Wir kennen uns eigentlich noch gar nicht so lange. Dennoch kann ich mich kaum mehr erinnern, wie ich früher gelebt habe. Früher, als wir uns noch nicht kannten. Er hat, ich schwör, ganz schön was auf dem Kasten.
Stell ihm einfach mal zwei Bilder unter die Nase und dann schau ihm gut zu, was er damit anstellt! Ähnlich wie sein Cousin Fusioncam, über den ich neulich an ebendieser Stelle berichtet habe, kann auch Herr Blender zwei Bilder aufeinander zaubern. Doch anders als sein Vetter, legt er nicht neue, sondern bereits vorhandene Bilder übereinander – zum Beispiel zweimal das gleiche, doch unterschiedlich bearbeitete (einmal bunt und einmal schwarzweiß). Dabei lässt er dir gar noch die Wahl, welchen Filter du beim Mischen einsetzen willst und in welcher Intensität, das eine Bild ins jeweils anderen Bild hineinwirken soll. Dunkler, heller, überlagernd, multiplizierend, Farbtöne verstärkend oder umkehrend, sättigend … Eine ganze Palette hat er zu bieten.
Ja, Herr Blender hat das Mischen, das Mixen drauf wie kein Zweiter. So ähnlich stelle ich mir Musikabmischen vor und zuweilen wünsche ich mir, dass Herr Blender nicht nur meine iPhone-Bilder mixen würde, sondern auch mein Leben. Von J. hätte ich gerne ein wenig von seiner aufhellenden Lebens- und Genussfreude, bitteschön. Er kann sich dafür, per Schieber, von mir etwas holen. Irgendetwas findet sich sicher. Aber nein, meine Schatten geb ich nicht her. Derart inspiriert mische ich mir mein Leben schön vielschichtig und bunt zurecht. Herr Blender hilft mir, mein Leben unter neuen Vorzeichen zu betrachten. Ach, und auch seine Nichte, Frau Diptic ist eine unglaublich kreative Dame. Was sie kann, kann sonst keine. Sie ist unschlagbar. Eimalig. Unverwechselbar. Ich habe munkeln hören, dass sie ein Einzelkind sei.
Diptice dir deine Welt zurecht!, flüstert sie mir zu, wann immer wir zusammen arbeiten. Mit ihr vergesse ich zuweilen alles um mich her. Sie ist die wahre Meisterin des Spiegelns und der Reflektion. Und der neuen Ansätze. Nein, nein, sie ist nicht Psychotherapeutin, dazu ist sie viel zu verspielt. Fürs Leben gern setzt sie Bilder und Bildausschnitt neu zusammen und kann so schon mal neue Identitäten zum Leben erwecken.
Ihre Lebensaufgabe scheint es zu sein, mich und meine Mitspinnerinnen zu immer wieder neuen Höhenflügen in der Bildbearbeitung zu inspirieren.
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Bild: iDogma – Montage aus drei Einzelbildern.
Grundlage ist das immer gleiche, vorgängig mit anderen Programmen (Juxtaposer, Dynamic Light und Blender) bearbeitete Bild von Katze Mietz. Sie trägt heute eine aufmontierte Nutella-Perücke.
Das linke Bild ist eine Schwarzweiß-Version, das ich mit einem Solarisationsfilter editiert habe. Das rechte Bild zeigt eine starkkontrastige Variante des Bildes, das ich außerdem mit einem Bewegungsfilter bearbeitet habe. In der Mitte schließlich findet sich eine von Herrn Blender gemischte und von Frau Diptic gespiegelte Version. Die drei Einzelbilder habe ich mit Frau Diptics Hilfe zusammengebaut.

Bild: iDogma – Montage
Mit Frau Diptics Unterstützung habe ich das erste Bild, diesmal im Quadratformat, mit einer gespiegelten Version, zusammengesetzt. Zuoberst habe ich das mit Lady Halftone in ein Cartoon verwandelte Bild dazugefügt.
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Selbstverständlich wären noch tausend andere Arten des Zusammenfügens möglich. Wie im richtigen Leben … 🙂
Jahr: 2011
bracke Pfützen da und dort
Artikel lesen auf eigene Gefahr. Einfach ein paar Gedanken zum Leben …
Warum wir tun, was wir so und nicht anders tun? Drüber kann ich mir zweilen aus nichtigen Anlässen den Kopf zerbrechen. Zum Glück konnte ich ihn bisher danach wieder einigermaßen zusammensetzen.
Die Motive und Abfolgen unserer Handlungen gehen, so meine These, darauf zurück, dass wir erstens in eine bestimmte Richtung geprägt worden sind und zweitens, viel gewichtiger, weil uns diese bestimmte Art als die sicherste erscheint. Die ungefährlichste. Selbstschutz. Wir alle sind Verwundete.
Eine Fläche taucht vor meinem inneren Auge auf, eine Membran. Die Hautoberfläche zum Beispiel. Ideal und gesund wäre, so sehe ich beim Näherzoomen, wenn sie intakt und eben, will heißen waagrecht, wäre. Wenn sie keine Dellen, keine Löcher, keine Verletzungen hätte. Nichts würde in sie einsickern. Alles wäre im Lot, würde sich gleichmäßig verteilen und wir könnten ungehindert und ausgeglichen unser Leben leben. Doch niemand hat keine Löcher. Alle haben wir Dellen, wo sich das Regenwasser ablagert, liegen bleibt, zu stinken anfängt. Alle haben wir Gruben, wo sich Stacheln eingewachsen haben. Irgendwann, wenn wir lange genug nicht daran rühren, bildet sich eine Haut darum herum. Eine Dornwarze wächst. Oder ein Krebsgeschwür. Ich bin eher die Type, die das Verheilen der Wunde dadurch verhindert, dass sie immer wieder die neu entstandene Kruste abkratzt. Und damit neuerliches Bluten provoziert. Doch selbst wenn meine Haut endlich intakt wäre, wären da auch noch die anderen: meine Mitwelt. Ich kann nicht einfach nur für mich leben, nicht langfristig jedenfalls. Die Welt ist ein fragiles Biotop und nur gemeinsam können wir dazu beitragen, dass das Gleichgewicht wieder stimmt.
Könnten. Doch der Mensch selbst, sage ich oft, ist sein größter Feind. Heil und intakt wird nur jener Mensch, wer die Dellen zuwachsen lässt, nachdem er mutig alte und neue Stacheln herausgezogen, stinkende Brackseen trockengelegt und Krusten von selbst abfallen lassen hat. Selbstheilung. Vertrauen in die Natur der Dinge. Intakt werden ist möglich. Vielleicht eine Illusion, aber eine an der ich festhalten will.
Dellen, Löcher, Lecks. Was hereinkommt – Liebe, Fülle, Zuwendung –, rinnt darum auch gleich wieder weg. Kettenreaktion. Dominoeffekt. Teufelskreis. Nenn es, wie du willst. Da ist dieses ständige Defizitgefühl: zu wenig Liebe, zu wenig Zuwendung, Ermutigung, Unterstützung, Lebensfreude … Mangel da und dort.
Kaum jemanden, bei dem alles im Lot ist. Den einen mangelt es „nur“ an Lebensglück, anderen an Brot, Bett und Dach. Alle Unzufriedenheit, der Mangel an Zufriedenheit und Lebensfreude, hat letztlich irgendwie mit Selbstablehnung zu tun. Irgendetwas, das mein Leben mitbestimmt, lehne ich ab. Umstände primär, die dann als Feindbilder hinhalten müssen. Selbstverarschung. Der Feind hockt in mir drin.
Versöhnung statt all die Grabenkriege mit mir selbst.
Ist Frieden und Lebensglück ein anzustrebendes Ziel? Sicher, doch Lebensglück können wir schwerlich machen. Es ist eine unmittelbare Folge von gelingender Selbstliebe und Frieden mit und in sich selbst. Es gibt keinen Weg zum Glück. Außer wenn wir das kleine unscheinbare Tor der Selbstakzeptanz öffnen und die Räume der Selbstliebe betreten.
(k)ein Platz für Träume
Gartenzentren liebe ich mindestens genauso sehr wie Baumärkte. Wie StammleserInnen wissen. Und genauso wie in Baumärkten vergesse ich, eingetaucht in den Anblick von Grünpflanzen und den herben Duft von Wasser und Erde alle Zeit, jeden Raum und jegliches Maß … Jahr für Jahr packe ich Setzling um Setzling auf den Karren. Waren es in Bern vor allem Blumen für den Balkon, waren heuer Kürbisse, Zucchini und Kohlrabi vorgesehen. Doch auch Auberginen und Fenchel mussten mit, entschied ich spontan. Wo ich schon mal da war. Und Paprika. Und Gurken natürlich.
Erst am Abend, als J. heimkommt, stelle ich mir die alles entscheidende Frage: Haben wir überhaupt genug Platz für all die tollen Kerlchen aus dem Gartenzentrum? Denn jeder Gartenquadratmeter ist ja bereits mit Kartoffeln, Kohl, roten Beeten, Tomaten, Karotten, Salaten und anderen Herrlichkeiten vollgepflanzt. Ein wahres Schlaraffenland! Mit H., J.s Mutter, die mit ihrem Mann E. den Großteil der Pflanzen gesetzt hat, überlegen J. und ich gemeinsam, wo es noch freie Plätze hat. Oder ist das Boot schon voll?
Da und da, und vielleicht hier, zwischen den roten Beeten?, sagt sie.
Ich könnte ja hier roden, sage ich auf ein kleines Stück Brachland zwischen den schwarzen und roten Johannisbeeren deutend. Sie nickt.
