Neulich verstieg ich mich zur Aussage, dass Blogs Dialoge fördern. Diskutieren Menschen, die bloggen, tatsächlich mehr – virtuell und/oder im „richtigen Leben“?
Sind Bloggende dialogfähiger?
Was meinte ich wirklich?
Implizierte ich ins Wort „Dialog“ nicht vielmehr die Möglichkeit im fast grenzenlosen Raum von Blog und Internet, eigene Gedanken frei zu äussern, sich diesen Raum zu schaffen, ihn sich zu nehmen?
Wäre dies wirklich Dialog, da vielleicht niemand mitliest …
So what?
Monolog?
Dialog?
B-log?
Hauptsache Log(os), das Wort, findet Gestalt und Ausdruck!
Der Ausdruck genügt sich selber.
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Warum blogge ich? Die Frage könnte auch lauten: Warum schreibe ich? Sinnlose Zeitverschwendung, wenn ich Sinn darin messen wollte, inwieweit mein Handeln die Höhe meines Kontostandes steigert. In diesem Fall gar nicht.
Bin ich des Sinnes wegen hier (virtuell und/oder im wirklichen Leben)? Oder ist der Sinn um meinetwillen da? Weder noch? Sowohl als auch? Und was war zuerst … *gacker*
Als Mensch mit Such(t)struktur – als da wären Ex-Tabaksucht, Perfektionismus, Schoggisucht, Erdbeerensucht, Sinnsucht, Sehnsucht etc. – balancierte ich schon immer auf dem Grat zwischen subjektiver Wahrnehmung und Ratio. Stolpern tu ich oft, fallen ab und an und aufstehen jedes Mal von neuem. Sinnlos das Stolpern? Sinnlos Stürzen und Aufstehen?
Müssig mich zu rechtfertigen dafür, dass ich Sinn- und Absichtsloses tue. Wie zu bloggen zum Beispiel. Hauptsache es tut gut.
So what?