Mahlstrom

Der letzte Abschnitt der Siebzehn ist Vergangenheit. Zwei Fährenfahrten und ein langer Straßenabschnitt nach Bodø, unterbrochen durch das Finden dreier Caches. Auf der ersten Fähre plötzlich die Stimme des Kapitäns. Unruhe macht sich breit, alle stürzen sich mit ihren Kameras nach draußen. Wir hinterher, im Mahlstrom der Masse. Dramatische Stimmung. Aha, der Polarkreis! Exakt bei N 66.33 steht eine Skulptur am Ufer der Insel, die wir passieren. Der iFon-Kompass bestätigt es. Mir ist ganz pathetisch zu Mute: was für ein historischer Augenblick!

Immer weiter fahren. Den Weg vollenden. Reisen heißt fließen, den Flow finden, dem eigenen, dem gemeinsamen Rhytmus folgen. Den eigenen Mahlstrom finden.

Bei einer der letzten Brücken auf der Siebzehn, der Saltstraumenbrua, finden wir den letzten Cache des Tages und in Norwegen: den größten Mahlstrom der Welt. Riesige Wassermassen strudeln. Das Bild zeigt einen Blick ins Maschinenhaus neben dem Fluss.

Kurz vor Bodø nehmen wir die Straße gen Osten, heißt Schweden, und überqueren nach acht Uhr irgendwann die Grenze. Die Hoffnung, dem Dauerregen zu entrinnen, erfüllt sich nicht. Wir beschliessen darum, eine Hytter zu mieten und finden – noch immer knapp oberhalb des Polarkreises – eine kleine, die auch preislich passt. Ca. dreißig Euro.

Mitten im Niemandsland. Aus dem Fenster der Blick auf den See. Die Sonne scheint wieder, noch zaghaft, doch sie lässt hoffen … Wir fahren heute weiter Richtung Ostsee, südwärts … Immer im eigenen Takt, immer im eigenen Strom.

In eigener Sache: Herr Irgendlink (irgenlink.de) und ich schreiben unsere Blogs meist gleichzeitig und ohne Absprache, sodass sie sich inhaltlich zuweilen überschneiden. Egal …

Viel Spaß euch da unten im Süden beim Mitreisen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert