Einfach so

Wenn ich grad mal nicht Bewerbungen schreibe, am neuen Romanprojekt arbeite, ein Buch lese, im Haushalt schufte, einkaufe oder spazierengehe, bin ich oft am Kritzeln. Abends auf dem Sofa vor allem. Das Ziel ist eigentlich immer runterzukommen, mich zu entspannen.

Ich denke dabei nichts, ich verfolge kein Ziel. Ich überlasse das Kritzeln meiner rechten Hand. Es ist ein bisschen wie Écriture automatique, das automatische Schreiben, das eine Schreibmethode, bei welcher Bilder und Gefühle so unzensiert wie möglich wiedergegeben werden sollen. Dabei wird der Stift nicht abgesetzt. Geschrieben wird pausenlos, ohne Nachzudenken. Beim Kritzeln halte ich es sehr ähnlich. Meine Hand kritzelt einfach vor sich hin.

Gestern hatte ich mein Gekritzel sogar fotografiert und mit einige Apps nachbearbeitet. Die nachfolgende Version hier mag ich besonders. Weil sie grad so meinen Zustand – irgendwo zwischen fluffig-schwebend-ungeordnet und doch irgendwie strukturiert – wiedergibt.

Auf einmal habe ich in obigem Bild einen Indianerkopf entdeckt, der sich eingeschlichen hat. Sogar doppelt, von oben und von unten.

Ich bin als Hinschauerin geboren worden. Schade, dass das kein Beruf ist. Oder doch?

Das Fieberorakel zu Dada

Ich bin nicht der einzige Weg zu einem anderen Land. Und die Kinder sind wir. Uns. In den nächsten Wochen, in den nächsten Jahren. Nicht so viel – zu viel?– für mich. Nicht so viel Geld zu verlangen. Und der andere? Nicht aus den Federn? Zu den Favoriten hinzugefügt, in der Stadt und Land …

Mein Handy kann Dada. Dank des neuen Betriebssystems werden mir, wenn ich etwas schreiben will, immer jene Wörter angezeigt, die ich meinen/denken/schreiben wollen könnte. Es erinnert sich sogar an meine selbstkreierten Wörter und es zeigt sogar dann mögliche Wörter an, wenn ich noch keinen ersten Buchstaben getippt habe. Dann entsteht sowas wie der kurze Text oben. Nur die Satzzeichen habe ich nachträglich eingefügt.

Mein Handy ist ein Orakel? Vielleicht. Ich gestehe, dass zwischen uns eine Art Liebesbeziehung besteht. Eine einseitige allerdings, denn mein Handy hat mir noch nie gesagt, dass es mich liebt. Und weder Liebe noch lieben hat es mir je spontan zu schreiben vorgeschlagen. So weit geht seine Erinnerung noch nicht. Wenn es nur lang genug bei mir ist und meinen Wortschatz besser kennt, vielleicht dann? Ob es lieben kann, steht eh nicht zur Diskussion. Was immer Liebe ist.

Mein Handy braucht mich nicht. Doch das erste Wort, das es anzeigt ist immer Ich. Immer. Es braucht mich trotzdem nicht.

Mein Handy ist nicht Ich. Ich bin nicht mein Handy.

 

Es ist das Leben, das zählt. Und das Schreiben ist Teil des Lebens. Ohne Verdauung würde ich krepieren.

Das Leben. Mein Leben. Zählt. Ja. Aber nur für mich. Und immer nur jetzt. Nicht morgen. Nicht gestern. Illusionen nur. Nehmen wir uns nicht zu wichtig. Aber wichtig genug. Denn wir wissen es nicht. Wir wissen nichts. Ich bin nicht der einzige Weg zu einem anderen Land. Wäre ich Weg, wäre ich jenen zu mir. Durch die Fieberträume hindurch. Durch das Dunkel, das nie dunkel genug ist, um nicht irgendwo doch noch ein kleines Lichtlein unter der Tür zuzulassen. Keine Dunkelkammerschwärze. Die gibt es nur künstlich.

