Wunderkarte Wanderkarte

Nein, nein, ich werde nicht auf einmal zur Jakobswegpilgerin! Auch jetzt nicht, wo ich mit dem Gedanken liebäugle, meinem Liebsten auf dem letzten Stück Jakobsweg seiner fünftägigen Pfälzertour entgegen zu wandern. Noch ca. fünfzehn Kilometer auf und ab trennen uns. Ein Hupf, verglichen mit den hundertfünfzig Kilometern, die er total zurückgelegt haben wird.
Die nächste Wegmarkierung ist gerade mal hundert Meter vom einsamen Gehöft entfernt. Und die ungefähre Route habe ich soeben gegooglemapt. Ausgedruckt sogar. Das iPhone ist ebenfalls instruiert, wo lang es geht und eigentlich müsste ich nur noch loslaufen. Davor noch schnell meinen Rucksack mit Wasser, Brot, Nüssen, Datteln und einem Apfel bestücken.
Liebäugeln mit etwas und etwas wirklich tun sind zweierlei. Die virtuelle Welt, in der ich mir soeben Informationen zusammengeschustert habe, gegen die reale Welt da draußen eintauschen, wo die Sonne scheint und die Vögel pfeifen: wieso ist da dieser Widerstand?
Gewohnheiten durchbrechen. Jawohl!
Auf, auf zum fröhlichen Jakobswandern … 🙂 Immerhin gehe ich auf dem ersten Teil meiner Wanderung in die verkehrte Richtung. Nicht utreia, nicht santiagowärts.
Fortsetzung folgt in diesem Theater. Live.

0 Gedanken zu „Wunderkarte Wanderkarte“

  1. sehe eine soso, sehe einen irgendlink und sehe sie sich entgegen laufen, sie mit klopfendem herzen, er gelassen dem zuhause entgegen wandernd – sehe sie sich umarmen und gemeinsam atmen – ihre liebe, ihr glück, ihre zweisamkeit… schöne idee!

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