im Bauch das Stimmgerät

Neulich getagebucht: „Oft fühle ich mich im falschen Leben, im falschen Film. Wo habe ich überhaupt noch das Gefühl von richtig in meinem Leben? Wo, wann, wie … Ob es für Spurensuchen dieser Art auch GPS gibt?“

Na ja, es sind ja nicht die in Koordinaten messbaren Orte, die bewirken, dass ich mich hier richtig und dort daneben fühle … Obwohl es natürlich Orte gibt, wo ich mich besonders wohl fühle. So geht es mir mit Menschen. Mit Gruppen. Mit Einzelpersonen.

Ich weiß, dass ich ein GPS des Herzens irgendwo in mir drin habe, im Bauch oder im Herz, mein ganz persönliches Stimmgerät, meinen eigenen Seismographen … Bin ich auf der richtigen Frequenz, in Kontakt mit mir selber, erfahre und verstehe ich alles Mögliche über mich und meine Leben. Wenn nicht, dann nicht.

Spannend zwar auf diese Mitteilungen zu hören, nur lassen sie sich oft genug nicht in die Realität übertragen. Ich kann ja nicht immer alles stehen und liegen lassen, wenn ich in einer Sitzung nicht mehr mitschreiben mag. Müsste ich also statt der Umstände meine Haltung neu ausrichten,  Norden neu definieren, den Grundton neu bestimmen, neu stimmen und meine Realität schönen und beugen, bis sie passt? Oder ich in sie reinpasse?

Ooops, sooo viele Diskrepanzen … Oder bloß ein Muster, das ich noch nicht begreife? Wie andere wohl damit umgehen?