Der Schweiß auf der Haut stört mich erst, wenn er den Pyjama erreicht, dann kühlt er mich, und ich föhne mich morgens um fünf Uhr trocken. Kalter Schweiß. Das Fieber sinkt wie ein Mäusebussard und macht mutig, dem Leben zu erlauben, zu sein, wie es ist. Dem Körper auch. Der Liebe sowieso. Und mir. Und die Kinder sind wir. Immer. Auch wenn wir alt sind.

Zu verstummen wird immer eine Option sein

Ich begegne
_so vielem
_so vielen
mir begegnen
_so viele
mir begegnet
_so vieles
Ich höre hin
höre zu
höre weg
höre nicht
verstehe
verstehe nicht
will
will nicht
mag
mag nicht
kann
kann nicht

Begegnen braucht Kraft
Begegnen gibt Kraft
Beziehung
beziehen
ziehen
gegen
für
mit

Verstummen ist immer eine Option

______________________________________________

Nachts im Halbschlaf habe ich den Titel im Dunkeln auf den Block gekritzelt. Was ich drum herum geträumt habe? Ich weiß es nicht mehr. Obige Zeilen sind frei assoziiert.

Im Marathon geschrieben

Endlich mal wieder so ein richtig toller Schreibtag war das. Ich sag nur: Meine Schreibgruppe! Auch wenn ich nicht mehr regelmäßig dabei sein kann, ist gemeinsame Textarbeit mindestens so inspirierend, wie das Schreiben allein im stillen Kämmerchen.

Dieses Jahr hatten wir unsere alte Tradition wieder aufgenommen und den Pfingstmontag zum Schreibtag erkoren. Und geschrieben, was die Tasten hergaben.

Marathonschreiben … I love it!
Einfach schreiben, ohne Zensur, ohne Kritik. Vorher wird die Schreibdauer definiert, und ob man sich von Themen oder Bildern inspirieren lassen soll. Achtung, fertig, los … und dann wird geschrieben … ohne abzusetzen! Nachher lesen alle vor. Zur Inspiration … und so weiter und so fort.

Dazwischen Pausen, essen, trinken (, rauchen) und erzählen …

Eine Textkostprobe? Gerne. Hier …

2. Schreibphase [Schreibzeit: 15 Minuten, mit sechs zu verwendenden Wörtern, (die fettgedruckten Wörter)]

Am Falafel-Stand blieb sie stehen. Sie war außer sich. Sie war außer Atem. Sie konnte nicht mehr. Warum hatte er sie nicht gewarnt?

Die Kapuze, die sie sich über den Kopf gezogen hatte, schob sie zur Seite, um besser sehen zu können. Offenbar hatte sie Pete abgehängt. Und nun stand sie da. Ohne Plan. Wohin sollte sie?

Zu den Eltern zurück war eine Option, die keine mehr war. In ihrem Rucksack war nur das Allernötigste. Ein bisschen Geld. Ihr Handy. Ein paar Kleider. Sie würde sich jetzt erst einmal ein paar frittierte Kichererbsenbällchen gönnen, um wieder zu Kräften zu können. Hier, am Bahnhof, mitten in den vielen Menschen, fühlte sie sich sicher.

Sie zahlte den Falafel und setzte sich auf die Treppe der Heiliggeistkirche. Aber das war keine gute Idee. Kaum hatte sie sich gesetzt, wollte ein Mann, der ziemlich lange zottige Haare hatte, mit ihr Geschäfte machen. Roten Libanesen hätte er. Saubere Ware. Sie stand auf und ließ ihn stehen. Schlenderte über den Platz zum Loebegge. Knabberte an ihrer Brottasche. Versuchte, möglichst so auszusehen, wie alle hier. Wie eine Wartende. Was sie ja auch war. Immer wieder blickte sie auf ihr Handy. Die Ortungsfunktion hatte sie ausgeschaltet, Ob man sie trotzdem finden konnte? Konnten die das überhaupt? Aber wenn sie das Handy ausschaltete, würde sie Toms Anruf verpassen. Er war der einzige, dem sie noch vertraute.

