to do

Bin unzufrieden irgendwie. Lebe ich so, wie ich will? Wenn nein, was müsste ich verändern? Wäre das Problem gelöst, wenn ich ein paar Äußerlichkeiten ändern würde und wenn ja, welche? Dabei postuliere ich ständig, die Form sei unwesentlich. Auf die Einstellung komme es an. Verkehrte Welt, in der ich mich mal wieder tummle. Wie im Kinderspiel, wo das Gegenteil gilt von dem, was gesagt wird.

Paradoxien, Spiegelbilder, Gegensätze. Und immer wieder inspirieren sie mich …

Die leise Unzufriedenheit tuschelt mir die Ohren voll. Sie nervt mich.  Oder besser: ich nerve mich. Besonders darüber, dass ich meine Langsamkeit bereits wieder verloren habe. Dass ich bereits wieder am Listen abtragen bin. Notiert habe ich nicht nur, was ich tun sollte, nein, auch was ich tun will … Auf einer der Listen stehen Namen drauf. Menschen, die ich mag. Vernachlässigte Beziehungen, die ich beleben will. „Ich melde mich bald!“-Versprechen, die einzulösen sind.

Dabei will ich doch bloß meine innere Ruhe – ob alleine oder mit anderen ist da einerlei. Das Gegenteil dieses aktuellen Getrieben-Seins. Frei sein.

Da! Schon wieder ein Gegenteil. Im Gegenteil ist immer das Gegenteil mit eingepackt. Logisch.

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Während ich heute Nacht im Bett diesen Gedanken lauschte, schichtete ich sie bereits in blogtaugliche Sätze um.

Bin gefangen von diesem Ding, diesem Blog, diesem Ort der relativ anonymen Selbstdarstellung. Diesem Ort des lauten, schriftlichen Denkens. Bin gefangen von der Leichtigkeit, mir der es mir gelingt, schreibend Ordnung in meine oft genug Wirren Gedanken zu bringen. Bin – jawohl, das auch! – gefangen vom unsichtbaren Publikum. Von den Statistik-Zahlen.

Gefangen im Geltungsdrang? In der Egomanie? Gefangen in der Freiwilligkeit!

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Mal wieder ein „Voller EinSatz“ aus meiner Fadenkiste. Passt irgendwie.

ZeitGeist

Um deinen dunkelgrauen ZeitGeist bei Laune zu halten, brauchst du ihn bloss wie eine Parkuhr – mit deinem Zeitmangel – zu füttern, doch egal, ob du nun mit Zeit handelst, nie Zeit hast, Zeit abarbeitest, andern Zeit stiehlst, Zeit absitzest, Zeit vorarbeitest, um freie Zeit zu schaffen oder ob du gar Zeit vertrödelst oder totschlägst, eins darfst du auf gar keinen Fall tun, denn sonst wird er sauer: Zeit haben.

vorläufig

So was aber auch! Das gäbe glatt ne Geschichte: J. teilte sein Krankenhauszimmer die letzten Tage mit einem Totengräber. Da sei ja bereits für alles vorgesorgt, meinte er. Na ja … seiner Moral und seinem Humor scheint das jedenfalls keinen Abbruch zu tun. Galgenhumor.

Ich selber hüte auch das Bett, resp. aktuell das Sofa, und fülle den Papierkorb mit vollgeschnupften Taschentüchern. Habe mich nach einem mühsamen Morgen im Büro, bei dem alles furchtbar anstrengend war, für den Rest des Tages verabschiedet. Bisschen Fieber habe ich und die Nase voll – wörtlich. Der Hals macht auch zu. Schweinegrippe? Nö. Eine banale Erkältung. Fühle mich einfach schlapp und es ist okay. Nichts müssen. Habe Siesta gemacht. Wenn ich nachts nicht schlafen kann, tu ich halt tagsüber. Doch nun zelebriere ich meine Auszeit. Wenn schon, denn schon. Besser Kranksein genießen, als mich darüber zu nerven. Vor allem, wenn ich es dabei noch schaffe, die Tastatur zu bedienen. Und das Hirn.

Warum ich und warum jetzt? Warum nicht! Meine Lieblingsantwort übrigens. Geht für alles. Zumal sie auch Frage sein kann. Also ziemlich kompatibel ist. Wer sagt schon, dass Antworten zu haben einfacher ist, als mit ungelösten Fragen zu leben? Denn habe ich erst ein paar Antworten gebaut, fallen mir dazu eh nur tausende von neuen Fragen ein. Und Geschichten!

