Bureå

An der Ostsee. Nach langer Fahrt durch die unendlichen Wälder reihten wir uns gestern Abend in die Check-In-Schlange des Skellefteåer Camping ein.

„Wollen wir wirklich hier bleiben?“ Beide waren wir müde, es war schon um acht Uhr rum und seit Norsjö waren wir durch zeltplatzloses Hinterland gefahren. Wildzelten wäre ja eigentlich auch gegangen, doch das hieße suchen. Und finden. Den Tag hatten wir mit Cachen, einer kleinen Stadtbesichtigung (Malå) und natürlich mit Kilometerfressen verbracht. Angenehme Müdigkeit und Hunger. So viel Betrieb und Trubel wie hier roch anstrengend.

„Wollen wir wirklich hier bleiben?“ Der nächste Camping war auf der Straßenkarte zehn Kilometer südlich eingezeichnet. Bureå. Praktisch an der Ostsee. „Fahren wir weiter!“

Here we are. Die Nische für die Zelte liegt direkt am Fluss. Unsere finnischen Nachbarn sind schon weg, nun sind wir alleine hier. Wie gestern überlegen wir uns, eine weitere Nacht zu bleiben. Morgen in einer Woche sollen wir zurück sein. Es gilt, die Reststrecke durch sieben zu teilen, um Stress am Schluss zu vermeiden.

Die ewigen Mahlströme der Zeit. Und der Straßen. Ihnen können wir nicht entrinnen. Nicht mal hier in der schwedischen Unendlichkeit.