °C.
Säulendiagramm der Temperaturentwicklung vom 22. Juni – 10. September. Es sind sehr viele Tage mit Temperaturen über 30 °C zu sehen und viele Nächte um 20 °C.

So quasi auf Vorrat – denn der nächste Sommer kommt bestimmt! –, liste ich hier meine Hitze-erträglicher-Machen-Skills auf:

  • Fenster ohne Fensterläden von innen mit Rettungsdecken verdunkeln (silberne Seite nach außen).
  • Kühlsocken organisieren oder mit Fußbädern u/o Kühlakkus in Kissenbezügen die Füße kühlen
  • Kühlakku im Kissenbezug als Bettflasche zur Körper- und Fußkühlung
  • Schuheinlagen aus Stoff nass in die Latschen legen
  • Gesicht mit zuer Nase in kaltes Wasser tauchen so lange es geht
  • Nasse Tücher auf dem Kopf
  • Nasse Tücher auf der Schulter
  • Nasse Klamotten tragen

etc.