Noch am Abend werden ein paar erste Pflanzen gesetzt. J. jätet sein hübsches Terrassenbeet von Unkraut frei und gibt einer Aubergine und einer Paprika ein neues Zuhause, während ich eine zweite Paprika setze und mich der Fenchel und Kohlrabi annehme.
Heute Nachmittag rodete ich schließlich besagtes Stück Brachland und pflanzte dort die beiden Kürbisse, eine Gurke und die Zucchini ein. Auf gutes Gedeihen!
Nein, solche Momente glitzern nicht. Alltagsszenen sind es. Kaum eines Blogartikels wert. Langweilig. Wir Menschen lieben das Außerordentliche, Exorbitante, Schillernde, Tragische, Dramatische. Keine Gartengeschichten. Keinen Alltag. Nicht mal dann, wenn sich die Autorin mit dem Gartenwerkeln Träume erfüllt …
Egal.
Denn während ich mit den bloßen Händen, da ich Erde zwischen den Fingern liebe, die freigehackten Unkrautbüschel im brachen Land ausreiße und dabei ein bisschen Rücken- und Kopfweh habe, spüre ich diese ganz spezielle Glückseligkeit, die es eigentlich nur gibt, wenn wir uns ganz und gar auf etwas, auf den Moment einlassen. Und würde mich heute jemand fragen, ob ich ein glücklicher Mensch bin, könnte ich nichts anderes als JA! sagen.
***
Das Gewitter, das soeben hernieder prasselt, während ich meinen Laptop vom Netz und vom WLAN getrennt habe, hat eine Regenflut gebracht, die ich kaum fassen kann. Die Regentonne, die das Wasser vom Dach auffängt, überläuft. Ebenso die Dachtraufen. Auf dem Hof steht zentimetertief Wasser. Am besten ich streue gleich noch ein paar Schneckenkörner, damit die Kürbisse auch morgen noch leben. Auf das Träume gedeihen …
blühen zum Beispiel
tulpenzwiebel
ganz erfüllt
mit allem
was du brauchst
alles da
in der erde
ruhend
ganz
bei dir
im frühling
brichst du aus
wer bist du
was über
oder
was unter
der erde
ist
beides
so verschieden
innen
außen
scheinbar
gegensätze
das alles
bist
du
ganz
Das hab ich vor zwölf Jahren geschrieben. Ein Wörter-Bild, das mir heute Morgen eingefallen ist. Es ist irgendwo aus einem Ordner in meinem inneren Ablagesystem gefallen und bei seiner Wanderung durch meine Hirnwindungen in einem meiner vielen Filter hängen geblieben. Zum Glück wird alles gefiltert. Filter ist eh alles. Und nichts. Auf der materiellen Festplatte war es schnell gefunden, das alte Ding. Ich würde dieses Poem heute wohl anders schreiben. Stetige Wandlung unseres Weltverständnisses. Unseres Geschmacks. Unserer Wahrnehmung und Auswertung. Dazu all die Inspirationen und Inputs von außen. Entwicklung. Wandlung.
Zum Glück gelingt mir abgucken und nachahmen immer nur kurz.
Beim Tanzen, zum Beispiel, spüre ich, wenn ich mich kurz umschaue, hin und wieder den Impuls, eine Bewegung aufzunehmen, die ich bei anderen sehe. Manchmal ist das störend, weil ich aus meiner eigenen Körperwahrnehmung falle. Manchmal jedoch passt es genau da hin, wo ich jetzt bin. Und wie. Ich nehme die Bewegung kurz auf, integriere sie und schon ist sie wieder vorbei und ich tanze wieder mein eigenes Muster.
Beim Malen bestaune ich womöglich bei anderen deren Pinselstrich, die Formgebung, den Umgang mit verschiedenen Themen, Materialien oder Stilmitteln. Ich habe anschließend Lust, auszuprobieren, ob das bei mir auch geht. Geht vielleicht sogar wirklich. Es ist und bleibt aber immer nur ein Impuls. Mehr nicht. Eine Inspiration, eine kurze.
Beim Fotografieren staune ich oft über die Bilder anderer. Wie er das wohl gemacht hat? Wie hat er es belichtet? Wie bearbeitet? Oder: Ihr Bild berührt mich so, dass ich Gänsehaut kriege, ich will das auch können. Und natürlich probiere ich aus.
Doch so wie ich mein Ding mache, kann das niemand. Ob gut oder schlecht: alle machen wir unser Ding so, wie nur wir es können. Handschriften kann niemand dauerhaft fälschen. Zum Glück auch nicht. Ob ich Kunst nenne, was ich kreiere, ist zweitrangig. Definitionen sind letztlich Schall und Rauch. Hauptsache, ich tue, was ich kann. Hauptsache, ich setze um, was in mir drin steckt.
