Am Ewigen Birnbaum vorbei lasse ich das Auto ausrollen. Eine letzte Kurve noch, schließlich das einsame Gehöft. Wir sind wieder da.
Na ja, DA waren wir ja immer, aber nicht hierda, sondern dortda. Dada. Jaja …
Auspacken. Ankommen.
Später, im Bett, die Erkenntnis das die Zeit der Reissverschlüsse zu Ende ist. Endlich wieder ohne Reissverschluss vor Mücken und Regen sicher sein und ohne Reissverschluss den Liebsten strubbeln können. Und ohne Reissverschluss nachts pinkeln gehen – wie schön.
Nein, ich klage nicht. Ich habe nichts gegen Reissverschlüsse. Ihnen verdanke ich immerhin, dass ich nicht tausend, sondern nur hundertsieben Mückenstiche abbekommen habe. Und dass ich nachts nicht gefroren habe im warmen, reissverschlossenen Schlafsack, oben am Polarkreis. Dennoch ist es schön, in einem „richtigen Bett“ zu schlafen. Und auf ein richtiges Klo zu gehen (und auf einer richtigen Tastatur zu schreiben ebenfalls!).
Wir schauen zurück, beim Frühstück, rechnen ein paar Zahlen hoch. Ein Glas Honig haben wir vertilgt und einen halben Liter Olivenöl. Benzin auch einiges bei knapp sieben Litern auf hundert Kilometer. Wie viele Meter Klopapier ich wohl in der schwedischen und norwegischen Pampa hinterlassen habe, wenn meilenweit kein Klo zu sehen war? Und wie viele Buchstaben ich wohl bereits in die iFon-Tastatur geklickt und wie viele Liter Wasser ich unterwegs getrunken habe?
Zahlen – sie sagen nichts aus über die Qualität verlebter Zeit. Sie sagen nichts aus über jene Momente des Glücks, wenn ich in einem See, rücklings im Wasser liegend, die Wolken bestaunte und die Weite des Himmels mich berührte und mich selbst weitete. Zahlen sagen nichts aus über das Gefühl, das mich auf jener windigen Passhöhe erfüllt hat …
Weite. Wenn ich diese Reise in ein einziges Wort packen müsste, wäre es wohl dieses. Innen und außen. Nicht in Zahlen messbar. Weit.
Wieder da. Bin ich. Hier.