Zum Beispiel zu diesen hier …

  • Na, um sich selber zu schützen natürlich!
  • Keine Ahnung …
  • Zu faul, würde ich sagen.
  • War sie nicht immer schon ein bisschen so … so … eben so!
  • Weil er keine Zeit hatte!
  • Sie ist froh, ihn los zu sein.
  • Müsste ich das wissen?

Fredy, Büne, Oku und all die anderen

Was wäre ich bloß ohne meine Musik! Zum Glück kann mein mp3-Shuffler meine Gedanken und Gefühle lesen. Wir kennen uns inzwischen ja auch schon ein paar Jährchen … *lach* Er weiß, was ich brauche und hüllt mich in melancholische oder feelbetter-Melodien ein. Was immer ich brauche. Von berndeutsch über pfälzisch bis englisch … und wenn dann Fredy vom beautiful day singt, will ich es ihm einfach irgendwie glauben.

Wie war das doch gleich? Ich bin ganz bei mir … und so. Na ja. Gestern war gestern. Ich kämpfe mal wieder gegen Windmühlen. Oder bin wohl selber zur Windmühle geworden. Der Wind hier, ehrlich der macht mich fertig, saugt mir – bünedeutsch gesprochen – das Rückenmark aus (Novämber). Es ist nicht wirklich kalt, und regnen tut es trotz der Prognosen auch nicht, doch der Wind … Na ja. Morgen wird es angeblich wieder besser. Ja, ja, die phösen Umstände mal wieder … Na ja, denen mag ich nun doch nicht die Schuld in die Schuhe schieben, dass ich so schräg drauf bin. Meine gestrige Velotour musste ich zwar wegen Wind und Wetter abkürzen und war dafür später noch joggen, und die Ausstellung in Forsvik habe ich deshalb auf heute vertagt, doch es sind wohl letztlich nicht die Umstände, die mich aus meinem wunderbaren Flow geschubst haben. Ich habe ja (fast) immer die Wahl. Siehe gestern.

Letztlich hat mein mentaler Absturz wohl einfach damit zu tun, dass ich reisemüde bin. Ich will heim *snieff*. Gerne würde ich meine letzten Ferientage mit dem einen oder anderen Lieblingsmenschen verbringen. Das Alleinsein, so gerne ich es ja mag und so gut ich mit mir selber alleine klarkomme, ist eben auch anstrengend. Sogar nach Zecken muss ich mich alleine absuchen!

Ich bin ständig unterwegs, sammle Bilder, innere und digitale, nehme auf, lege ab. Sammle Erfahrungen. Sammle Erinnerungen. Sammle, sammle, sammle … Und wozu? Leben kann ich doch immer nur jetzt. Die schönsten Erinnerungen und Erfahrungen sind niemals so wirklich wie das Leben. Meist sind sie eh nachträglich schöner, geschönt. Oder dann gucken wir uns einfach bloß die Lieblingssausschnitte an. Wie beim Fotografieren. Ich wähle den Ausschnitt, der mir gefällt. Ist das eigentlich wirklich das, was ich will? Nein, ansonsten neige ich (hoffentlich) nicht zur Selbstverar…ung …

Der Flow, den ich gestern beschrieben habe, ist ja auch so was … nein, keine Selbstihrwisstschonwas, aber doch ein sehr zerbrechliches Teil, das wir – je nach Blickwinkel – erleben oder eben nicht. Ein Geschenk, wenn es da ist. Wenn es sein kann. Wenn ich es zulassen kann. Doch machen kann ich es nicht. Wenn alle meine Schichten miteinander verschmelzen, will heißen mein Innendrin – samt all meiner Gefühle, die ich selber kaum verstehen kann und die heute nur von einer hauchdünnen und zerbrechlichen Schale geschützt sind – und mein Außen eins sind, mein Denken, Funktionen, Analysieren, Entscheidungen fällen. Wenn diese beiden und ein paar andere Faktoren perfekt zusammenspielen, ist alles ganz einfach. Der perfekte Brotteig. Die perfekte Mischung. Alltagserleuchtung. Dieses Mit-mir-ganz-verbunden-sein, dieser Flow, denn ich im 6 und in der Meditation erlebe, beim Joggen, Gehen, Velo fahren oder wenn ich Musik höre, ist das, was ich für den Alltag anstrebe. Pah! Anstreben kann ich es – wie gesagt – nicht! Ich weiß, dass es sich mir entzieht, je mehr ich es will. Wie so vieles. Kennt ihr alle bestimmt auch.