Der Tulpenzwiebel ist es ziemlich egal, ob sie hier oder in der Schweiz in die Erde gesteckt wird. Hauptsache Erde, Licht und Wasser. Und Luft auch. So einfach. Das Verhältnis der einzelnen Elemente zueinander – mehr oder weniger Wasser zum Beispiel – macht, dass sie tiefer wächst oder weniger lang blüht.
Frühere Texte, frühere Bilder von mir sind mir zuweilen beinahe peinlich. Nein, die Tulpenzwiebel nicht, die ist soweit okay. Doch bei anderen dachte ich auch schon: Was? So schlecht habe ich früher geschrieben? So banal? So viele Füllwörter?
In zehn Jahren denke ich vielleicht, falls ich diesen Text hier in die Finger bekomme: Wie ich damals bloß geschrieben habe? So fad. So … (Wörter einfüllen erlaubt).
🙂
Übersetzerin
Eigentlich ist der Google Translater eine wirklich tolle Sache. Aus Gründen der Qualitätsforschung übersetzte ich mein heutiges Bloggewebe ins Englische. Was relativ übergzeugen klingt. Mit der Rückübersetzung des englischen Textes bin ich allerdings, so rein vom literarischen Anspruch her, nicht wirklich einverstanden. Aber, ich gebe es zu, es hat was. Irgendwie … 🙂
„This time I do it smarter than yesterday! I thought so when I sat down this afternoon to the laptop. Glad it’s out moist. Glad it has finally rained. Glad I can be indoors without feeling guilty. First, do the creative, that is blogging, was my project, and then everything else. Not blog until I’d already be too tired to think straight. The note next to me waiting a few keywords on the text here. Ideas. But of course I could distract myself. Read and wrote emails, looked over in our web community and wrote a few comments here and there to great pictures. At least I did the deposits. And since my beloved jeans cap, which has saved me before tens of sunstroke, is impossible to find – as the rod out of the closet by the way, although I both have been looking really been anywhere – I just got caught in the worldwide web for new content. Sought. Found. Ordered.“
„Dieses Mal habe ich es tun klüger als gestern! Das dachte ich mir, wenn ich mich hinsetzte, an diesem Nachmittag auf dem Laptop. Froh, dass es geht feucht. Froh, dass es endlich geregnet. Froh, dass ich in Innenräumen ohne schlechtes Gewissen sein. Zunächst wollen die kreative, dass Blogging ist, war mein Projekt, und dann alles andere. Nicht Blog, bis ich hatte schon zu müde, um klar denken. Die Notiz neben mir wartete ein paar Stichworte auf den Text hier. Ideen. Aber natürlich konnte ich mich ablenken. Lesen und schrieb Emails, blickte in unserem Web-Community und schrieb ein paar Kommentare hier und da für tolle Bilder. Zumindest habe ich die Einlagen. Und da meine geliebte Jeans Mütze, die mich gerettet hat vor zehn Sonnenstich, ist unmöglich zu finden – wie der Stab aus dem Schrank auf dem Wege, obwohl ich beide gesucht haben wirklich überall – Ich habe heute im weltweiten Netz gefangen für neue Inhalte. Gewünschte. Gefunden. Bestellt.“
Jeansmützen und andere Klischees
Diesmal mach ich es schlauer als gestern! Dachte ich jedenfalls, als ich mich heute Mittag an den Laptop setzte. Froh, dass es draußen feucht ist. Froh, dass es endlich geregnet hat. Froh, dass ich ohne schlechtes Gewissen drinnen sein kann. Zuerst das Kreative erledigen, sprich Bloggen, war mein Vorhaben, und dann alles andere. Nicht erst bloggen, wenn ich schon zu müde für einen klaren Gedanken sein würde. Auf dem Zettel neben mir warteten ein paar Stichwörter zu diesem Text hier. Ideen. Doch natürlich ließ ich mich ablenken. Las und schrieb Mails, guckte in unserer Webcommunity vorbei und schrieb da und dort ein paar Kommentare zu tollen Bildern. Immerhin erledigte ich die Einzahlungen. Und da meine geliebte Jeans-Schirmmütze, die mich schon vor zig Sonnenstichen bewahrt hat, unauffindbar ist – wie die Stange aus dem Kleiderschrank übrigens, obwohl ich beides doch wirklich schon überall gesucht habe – habe ich heute im weltweiten Netz nach einer neuen gefischt. Gesucht. Gefunden. Bestellt.
Ach, und ein neues Bildbearbeitungsprogramm für mein iPhone habe ich heute auch aus dem Netz gefischt. Für kurze Zeit kostenlos. Fusioncam heißt die neue App. Zuerst nimmst du ein Bild auf. Du kannst es nun entweder schlicht abspeichern und fertig ist … oder aber, und das ist der Clou, du tippst den Schalter für die Doppelbildfunktion an. Das erste Bild wird nun halb transparent und du kannst dahinter – oder davor? – ein zweites Bild legen. Dieser Doppelbildeffekt hat echt was. Schon hast du vielschichtige Bilder sozusagen. Um ein Klischee zu bedienen. Oder gleich ein paar.