An ihn zu denken, ließ ihr Herz vibrieren. Wie war das gewesen? Hatte nicht er ihr gesagt, dass sie Amir und Pete trauen könne? Und hatte nicht er ihr gesagt, dass sie in der Schweiz sicher wäre?

Konnte sie Tom wirklich trauen? Natürlich war sie illegal hier, spätestens, seit sie ihr die Papiere abgenommen hatten, aber das war doch kein Grund für …

Sie schlenderte so schnell, wie man es noch schlendern nennen konnte Richtung Altstadt. Auf dem Kirchturm jene Uhr, die immer nur die Stunden anzeigte. Doofe Kirchen hatte es hier, in diesem kalten Land.

In den Lauben fühlte sie sich einigermaßen unsichtbar. So unsichtbar, wie man sich mit eben mit der falschen Hautfarbe im falschen Land fühlen kann. Taxis hielten. Türen knallten. Besoffene verließen Bars. Setzten sich auf die Stufen und steckten sich Kippen an. Bis sie ganz unten in der Altstadt angelangt war, hatten sie fünf Typen angemacht, zweimal wollten man ihr Kiffe verkaufen, einer wollte ihr Geld geben, wenn sie ihm …

Was war das für ein Land? Sie ging und ging und ging weiter und wusste doch nicht wohin. Beim Bärenpark angelangt stellte sie fest, dass sie hier fast allein war. Sie bog ab und beschloss, irgendwohin zu gehen, wo es viele Menschen hatte. Die Altstadt war, wie immer an Samstagabenden, sehr belebt. Da, vor dieser Bar dort drüben, hatte sie Tom das erste Mal gesehen. Kreißsaal hieß sie. Was, wie ihr Tom erzählt hatte, mit Babys zu tun habe. Das hatte sie nicht verstanden. Nicht, was Babys und Bars gemeinsam hatten. Aber egal, sie würde dieses Land nicht verstehen. Nie.

Sie sehnte sich nach ihrer Heimat. Nach den Düften im Garten ihrer Eltern. Sie sehnte sich nach ihren Freundinnen. Sie sehnte sich nach einem Ort, an dem sie heute Abend sicher würde schlafen können. Sie schuldete dem Schlepper viel Geld. Er würde ihren Eltern etwas antun, wenn … Sie musste zurück. Aber sie konnte nicht.

Eine Fledermaus flatterte vorbei, da, noch eine. Das musste ein Zeichen sein. Als Kinder hatten sie immer aus dem Flug der Vögel und dem Gang von Tieren Botschaften gelesen, hatten einander erzählt, was es bedeute, wenn der Kranich so, wenn der Hund so und wenn die Ratten so gingen, so klangen, so pfiffen. Sie hatte die Welt verstanden. Alles war einfach gewesen.

Und hier, hier war alles so schlimm. Hier war alles kalt. Hier wollten alle, dass sie tat, was sie von ihr wollten. Am Anfang hatte sie mitgemacht. Doch nach diesem Freier, der ihr mit einer Flasche … nein, sie wollte nie mehr daran denken. Sie war davongelaufen. Einfach davon. Eigentlich war es gar nicht so schwer gewesen. Aber nun, nun wusste sie nicht wohin.

Es war kalt. Der Springbrunnen auf dem Bundesplatz verströmte eine seltsame Stimmung. Das Licht war falsch. Das Licht tat, als meine es sie. Aber dieses Licht hier, dieses Geld hier, diese Menschen hier, die meinten nicht sie. Die meinten ihren Körper. Diese Menschen hier kannten den Duft im Garten ihrer Eltern nicht und nicht das Lachen ihrer kleinen Schwester und auch nicht die Liebe und Zärtlichkeit ihrer Großmutter.

Warum ich lese

Twitterspruch_ScharfesF
Tweet von ScharfesF | Twitterspruch von @ScharfesF

Ich scrolle durch die Followerliste einer neu entdeckten Tweetse. Ein bisschen voyeuristisch ist es schon, sich all diese kleinen Profilchen anzuschauen und hinzuspüren, wessen Gedanken mich interessieren könnten.

