Wenn der Bostich keine Klammern mehr ausspuckt.
Wenn die Schublade klemmt.
Wenn die Nerven flattern.
Wenn die Zahlen einfach nicht stimmen wollen.
Wenn die Datenbank einfriert.
Wenn alle etwas von dir wollen und gleichzeitig noch das Telefon klingelt.
Wenn du am liebsten einfach den ganzen Zirkus namens Büro hinter dir lassen nur eins willst: Raus an die Sonne!
Dann gibts nur eins …
Sachen packen und gehen oder gaaaaanz laut schreien!
da war ich soo nah dran, glaub mir!
oder noch näher als so!
😉
(aber scham und kontrolle waren zu stark – …)
Tiiiiiief durchatmen.
ja – aufm klo. dann notfalltropfen … zum glück fast immer dabei!
daanke!
ja genau … tiiiief ausatmen, dann Sachen packen, Feierabend und am nächsten Tag von vorne …
der Stress kommt sofort an, liebe Soso … möge es heute ruhiger sein
herzliche Grüße
Ulli
gehen wär nur im äussersten notfall gegangen. ich sag nur deadlines.
bin darum sogar noch länger geblieben. hätte noch std-lang im leeren haus weiterarbeiten können in aller ruhe. so müsste es sein 😉
heute hab ich „frei“, morgen dann weiter.
danke dir!!
Das Problem ist, dass man versucht, allem und allen gerecht zu werden, was einen überhaupt erst in die unangenehme Stresssituation bringt. Es ist wie beim Tausendmeterlauf: man will gewinnen, oder wenigstens nicht verlieren und strengt sich deshalb umso mehr an, wenn andere an einem vorbei ziehen. Die Anstrengung äußert sich in erhöhtem Puls bis hin zu Brustschmerzen, beim Dauerlauf durchaus nur physisch, aber man ist bereit, das Dauerlaufspiel mitzuspielen, will es möglichst gut machen.
Der lendenlahme Sohn des Rektors, Hartmut, hatte nie eine Chance, den Dauerlauf zu gewinnen, geschweige denn, einen Sprint. Das gab sein Körper einfach nicht her. Monsieur Irgendlink hatte die Chance und er hat auch manchmal gewonnen mit Schmerzen in der Brust und keuchendem Atem, alles gegeben. Ein Spaß war das nicht. Der Sieg, der zweite oder dritte Platz, waren gewiss eine Befriedigung, aber bei Weitem nicht etwas, wofür es sich lohnen würde, zu kämpfen … aus heutiger Sicht, alt und weise geworden.
Das Leben ist nur eine Kombination verschiedener Scheinwerte, die einem, je nachdem, an welchem Zeitpunkt im Leben man gerade steht. mal um jeden Preis als zu erreichen-müssen scheinen, mal, mit dem Abstand von Jahren, Jahrzehnten, als völlig hirnrissig unter der Rubrik „Wie konnte ich nur das Spiel mitspielen“, abgelegt werden. Schwierig ist wohl, im Jetzt das Spiel und die damit verbundene Sinnlosigkeit, es gewinnen zu müssen, zu erkennen. Im Übertragenen Sinne meine ich. Hartmut ist manchmal einfach stehen geblieben.
Aber um zur Frage zurück zu kehren: ich denke, es hilft nur eins, die nächstgelegene Bushaltestelle tapezieren!
ich such schon mal das kleister.
auf dem plakat, das ich hinklebe, steht etwas über die illusion und dass stehenbleiben nur scheinbar ein rückschritt ist, wenn die welt vorüberrast. wenn man lange genug stehen bleibt, holt sie einen wieder ein.
und das herz hat sich bist dahin auch wieder beruhigt.
(wenns bloss so einfach wäre …)
Klar. Stehenbleiben ist immer nur nachträglich einfach. Dann, wenn man die Kräfte, die einen treiben als widersinnig erkannt hat.
genau. widersinnig im sinn von lebensfeindlich.
im nachhinein. tja.