Womit wir bei den Klischees wären. Das größte Antikompliment, das du einer Autorin oder einer sonst wie künstlerisch tätigen Person machen kannst, ist es, dass sie Klischees bedient. Klischees sind, soweit ich mich erinnere, irgendwelche Vorlagen in der Druckkunst gewesen. Was sagt Wiki? Das hier:
„Ein Klischee ist eine überkommene Vorstellung oder ein eingefahrenes Denkschema, eine abgedroschene Redensart oder vorgeprägte Ausdrucksweise, ein überbeanspruchtes Bild (Stilmittel), das sich auf eine entweder regelhaft wiedererkennbare oder äquivalent dazu häufig zugeschriebene gemeinsame Eigenschaft einer Menge von Personen, Objekten etc. (…) bezieht und auf welche das Klischee demnach angewendet werden kann. Das Klischee existiert als etwas geistig bzw. sprachlich Schablonenhaftes. Es ist dabei charakteristisch, dass die Eigenschaft, welche das Klischee bedeutet, nicht eine der Eigenschaften ist, welche die gleichartigen Einzelelemente zu einer benennbaren Klasse werden lässt, sondern vielmehr eine zusätzliche, davon unabhängige Eigenschaft ist.
Das Wort Klischee stammt vom französischen cliché, welches ursprünglich „Abklatsch“ bedeutete und später auch für „billige Nachahmung“, „überbeanspruchte Redensart“ stand. Das deutsche und auch das französische Wort bezeichneten ursprünglich die gleichnamige Druckform, den sogenannten Abklatsch, einen Probeabzug im Druckwesen.“
Quelle: Wiki
Sagst du einem kreativen Menschen also, dass er mit Klischees um sich wirft, heißt das nicht anderes, als dass der Mensch wenig originell unterwegs ist.
Gestern vor dem Einschlafen meinte ich, dass wir versuchsweise jedes Wort pro Tag nur einmal verwenden sollten. Oder wenigstens nur ein einziges Mal schreiben. Um Wiederholungen und Klischees zu vermeiden. Worauf J. meinte, dass wir am besten jeden Buchstaben – um noch mehr Wiederholungen zu vermeiden – nur einmal brauchen sollten. Die Sprache sei eh langweilig: immer die gleichen Buchstaben!
Mit den immer gleichen Buchstaben immer wieder originelle Dinge zu formulieren, ist in der Tat eine Herausforderung. Formulierungen für unsere Gedanken zu finden, die so, auf diese Weise, noch nicht zigmal gelesen worden sind, ist besonders im Internetzeitalter gar nicht so einfach. Ich habe früher einmal, weil ich nicht wusste, ob ich eine bestimmte Geschichte bereits ins Netz gehängt hatte oder doch nicht, einen einzigen Satz aus ihr gegooglet. Ich bekam keine Übereinstimmungsmeldung. Wie schön, zu wissen, dass genau dieser Satz noch von keinem anderen Menschen genau so formuliert worden ist! Gibst du aber Wendungen wie „bleierne Müdigkeit“ ins Suchfeld ein – sie war nämlich gestern Nacht der Auslöser für die Klischee-Diskussion gewesen – zeigt Ecosia, die grüne Suchmaschine, über fünftausend Ergebnisse an.
Da war auch noch dieses Bild eines Mitkünstlers unserer Community. Das Bild von einem Fuß, der mit einer Wort-im-Bild-App so bearbeitet worden war, dass im ganzen Bild unzählige Male das einzige Wort Foot zu lesen ist. Groß und klein und in verschiedenen Schrifttypen. Immer wieder: Foot. Selbsterklärend. Oops, letztes Wort hätte es nicht gebraucht. Ist ja wirklich selbsterklärend – auch so ein abgelutschtes Wort!
Wohl verläuft dort der Grat zwischen Kunst und Nicht-Kunst: Löst die kunstschaffende Person mit ihren Ausdrucksmitteln bei den Betrachtenden oder Lesenden ein Gefühl oder einen Gedanken aus? Bilder wie der Foot-Fuß werden dagegen einfach weggeklickt.
Ja, natürlich kann ich hin und wieder der Versuchung nicht widerstehen, Klischees auszureizen und abgenutzte Formulierungen zu verwenden. So wie wir ja auch nicht jeden Tag neue Kleider oder Teller kaufen. Satzbauweisen und Stilmittel, die bekannt sind, zu verwenden, ist durchaus sinnvoll, denn wir alle haben dieses Bedürfnis nach Vertrautem, nach Wiedererkennen. Das Rad muss ich ja nicht neu erfinden. Und mit Klischees spielen macht schon irgendwie Spaß, wie letzter Satz beweist.