Gefühle … Sie sind nicht kompatibel. Selbst innerhalb meines eigenen Gefühlsuniversums ist Traurigkeit nicht das Gleiche wie Traurigkeit. Von schön traurig bis destruktiv traurig gibt es da die ganze Palette. Mein jetziges Traurig ist selbstmitleidig, lebensmüde, süss-melancholisches und auch irgendwie trotzig-mutig-frech. Es sagt: Ich darf diese Stimmung haben. Und auch: es ist meine Wahl. Basta!

Außerdem habe ich seit dem Frühstück nix gegessen außer ein paar Knäcke, weil die Retaurangs in Forsvik bereits Sommerende demonstrieren. Und dass ich deshalb um fast fünf Uhr ein bisschen grantig bin, hat wohl auch damit zu tun. Na ja, ich bin heute wohl schon so aufgestanden, wenn ich ehrlich bin … Doch jetzt höre ich auf mit Jammern. Und, ja, alles in allem war die Ausstellung wirklich sehenswert. Nachdem ich endlich den richtigen Eingang gefunden hatte, jedenfalls. Und auch die beiden Buschauffeure waren herzig. Ich muss heute ja echt hilfsbedürftig aussehen …

Jetzt setz ich mich in ein gemütliches Restaurang oder Café und entscheide mich dafür, den Rest des Tages und und der Reise zu nehmen, wie es ist. Und Karlsborg auch. Mit Wind. Mit dicken Wolken. Morgen fahre ich weiter nach Lidköping. Ich hoffe, dass ich genau JETZT die Talsohle durchschritten habe und es jetzt mit mir und meiner Stimmung wieder obsi geht.

Winkewinke … und bis zum nächsten Mal!

Last Call

Schon wieder schlecht geschlafen. Gegrübelt. Gekritzelt.

Bin ich denn Reisende?, mich gefragt. Bin ich nicht vielmehr Seiende? (Ich liebe Anagramme …) Reisen heißt immer wieder Türen öffnen und Türen schließen. Heißt Abschied nehmen, zurücklassen, zurückgelassen werden, weitergehen. Wenn ich eins hasse, dann Abschiede. Nicht das Loslassen generell, sondern der konkrete Moment des Abschiedes. Letzte Worte und die dazugehörige Wortlosigkeit. Letzte Umarmungen fühlen sich anders an als erste.

Das Einzige, das ich an Abschieden mag, ist die Vorfreude auf das nächste Wiedersehen. Und die hockt seit heute Nacht in meinem Bauch. Die Vorfreude darauf, in zwölf Tagen wieder nach Hause zu kommen. Mein Rucksack wird noch genau gleich aussehen wie vorher. Ein bisschen schmutziger womöglich. Ein bisschen voller vielleicht, weil ich dies und das gekauft habe. Doch äußerlich wird alles sein wie immer. Wie das die Blogger Bredenberg und Irgendlink neulich ähnlich beschrieben haben.

Doch ich selber, ich werde eine Andere sein. Meine Sicht wird eine Weitere sein. Ich werde Dinge gesehen haben, die mir neu sind. Gegenden durchreist haben, die mir fremd sind. Worte und Menschen getroffen haben, die mir unbekannt sind. Der Klumpen in meinem Bauch ist Vorfreude auf die Heimkehr, ja. Doch er ist auch Vorfreude auf die neuen Erfahrungen.

Auf dem zweiten Zettel, den ich in der Nacht bekritzelt habe – ich kann es knapp entziffern –, steht: Listen schreiben. Aber klar doch! Ich kritzle doch seit Tagen Listen. To dos. Und Packlisten. Was mir da wohl durch den Kopf gegangen sein mag? Etwas wichtiges, das ich nun vergessen werde und woran ich mich erst in Schweden wieder erinnern werde?

Was brauche ich eigentlich wirklich für meine Reise? Ein neues Notizbuch! Ein größeres. Was noch? Wie viel? Wie wenig? Wie viel von meiner Materie muss wirklich mit, damit ich mich nicht verloren fühle und wie viel brauche ich, um meine Eindrücke festhalten zu können? Wie wenig will ich mitnehmen, um mich nicht von der Schwere des Rucksackes in den Boden drücken zu lassen?