Vor meinen geistigen Augen entsteht ein weltumspannendes friedliches Netzwerk all der twitternden, bloggenden, fb-nutzenden Menschen, mit denen ich direkt und direkt verbunden bin. Ein Netz, in dem ich auch mit drin hänge. Wie ein Spinnennetz sieht es aus in meinem Kopfkino. Viele miteinander verbundene Menschen, verbunden mit Brücken aus Wörtern, Gedanken, Erkenntnissen. Bei den Twitternden mag ich jene Menschen am liebsten, die eine Mischung aus heiligem Ernst und intelligentem Bullshit zuwege bringen. Ohne dabei doof oder dumm zu sein. Philosophisches mit Humor, mit einer Prise Ironie und Satire, die dem allzu Ernsthaften liebevoll auf die Schulter klopft: Hallo, lach mal, die Welt ist nicht nur grau.

Ich sehe dieses Netz vor mir und fühle dabei die Macht, die wir haben, wir, die wir die Welt lieben und mit unseren Texten und Gedanken dazu beitragen, dass sie nicht in Tristesse versinkt. Die Macht der Schönheit. Die Macht der Phantasie. Die Macht der Freundschaft. Die Macht der Wörter.

Gestern sagte ich zum Liebsten, wie sehr ich am liebsten all die Dinge, die ich liebe, für andere und für mich täte. Kurse geben. Andern Sachen beibringen. Andern Bilder und Geschichten schenken. Andern zeigen, wie man besser schreiben kann. Alles ohne Geld zu nehmen zu müssen. Ohne Rechnungen schreiben zu müssen. Stattdessen hätte ich Ende Monat auf meinem Konto das monatliche Bedingungslose Grundeinkommen. Und sie auch. Er ebenfalls. Wir alle. Was für eine Welt!

Jetzt werde ich doch bald fünfzig und habe noch immer die Idee, das Ideal, die Hoffnung, dass die Welt eine bessere werden kann. Und die Hoffnung ebenfalls, dass ich mit dem, was ich bin und mit dem, was ich kann und habe, eben genau dazu beitragen kann.

Jetzt würde ich gerne als Abschluss einen dieser schlauen Sätze sagen, wie das meine Lieblingstwitternde so gut können. Nein, ich muss zum Glück nicht alles können.

Schließlich braucht es auch das Publikum. Die Lesenden. Mich und dich. Heute habe ich begriffen, dass es eine dumme Ausrede ist, wenn ich sage: Ich verbringe viel zu viel Zeit mit Blogs, Twitter und fb lesen und kommentieren. Im Grunde liebe ich es nämlich, zu lesen, was andere tun, denken, erleben, erkennen, teilen, versuchen, wagen. Und da ich ja nur jenen Menschen folge, die mich ansprechen, schreibt niemand hin, wenn er aufs WC geht. Oder gefurzt hat.

Ich lese von echten Menschen, die in ihren echten Leben etwas erlebt, etwas gelesen, etwas verstanden, gedacht, gefühlt haben. Und darum teilen sie es. [Und wenn ich es nicht lese, liest es vielleicht niemand.] Darum lese ich. Ich lese, weil ich lesen will. Weil es mich interessiert. Weil es mir wichtig ist, zu verstehen, wie andere Menschen ticken. Wie andere Menschen leben und fühlen.

Und noch immer fällt mir kein kluger Schlusssatz ein. So what.

Eine Meinung zu haben

Die Sache mit der Eitelkeit habe ich nie so ganz begriffen. Vielleicht weil ich es bin? Vielleicht bin ich, ohne es je gemerkt zu haben, eitel? Nur weniger bei äußerlichen Dingen als bei Dingen, die ich erschaffe? Schreiben und Bilder kreieren. Vielleicht? Bestimmt!

Eitelkeit bremst Mut. Weil … Eitelkeit fragt: Was denken die andern. Und wenn ich das denke, tue ich womöglich nicht, was ich täte, wenn ich mich das nicht fragen würde. Oder wenn es mir nicht wichtig wäre. Dass mir noch immer so wichtig ist, was die andern über mich und meine Taten denken, stört mich.

