„Nein, wir fahren nicht zum Nordkapp“, haben wir vor zwei Tagen beschlossen und versichern es uns seither immer wieder, denn auf der Norwegenkarte wird die Stecke mit über tausendsiebenhundert weitern Kilometern angezeigt. Ungefähr so viel wie wir schon gefahren sind. Und alles bis am 24. Juli wieder zurück. Puh, wollen wir das wirklich?
Dennoch fahren wir immer nordwärts … Durch endlose Wälder, an Seen und noch mehr Seen vorbei.
Seit gestern Abend acht Uhr sind wir nun irgendwo in Norwegen. Auf der Route nach Røros. Ein hübscher Campingplatz – wen wunderts – an einem See. Den wir heute morgen bereits getestet haben. Saukalt …
In Gagnef lief uns erstmals seit Tagen ein richtiger PC über den Weg, denn schwedische Tourishops bieten oft kostenloses Internet an. Wenn schon, denn schon, sagten wir uns und fischten kostenlos drei Geocache-
Wegbeschreibungen aus dem Netz. J.s Geocaching-App ist ja schön und gut und praktisch und auch zuverlässig – doch natürlich nicht gratis.
Gestern lief das Cachen einfach super. Kaum am richtigen Ort angelangt, mussten wir nur noch die Hand ausstrecken und das Döschen oder die Dose packen. Zu unserer Erleichterung hat die nette Dame vom Tourishop beigetragen, die uns bei der Übersetzung der Cache-Infos, die ich auf die Rückseiten von Einkaufszetteln gekritzelt hatte, geholfen hat. Dass ‚bakom‘ neben heißt, weiß ich jetzt und ‚och‘ ist und.
Den klangvollsten Cache fanden wir beim Glockenspiel in Leksand. Ein hübsches kleines Städtchen auf der Route nach Falun. Viermal am Tag spielen auf dem Dorfplatz ca. zwei Glockenoktaven in einem architektonisch originellen Türmchen ihre zweiminütigen Melodien, vier verschiedene wohlgemerkt.
Den originellst verpackten Cache fanden wir vierhundert Meter von hier (siehe Bild). Auf unserm Abendspaziergang fragten wir J.s App ab –
siehe da: auch in Norwegen wird gegeocacht! Scheint so, als mausere sich unsre Reise zu einer Geocache-Tour vom feinsten!
Mehr zu unsrer Leidenschaft unter geocaching.com