Verfolge ich ein Ziel? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? Und was will ich da oben überhaupt?

Hilfe, ich will hierbleiben. In meiner Höhle. Will keine neuen Erfahrungen sammeln. Will nicht weg. Bin müde. Will schlafen.

Öhm. Natürlich will ich weg. Will gehen, sehen, reisen, kreisen, begegnen, loslassen, weitergehen … und am Schluss lande ich – wie Büne auf „Rimini Flashdown I“ singt – ja doch immer wieder nur vor der eigenen Türe.

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so verdammt wichtig

Bäh! Einer dieser Tage, wo ich am liebsten im Bett geblieben wäre und mir die Bettdecke über den Kopf gezogen hätte! Alles so trüb. Geschlafen habe ich zwar gut. Trotz Vollmond. Trotz Mens. Und trotz des Fotoalbums von vor zehn Jahren, das ich mir gestern Abend angeschaut habe. Bilder von damals, als das Leben noch einfach schien und mein Weltbild einigermassen übersichtlich.

Bin dennoch aufgestanden, natürlich, und habe auf dem kurzen, regennassen Arbeitsweg einen Vater mit Sohnemann im Kinderwagen gekreuzt.  Wie singt doch Büne Huber („mittschiffs“) so passend? „Es rägnet i mim Gsicht!“

Bin mal wieder so dünnhäutig, dass ich die Gegenwart anderer Leute kaum ertrage. Hyperhochsensibel. Doch gerade heute konnte ich es mir nicht leisten. (Wann dann?) Es gab viel zu tun, aufzugleisen, ein paar nicht verschiebbare Anrufe zu erledigen, interne Dinge zu entscheiden. Diese verdammte Wichtigkeit! Und dieses vermaledeite Nett-Sein!

Ich biss auf die Zähne. Wieso erzähle ich eigentlich im Büro kaum je, wie es mir geht? Obwohl wir es doch so gut miteinander haben und ich alle mag. Und obwohl mir die anderen erzählen, wie es ihnen geht. Sogar oft mit einem „Pssst! Das wissen die anderen nicht!“. Und wieso erzähle ich immer nur die erfreulichen Dinge? Nein, es ist nicht so, dass ich den anderen misstraue. Es ist wohl eher so, dass ich mich bedeckt halten will. Selbstschutz. Allgemein bin ich sehr transparent und authentisch. Und ich halte mich mit Meinungsäusserungen selten zurück.

Als mein Scheff um 11 Uhr wegen einer externen Sitzung sein Büro verliess, stürzte ich mich – wie abgemacht – darauf, die Infrastruktur für die morgige Finanzschulung vorzubereiten. Tönt toll. Und das Problem hört sich in der Tat recht simpel an: Sieben Leute sollen – über Beamer – sehen, was auf einem PC abläuft, um zu verstehen, wie das Buchhaltungssystem unseres Hilfswerks aufgebaut ist. Umrahmt wird das Ganze von einer Powerpoint-Präsentation.

So weit, so gut. Doch muss der benutzte PC ausnahmsweise am Firmennetzwerk angeschlossen sein, will heissen, wir können nicht wie üblich mit Laptop und Beamer ins angemietete Sitzungszimmer vis-à-vis, denn dort funktioniert unser Netzwerk nicht. Im Vorfeld hatten mein Scheff und ich beschlossen, das Ganze in seinem Büro zu inszenieren. Bis gestern. Da beschloss der gute Mann plötzlich, dass sieben Nasen in diesem doch eher kleinen Raum zu eng sind. Und dass wir eine bessere, andere Lösung finden müssen, will heissen, ich.

Das ganze Theater also in den Vorraum verlegen, wo alle naselang jemand vorbei kommt? Und wo es natürlich keinen Anschluss fürs Netzwerkkabel hat? Und währenddessen ich, weil ich nicht an der Schulung teilnehmen „muss“, im angrenzenden Büro „eingesperrt“ sein werde?

Mit Mensbauchkrämpfen kroch ich also im Scheffbüro auf der Suche nach Kabeln unter die Tische. Nach einer halben Stunde und ein paar saftigen Flüchen war alles an seinem Platz. Im Test lief das Ganze, die Kabel aufs Äusserste gespannt. Ich auch. Mal gucken, ob es morgen klappt. Immerhin ist Vollmond vorüber.