Ich freue mich zum Beispiel über jeden einzelnen Follower bei Twitter und im Blog. Echt wahr. Ja, so eitel bin ich! Obwohl ich die Statistiken selten angucke … Ich freue mich vielleicht, weil ich mir so einbilden kann, dass das, was ich von mir gebe, irgendwie von Bedeutung sei. Für andere, meine ich, nicht nur für mich. Und dann fühle ich mich ein klein bisschen wichtiger als ich es in Wirklichkeit bin. Als ob das wichtig wäre. Das Sich-wichtig-fühlen, meine ich.

Denn in Wirklichkeit sind andere Dinge viel wichtiger. Dass sich etwas verändert auf der Welt. Dass wir näher zusammenrücken, dass wir uns solidarisieren mit Menschen, die leiden. Mit Menschen, denen Unrecht geschieht. Unabhängig von Rasse, Nation, Religion. Wie zum Beispiel diese Raumpflegerin, die ich nun schon eine ganze Weile kenne. Die von ihrem Arbeitsgeber ausgenutzt wird, aber nicht kündigen will, weil sie sonst nichts mehr hat. Außer drei pubertierende Kinder, die irgendwann keinen Strom und kein Essen mehr haben würden. Solche Unrecht meine ich, direkt vor der Haustür. Oder anderes Unrecht. Waffenhandel. Menschenhandel. Freiheitseinschränkungen. Charlie in Paris.

Meinung
Twitterpost von @wallnuss

Vielleicht darum haben wir in den letzten Jahren das Eine-Meinung-zu-allem-haben so unglaublich kultiviert? Und auch, weil es möglich geworden ist, technisch meine ich.

Ehrlich gesagt, manchmal weiß ich nicht, was für eine Meinung ich dazu haben soll, dass wir alle zu allem eine eigene Meinung haben sollen. Einerseits ist sie ja genial, diese Möglichkeit als solche. Ich meine, dass es sie gibt. Andererseits ist es verdammt verunsichernd, weil nun alle meinen – auch jene ohne Ahnung vom Thema-was-auch-immer-es-ist, Ahnung zu haben, weil sie doch auf fb oder sonstwo im Internet die Meinung von XYZ gelesen haben. Oder zumindest gehört. Doch es ist ja auch verdammt verwirrend, weil nämlich ABC gesagt hat, dass … Und sie hat ja auch irgendwie recht. Und so plappern wir nach, ohne wirkliche Ahnung und nicht wirklich mit eigener Meinung. Aber keine Meinung zu haben, geht ja auch nicht. Oderrr?

Es ist wie mit den Falten. Die bekommt man ja auch einfach, ob man nun will oder nicht. Die bei den andern, die mag ich sogar. Vor allem die Lachfalten oder die zwischen zwei Bergen, die man Täler nennt. Die Lachfalten erzählen davon, dass der Mensch viel gelacht hat. Hat er viel geweint, müsste er Rinnen haben, eigentlich, aber stattdessen bekommt er eine 20ab8ti-Schnurre*. Und das ist nicht schön. Finde ich. Ich mag diese Falten nicht. Nicht in meinem Gesicht. Nicht in meinem Leben.

Ja. Ich meine natürlich nein, vieles mag ich nicht. Aber es gibt auch vieles, das ich mag. Drauflos schreiben zum Beispiel. Ob das schon unter Eine-Meinung-haben durchgeht? Habe ich denn eine und wenn ja, wozu? 😉

Zur Écriture automatique auf jeden Fall. Es macht Spaß. Einfach drauflos hacken. Und auf einmal weißt du genau, was dich beschäftigt. Das nämlich, was deine Finger in die Tasten hauen. Und nein, das ist keine Satire, bestenfalls ein klein bisschen ironisch.

________________________

* Wie kann ich das bloß übersetzen für meine deutschen LeserInnen? Stellt euch eine Uhr vor, die zwanzig Minuten nach acht Uhr anzeigt. Wie die Zeiger, so der Mund. Und die Falten sowieso -> so irgendwie:  🙁

Und ja, ein bisschen habe ich den Text gekämmt, so eitel bin ich nämlich.