BioSophien

Das Messer hatte offen dagelegen. Seit Wochen schon. Es zu sehen, hätte bedeutet, sich die Verletzungsgefahr bewusst zu machen. Mit ein paar Eiswürfeln stillt sie das Blut, betäubt sie den Schmerz. Wir wissen nicht, weshalb sie weint, denn die Wunde ist nicht tief. Schmerzen tut sie trotzdem, doch sie beißt auf die Zähne.

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Durchs Teleobjektiv sieht jedes Jetzt – deins, meins – aus wie ein gerades Stück Weg. Aus Distanz erst erkennen wir Mäanderschlaufen: Bögen, Kurswechsel und Umwege. Mal kantige, mal weichgezeichnete. Dickere und dünnere. Jahresringen gleich.

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Was gäbe ich zuweilen darum, in mir drin einen Schredder zu haben. Was im Büro eine Selbstverständlichkeit ist, müsste doch auf unserer BioFestplatte auch serienmäßig installiert sein! Wo bitte kann ich mich aufrüsten lassen?

Ein Kommentar zu „BioSophien“

  1. Liebe Sophia!

    Da sprichst du mir aus der Seele!!! Ich wünsche mir manchmal auch so einen Schredder für den ganzen Müll, den ich da so mit mir schleppe…

    Für heute wünsche ich dir eine gerade Wegstrecke.

    Herzliche Grüße – Donna

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