Am Ende der Welt

Irgendwann kommt das Ende. Du musst einfach immer weiter nordwärts gehen. Du kannst es nicht verfehlen. Wenn du da bist, wirst du es dann schon merken. Einen großen See hat es dort. Endloses Meer vielleicht.

Um halb neun abends hatten wir unsern zweiten Tagesgeocache geloggt. Müde war ich. Ludvika, ein mittelschwedisches Stätdchen, ist zwar hübsch, doch jetzt sollten wir wohl allmählich einen Platz für die Nacht finden. Nur noch ein bisschen nordwärts. An einem See. Am Waldrand. Brunnen wär auch nicht schlecht. So wünschten wir drauflos. Schöne Seen fanden wir zwar zuhauf und auch endlose Wälder, eine wunderbare Gegend … Doch leider alles erschlossen. Überall Strandhäuser und Bootsstege.

„Komm, noch einen letzten Versuch – diese Straße dort noch“, ermutigen wir uns immer wieder, bevor wir Alternativplan „nächster Campingplatz“ umsetzen würden.

Am Ende der Welt hat es einen wunderbaren See, einen wunderbar warmen See. Ein VordemFrühstück-Bad lockt. Am Ende der Welt ist es zum Sterben schön!