Draussen tobt ein Sturm. In mir drin irgendwie auch und jetzt werde ich mir, da ich frei habe, endlich die Decke über den Kopf ziehen.

Plastikschulden

Sind Bremsklötze Warnungen des Schicksals oder sind sie Tests, um zu gucken, wie mutig und zielstrebig wir sind? Oder weder noch? Mit der Absicht, einen ultraleichten und dennoch superwarmen Schlafsack zu kaufen, der notabene nicht mumienförmig, sondern eine Decke ist und auf der Innenseite einen Baumwollbezug hat und unter hundert Franken kostet, ging ich in die Stadt. Und den Flug nach Göteborg wollte ich auch endlich buchen. Möglichst billig. Online braucht es offensichtlich inzwischen überall Kreditkarte. Ein Mensch ohne Schuldenkarte ist nur ein halber Mensch, scheint es mir.

Für meinen letzten Flug lieh ich mir das Teil aus. Dass ich solche Transaktionen nicht wirklich gerne mache, versteht sich. Weshalb ich nun, schweren Herzens, beschlossen habe, mir endlich auch eins anzuschaffen. Und darum heute Nachmittag meine nette Hausbank aufsuchte und den Antrag einreichte. Für eine Prepaid-Karte, die ähnlich wie mein Handy, nur solange benützt werden kann, wie es Geld drauf hat. Doch dieses Plastik werde ich weder morgen noch übermorgen in Händen halten. Frühestens in zehn Tagen. Und bis dann wird mein favorisierter Flug (Genf-Brüssel-Göteborg) wohl noch mehr kosten.  Oder ausgebucht sein. Mit jedem Tag wird er teurer. Im Reisebüro erfuhr ich, dass er samt Reisebüro-Aufpreis schon mehr als sechshundert Franken kostet. Tja. Weder Schlafsack noch Flugbuchung konnte ich abhaken. Und meine gute Laune, die ich am Vormittag gehabt hatte, schmolz von Geschäft zu Geschäft. Endlich zuhause war sie total im Eimer.

Zum Glück ist Wochenende. Und ich hab ein paar kuhle Dinge vor. Morgen Abend Besuch von U. Moosfrau auf Durchreise aus dem Schwarzwald. Und am Samstag die Ochsen live. Aarberg Open Air, wir kommen.

Da von meinen Freundinnen und Freunden meines Wissens niemand eine Kreditkarte hat, suche ich nun im Internet einen Weg, den Flug via Rechnung buchen zu können. *suchmoduseinschalt* … Das muss doch irgendwie möglich sein!!! Sonst muss ich doch ins Reisebüro und die Mehrkosten zahlen. Oder jemanden mit Kreditkarte finden …

Als hätte ich nicht schon genug um die Ohren! Die Recherchen für die nächsten drei Spuren-Artikel sind am Laufen. Dazu morgen Nachmittag ein Brainstorming mit Pfarrer H., der mich eingeladen hat, an einem literarischen Gottesdienst, einige Texte zum Themenumfeld „Saat, Ernte“ beizusteuern. (Ooops, Sofasophia und die Kirche? Kann das gut gehen?)

***

>>> Später. Geschafft! Ich habe! Meinen Flug! Auf Rechnung gebucht! Yes, I can!

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>>>>>>>>> Nochmals eine Stunde später. Mein Gleichgewicht ist wieder hergestellt. Wald. Rennen. Mein Paradies. Ganz nahe. Und ganz und gar ohne Bremsklötze. Glück pur.

traurigfroh

Ich liebe Geburstage. Besonders, wenn sich die Wetterfee  an den Deal mit dem Schönwetter erinnert. Thanx!

Nach einem hektischen Büromorgen holte ich L. am Bahnhof ab und wir pilgerten an  Sense und Schwarzwasser.  Schwarz war es zwar nicht, doch kalt. Und erfrischend. Von Kopf bis Fuss.
Da, wo sich die  Flüsse vereinen, mitten auf dem Weg, haben wir ein Glücksnest gefunden. Wenn das kein Omen ist für ein glückliches Jahr?

Feierabend
dankbar
sentimental
traurigdankbarfroh für meine Freundinnen und Freunde

*DickerSeufzer*