Ich denke beim Formulieren dieses Textes an die Überblendungsfunktion bei Fusioncam. Das eine Bild wäre die Idee. Das neue. Auf den Notizzettel gebannter zündender Funke (ja, auch das eine bekannte Redewendung und wenn du sie bei Ecosia eingibst, kommst du vielleicht sogar auf mein Blog). Das zweite ist womöglich ein Bild, das etwas Bekanntes widergibt. Worte, Sätze, ein Stil, der vertraut ist. Die Wiederholung. Die Vorlage. Übereinandergelegt entsteht so ein neues, so noch nie kombiniertes Bild. Begegnung zwischen Zufall und Absicht.
Selbst der Plot einer Bestsellerautorin hat bekannte Elemente. Oder vielleicht gerade ein Bestseller?, denke ich ein bisschen böse und erinnere mich an das, was ich über Creative Writing-Kurse gehört habe. Die Tipps für das Schreiben eines Bestsellers lesen sich, wurde mir erzählt, wie ein Kochbuch: Spätestens auf Seite fünf muss den Lesenden die Protagonistin sympathisch sein. Andernfalls legen sie das Buch zur Seite. Idealerweise müssen sie sich mit ihr identifizieren können. Die Hauptperson muss etwas nettes tun. Einer alten Frau über die Straße helfen. Eine Katze vom Baum holen. Okay, dazu müssen allerdings nicht zwingend stereotype Stories bemüht werden. Oops, bemühen habe ich heute schon mindestens zweimal bemüht. Danke für den Hinweis, aber ich habe es sogar selbst gemerkt.
Was ich sagen will? Ach, denk es selbst …
Sie schlummern immer. Irgendwo.
Beim Frühstück stehen sie Schlange. Ich komme nicht nach, sie alle zu begrüßen. Wir sind übernächtigt, doch J. muss heute früh los. Mit Kollege T. am Feuer war es einfach zu gemütlich und die Nacht sommerlich lau. Der Müdigkeit zum Trotz sprudeln sie, die Ideen. Sie hüpfen wie Gummibälle durch die Wohnküche. Draußen regnet es. Endlich mal wieder.
Während die Spiegeleier brutzeln, tüfteln und spinnen wir und erzählen uns Geschichten, die sich als Romanvorlagen eignen. So wir denn die Muße hätten, sie zu bannen, in Worte zu fassen und zu Papier zu bringen. Später, während ich am Laptop sitze und an einer Bewerbung bastle, um mir eine weitere Tür aufzutun, sind sie weg. Alle Ideen. Alle weg. Auch Bilder auf dem iPhone kann ich heute keine bauen. Ich bin seltsam leer und unkreativ.
Irgendwann fange ich dennoch einfach zu schreiben an. Und siehe da, sie tauchen wieder auf. Ganz leise. Um sie nicht zu erschrecken und womöglich erneut in die Flucht zu schlagen – sie kommen mir vor wie Asseln, die unter dem Stein hockten, den ich soeben hochgehoben habe – lege ich den Stein vorsichtig zurück und schreibe einfach weiter. Tue, als ob ich sie nicht gesehen hätte. Meine Gedanken fließen direkt in die Finger und die kennen den Weg zu den Tasten blind. Sie tippen einfach vor sich hin, was ihnen das Herz zuflüstert. Diese Sätze hier.
Eine Bildhauerin, deren Skulpturen mich in der neulich besuchten Ausstellung sehr angesprochen haben, hätte ich gegooglet, hatte ich J. erzählt, heute Morgen beim Frühstück. Den Satz, dass sie beim Steinbearbeiten nur bloßlege, was eh schon da ist, kennt jede, die sich schon mal mit der Bildhauerei auseinandergesetzt hat. Ob ihn alle wirklich verstehen, weiß ich nicht, doch auch besagte Bildhauerin hat ebendieses Bild bemüht. So oft ich den Satz höre, spüre ich genau, was gemeint ist, und finde kein neues, besseres Bild für dieses Phänomen. Mir geht es ja beim Specksteinbearbeiten auch so. Und beim Fotobearbeiten sogar zuweilen. Die Idee, sie schlummert zuweilen, schläft vielleicht gar. Doch sie ist immer da. Irgendwo. Immer. Ihr gutes Recht.
Wem gehört sie eigentlich, die Idee?, fragte Irgendlink beim Brote schmieren. Vielleicht ist es ja der Idee völlig egal, wer sie zur Welt bringt. Hauptsache jemand nimmt sich ihrer an.
Hm, ja … Ideen sind frei, sage ich mit vollem Mund.
Open Source-Software entspricht genau diesem Ideal, sagt J.. Die Macher stellen einfach ihr Wissen zur freien Verfügung. Sie haben keinen finanziellen Nutzen. Dieses ganze Brimborium mit Urheberrechten müsste gar nicht sein.
