Höör – jeder Deutschlehrkraft würden ob dieses Wortes die Haare zu Berg stehen! Gleich zwei Umlaute nebeneinander – igitt!
Richtung Süden fahren. Mittagspause in der Pampa. Essen und baden, so lebt es sich gut …
Irgendwann nach vielen Kilometern auf der E4 scherten wir aus um unsere letzte Nacht in Schweden fern vom Rauschen der Autobahn zu verbringen. Etwa fünfzig Kilometer noch bis Malmö, bis zur Großen Brücke sind es. Höörs Camping liegt abseits, grenzt an einen Tierpark und toppt preislich alles vorherige. Nach oben allerdings. Jönköping mal ausgenommen. Und Cadaquès im Mai.
Höörs Camping ist weder Weiler noch Dorf, er ist eine Stadt. Das Servicehuset ist in den Erdhügel gebaut und die Jugendherberge ebenfalls. Es wimmelt von Menschen. Eine Familie aus Bern, die Badminton spielt. Wir sitzen lange vor dem Zelt, trinken Bier*, lassen die Reise Revue passieren …
Nachts, beim Pinkeln, sehe ich den ersten Sternenhimmel seit langem. Aha, es ist nachts wieder dunkel. Ich kann um elf im Zelt nicht mehr lesen. Mitternachtssonne war mal. Akzepieren, dass sich das Rad der Zeit – oh Illusion, du! – dreht und wir morgen Abend oder so in 2Brücken sein werden.
Jetzt. In Höör sein. Im Zelt. Vor dem Regenschauer geflüchtet. Tee trinken.

(* ich darf wieder. Die Antibiotika-Borreliose-Kur ist vorbei!)