Wenn ich bei mir einkehre
Gibt es kein Bier
Es gibt keinen Fussball
Und keine Chats
Da ist niemand –
Erst nach einer Weile
Höre ich die Stille
Und nicke ihr zu
Etwas später
macht sie den Vorhang auf
die Welt schaut herein
Freundlich und bunt
Die Berge und das Flachland
Die Seen und die Städte
Menschen und Tiere
Alle ganz versunken
In die Zeit
In der sie stehen
Wenn ich bei mir einkehre
Ist es wie damals
Als ich noch klein war
Auf dem Brunnenrand kniete
und Wasser trank
Bis der Durst gelöscht war
Quelle: Rundbrief vom 22.6.10 von Linard Bardill