Wie wäre es mit einem virtuellen Raum, wo alle, die wollen, ihre Ideen einfach einstellen könnten?, überlege ich. Ich denke an Romanideen, Plots, unfertige Bilder zum Weiterbearbeiten, alles, was sich irgendwie in Pixels umbauen lässt … Fast so wie ein Heim für verlorengegangene Tiere.
Später, während ich die Wäsche aufhänge, denke ich über ein Museum der Ideen nach. Statt das Ganze im Internet zu inszenieren, sollte es ein richtiges, ein lebendiges Museum geben. Menschen kommen und gehen und alle bringen etwas hin oder nehmen etwas mit. Ein Ideenumschlagplatz.
Ooops, das sollte ich jetzt vielleicht nicht alles öffentlich hier schreiben. Womöglich klaut mir sonst noch jemand die Idee! 🙂
Brot und Spiele
Wie ich da den Birkenhohlweg hochwandere, kann ich kaum mehr verstehen, dass ich mich zuweilen nur schwer vom Laptop loseisen kann. Doch wenn ich über den virtuellen Karten sitze und diese Abbildung der Welt da draußen betrachte, die verschiedene Kartenoptionen – Straßenkarten, Wanderkarten, Satellitenkarten – anklicke und versuche, mir vorzustellen, wie dieser Weg oder jener in Wirklichkeit aussieht und ob ich ihn bereits kenne oder bereits gelaufen bin, vergesse ich zuweilen, dass ich jetzt einfach aufstehen und loslaufen könnte.
Wie schön es in Wirklichkeit ist, das Leben, erfahre ich aber nur, wenn ich die virtuellen Sinne runter dimme und stattdessen die echten fünf Sinne öffne. Die Vögel locken mich weiter und weiter. Bereits wachsen erste Mohnblumen am Wegrand und ihre roten Köpfe lachen mir zu. Ich gehe unter Bäumen entlang und genieße jeden Schritt, der mich näher zu J. trägt. Fast fliege ich zuweilen. Dann wieder halte ich inne und mache ein Bild. Und da noch eins. Und noch eins.


Wieso nur, frage ich mich mitten in der Schönheit dieses Sonnentages, wieso nur sind wir immer so gierig auf das Hervorragende? Sei es im Facebook, wo ich zwar nicht dabei bin, worüber ich aber doch einiges mitbekommen habe, in der iPhoneArt-Community oder auch in der Blogosphäre: immer geht es darum, das vorherige zu toppen. Noch mehr! Noch besser! Wir füttern uns mit Statistiken und Kommentaren. Wir nähren unsern Selbstwert von diesen Zahlen und Worten, die im Grunde kaum etwas über die Qualität einer Begegnung aussagen.
Gebt ihnen Brot und Spiele!
Irgendwann bin ich da. Bei J.. Wie schön ankommen doch ist! Ebenso schön wie unterwegs sein.
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Bilder: iDogma-Art –
Mit ProCamera fotografiert, mit Segmentix und anderen Apps weiterbearbeitet und via Laptop hochgeladen.
Wunderkarte Wanderkarte
Nein, nein, ich werde nicht auf einmal zur Jakobswegpilgerin! Auch jetzt nicht, wo ich mit dem Gedanken liebäugle, meinem Liebsten auf dem letzten Stück Jakobsweg seiner fünftägigen Pfälzertour entgegen zu wandern. Noch ca. fünfzehn Kilometer auf und ab trennen uns. Ein Hupf, verglichen mit den hundertfünfzig Kilometern, die er total zurückgelegt haben wird.
Die nächste Wegmarkierung ist gerade mal hundert Meter vom einsamen Gehöft entfernt. Und die ungefähre Route habe ich soeben gegooglemapt. Ausgedruckt sogar. Das iPhone ist ebenfalls instruiert, wo lang es geht und eigentlich müsste ich nur noch loslaufen. Davor noch schnell meinen Rucksack mit Wasser, Brot, Nüssen, Datteln und einem Apfel bestücken.
Liebäugeln mit etwas und etwas wirklich tun sind zweierlei. Die virtuelle Welt, in der ich mir soeben Informationen zusammengeschustert habe, gegen die reale Welt da draußen eintauschen, wo die Sonne scheint und die Vögel pfeifen: wieso ist da dieser Widerstand?
Gewohnheiten durchbrechen. Jawohl!
Auf, auf zum fröhlichen Jakobswandern … 🙂 Immerhin gehe ich auf dem ersten Teil meiner Wanderung in die verkehrte Richtung. Nicht utreia, nicht santiagowärts.
Fortsetzung folgt in diesem Theater. Live.
