Alle reden vom Neuen Jahr und davon, dass sie glauben, es werde gut. Alles. Oder einiges zumindest. Und ich? Ich habe nichts dazu zu sagen. Weiß nicht, wie es wird. Will es auch nicht wissen.
Ich werde es – soweit es in meiner Macht steht – für mich so schön wie möglich gestalten. Erleben. Poc a poc – Stück für Stück – Schritt für Schritt. Genauso wie es an der Brücke in Thuès-Entre-Valls angeschrieben steht. Poc a poc den Abhang runterfahren sollen wir dort. Poc a poc leben sollen wir. Hier. Jetzt. Nicht auf Vorrat.
Schließt schreiben (er)leben aus? Notiert gestern Abend vor dem Einschlafen. Weil ich kaum schreibe, wenn ich viel erlebe. Nun wieder allein im Bett. Allein mit dem Schreibblock. Halbleer die Wohnung jetzt. Halbvoll. Ganz da ich. Du dort. Und du und du dort.
Wäre das Leben einfacher, würden wir nur das NotWendige tun? Feuer schüren zum Beispiel, um nicht zu erfrieren, hat J. gemailt. Und neben dem Notwendigen nur das, was Freude bereitet.
Was wendet die Not? Was macht Freude? Was zählt? Tja … Kann ich nur für mich beantworten. Soziale Netze weben zum Beispiel. Freundschaften pflegen, Menschen lieben, Dinge kreieren, Geschichten und so. Dazu heilsames, achtsames Unterwegssein. All dies sowohl notwendig als auch lustvoll.
Und Internet? Notwendig? Lustvoll? Tja, habe gestern Abend kein Internet gehabt … obwohl alles technisch einwandfrei aussah. Empfang gut, hieß es sogar. Aber rein und raus ging nix.
Ferienhalber kein Internet zu haben, ist für mich kein Problem, doch als ich gestern vor der Kiste hockte und nicht mehr ins Große Netz rein konnte, fühlte ich mich doch irgendwie neben der Schiene. Wie die Raucherin, die ich einst war, mit Zigarette im Mund, doch ohne Feuerzeug. Notwendig? Lustvoll? Oder süchtig gar?
Hm. Poc a poc. Nicht auf Vorrat. Mich freuen an dem, was ist. Am Alleinsein, jetzt grad, und an der relativen Freiheit, die ich habe. Neben aller Sach- und Zeitzwänge, meine ich, die allesamt mit Brötchen verdienen zu tun haben. Kohle verdienen um konsumfähig zu bleiben.
Um nicht zu verhungern. Um ein Dach über dem Kopf zu haben. Um nicht zu erfrieren. Nur noch das NotWendige tun! Feuer schüren, also.
Und arbeiten gehen?
Und sie dreht sich doch, die Erde … das Hamsterrad auch …
Stück für Stück – ja! Anders geht es nicht!
Nun, ich glaube, ich habe dir noch nix gewünschr für’s neue Jahr…
Also, ich wünsche dir ganz viel Zeit zum Schreiben und für die Liebe…Hamsterräder gehören nämlich verboten!!!
LG – Donna
liebe donna
viel zeit! hach, ja, das wünsche ich mir tatsächlich, viel zeit zur freien verfügung! 🙂 danke vielmals!
auch dir das allerbeste und dass dir die ideen nie ausgehen!
liebgrüss, d.