Des Kaisers neue Kleider
Da wollte sie eigentlich seit Stunden einen coolen Artikel schreiben. Ein bisschen satirlich sollte er sein und von der schönen, heilen, virtuellen Welt sollte er handeln. Und von Webcommunitys und Herdentierchen, die in jenen Gemeinschaften ihre Ersatzheimat fanden. Und endlich glücklich sein und vor sich hin glitzern konnten. Kurz gesagt wollte sie einen Artikel über Internetsucht und Internetgläubigkeit schreiben. Und es sollte auch ein Resümme zu einem weiteren Artikel* aus der bereits gestern erwähnten „DU“-Ausgabe werden („Digitales Leben – Reportagen aus der Parallelwelt“). Sie legte sich bereits die Worte im Kopf zurecht und sie würde auch darlegen, warum sie nicht bei Facebook dabei ist.
Was aber tut sie stattdessen? Genau! Sie surft. Sie schaut sich dies und das an. Vergisst Zeit und Materie und verschmilzt beinahe mit ihrer Tastatur. Sie lädt neue Bilder in ihre Kunst-Community hoch. Und kaum ist das letzte Bild hochgeladen, und noch nicht mal fertig beschrieben, als auch schon der erste Kommentar eintrifft. Von einem ihrer Lieblingsmitglieder. Die Mailbox bimmelt. Gleich darauf folgt der zweite und der dritte. Ach, diese Gier nach Anerkennung …
Voyerismus und Exhibitionismus brauche es, um sein (Parallel-)Leben im Internet auszubreiten, sagt Kummer im besagten Artikel. Provokativ inszeniert er, wie er – während er auf seinen Sohn wartet – ständig vom Vibrieren seines iPhones an Facebook-Updates erinnert wird. Er karikiert herrlich, was die guten Freunde laufend an Neuigkeiten hochladen. Freunde, die er zum Teil nur vom Namen her kennt, die er dennoch als Freunde geaddet** hat, weil sie entweder ihn zuerst als Freund geaddet haben oder weil sie gemeinsame Freunde haben, die sich wiederum auch gegenseitig geaddet haben. Wer dich addet, den musst du auch adden – das erste Gesetz des digitalen Networking. Natürlich nur, falls du dir einen Gewinn aus der Vernetzung erhoffst. Und wer dir ein „Gefällt mir!“ schickt, dem musst du später auch ein „Gefällt mir!“ schicken.
Schnitt.
Heute Nachmittag habe ich meinen Liebsten, der kurzfristig auf dem Pfälzer Jakobsweg unterwegs ist, als Ausstellungshüterin vertreten. Zweieinhalb Stunden habe ich in einer zur Galerie umfunktionierten Kirche verbracht, mit dem iPhone ein paar Bilder aufgenommen, diese auch gleich mit ein paar tollen Apps bearbeitet und vor Ort in meine bereits erwähnte Internet-Community hochgeladen. Keine schlechte Sache. So ein Ausstellungshüte-Job täte mir eigentlich ganz gut gefallen. Idealerweise natürlich gegen Bezahlung.
Jetzt, wieder daheim am Rechner, surfte ich durch das Universum. Ich besuchte die gemeinsame Galerie der Community, wo kaum eine Minute vergeht, ohne dass ein Bild hochgeladen wird. Ich schrieb eine Reihe von Kommentaren zu Bildern, die mir gefallen. Ab und an ertappe ich mich, dass ich auch mal einen Kommentar zu einem mittelmässigen Bild schreibe, weil mir besagte Person auch einen netten Kommentar geschrieben hat. Oder weil die eine oder andere Person kaum Kommentare bekommt. Oder ich nehme Personen in meine Favoritenliste auf, weil sie mich ebenfalls in ihre Liste aufgenommen haben. Siehe erstes Gesetz des digitalen Networking. Das ist ja auch okay, aber so werden die Grenzen schwammig.
Ich will um der Qualität willen kommentiere nicht einfach bloß, weil ich nett sein will. Irgendlink, der in der Regel weniger Kommentare zu seinen Bildern erhält als ich, obwohl ich seine Bilder besser als meine finde, sagt, wann immer ich eins seiner Bilder kommentiere, dass ich es bloß aus Mitleid getan hätte. Augenzwinkernd sagt er es, natürlich, weil es ja nicht stimmt. Doch es wirft in mir die Frage auf, warum andere meine Bilder kommentieren. Und warum ich die Bilder der anderen kommentiere. Ist ja beim Bloggen nicht anders, ach …
Mitleid ist im Kunstbereich kein guter Ratgeber. Und auch sonst nirgends.
Sonst stehe ich, sonst stehen wir auf einmal ohne Kleider da …
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* Facebook – Tom Kummer
Facebook Revisited – die Fiktion des Realen
Der Borderline-Journalist Tom Kummer löste im Jahr 2000 mit fiktiven Interviews einen Medienskandal aus. Seine Kollegen verwirklichen ihre schillernden Seiten im Internet. Facts & Fiction beim Facebook-Besuch.
** adden: zu einer Liste hinzufügen
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Des Kaisers neue Kleider:
– Märchen
– Wikipedia