Einer dieser Tage II

Früh morgens um acht Scherben. Ein Glas fällt zu Boden. Ob es mir Glück bringt? Beschlossen, abzuwarten. Mensch soll den Kehricht nicht vor dem Abend loben.

Im Büro einen mürrischen Scheff vorgefunden. Kaum zu ertragen! Der letzte Tag vor seinen Ferien. Er wolle um drei los. Mühsam. Die ganze Woche schon war er wie auf Nadeln.

Am späten Vormittag eine kleine Sitzung zu zweit: To Do-Listen erstellen, Pendenzen definieren und Prioritäten setzen. Schließlich mir anhören müssen, dass ich ferienreif sei. Dahinter seine Angst spüren, die er um mich hat. Oder um die Bude. Nämlich, dass ich mir zu viel aufbürden und eines Tages vor Erschöpfung zusammenbrechen könnte. Gut gemeint, aber definitiv nicht sein Problem! Auch nicht, wie ich meine diesjährigen Urlaubstage beziehen werde. Wir zoffen ein wenig.

Zurück am Schreibtisch hätte ich am liebsten geflennt. Arsc*** gedacht und so … Statt zu flennen, meine Mailbox geöffnet und einen wunderbaren Zweizeiler und ein tolles Bild von J.  gefunden. Mein Tag ist gerettet.

Meine Kollegin K. findet später, dass ich weder überarbeitet noch unkonzentriert wirke. Was gut tut.

Wie blöd krampfen, weil die Berge auf dem Schreibtisch in den letzten Wochen wegen anderer Prioritäten schier ins Unermessliche gewachsen sind. Das kann es doch nicht wirklich sein, oder? Dennoch erfüllte mich am Abend das Gefühl, endlich ein Stück vorwärts gekommen zu sein.

Auf dem Heimweg hüpft mein Fahrradschloss irgendwo und irgendwann aus dem Fahrradkorb. Als ich es zuhause suche, ist es weg, einfach so. Und bleibt es auch, obwohl ich den ganzen Weg zum Büro zurück fahre. Merd***, fast jedes Jahr muss ich mir ein neues Schloss kaufen! Irgendwann werden diese Dinger bei mir immer übermütig und springen davon. Zum Glück hat mein Velomech gleich um die Ecke noch offen und macht mir fürs neue Zahlenschloss einen Spezialpreis. Ob ich wohl ein Abo lösen könnte? Er stellt mir sogar den gewünschten Code ein. Vermutlich, weil ich so jämmerlich müde aussehe. Und er Mitleid hat.

Zuhause knacke ich Nüsse. Meditativ. Torta di pane backen ist angesagt. Die soll morgen mit mir zu J. fahren. Damit wir was Feines zu naschen haben. Am Lagerfeuer zum Beispiel, am Karfreitag-Grillfeuer. Oder so.

Einer dieser Tage??? Und schon ist alles wieder gut … 🙂

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Blogurlaub bis ca. Dienstag, den 6. April.

Schöne Ostern Euch allen!!!

bierernster Abstand

Jedes Mal, wenn ich die Grenze Solothurn-Aargau per Autobahn hinter mir gelassen habe, wird mir bewusst, wie gut ich autofahren kann. Die aargauische Polizei liegt voll richtig mit ihrer weisen Erkenntnis zu meinem Fahrstil! Und, nein, natürlich habe ich das Bild nicht selber aus dem fahrenden Auto aufgenommen! Es ist ein Bild aus J.s Testserie mit seinem nigelnagelneuen EiFoun! Ein Teilchen, das mich übrigens auch ganz schön kuhl dünkt. Sieht gut aus, hat viele Finessen und wenn mir jemand eins schenken würde, tät ich nicht nein sagen. Vorausgesetzt das Abo sei im Geschenk inbegriffen.

Hach … die moderne Technik. Ich gestehe, dass ich diesbezüglich gerne ein Kind unserer Zeit bin!

So, und für die liebe WildganZ hole ich hier nun endlich mein versprochenes Bierblogchen nach.

Feierabend. Und dazu ein Bier trinken!

(So hätte mein Bierblogartikelchen angefangen, jenes Textchen, das ich neulich hatte schreiben wollen. Und weiter wäre es dann ungefähr so gegangen …)

Bier ist nämlich, ganz unter uns gesagt, Medizin. Wenn sie richtig angewendet wird. MEINE Medizin. Ungelogen. Seit ca. drei Jahren trinke ich einigermaßen regelmäßig – und maßvoll natürlich! – Bier. Fast gleichzeitig mit der Gründung meines monatlichen Schreibtreff-Stammtisches, deren Anfänge ungefähr in die Zeit fielen, als ich mich aus meinem Beinahe-Burnout zu erholen begonnen hatte. Jene Zeit auch, als ich angefangen hatte, meine Schreibe sichtbar zu machen. In der Schreibgruppe zuerst. Später und noch immer an Lesungen. Und in Artikeln und Anthologien. Da und dort … und hier im Blog.

Alles zusammen genommen wurde zum Wendepunkt, The Point Of No Return im etwas anderen Sinne. Seither geht es aufwärts mit mir. Oder vorwärts. Wie die Ameise auf dem neulich zitierten Halm. Die Ameise, die sich zum Schmetterling verpuppt. Oder so.

Anders gesagt: Seit ich Bier trinke, geht’s mir besser. Medizin, wie gesagt. Auch früher trank ich Bier, doch seit etwa drei Jahren trinke ich es, weil ich es mag. Hauptsache,  ich brauche kein Baldrian mehr …

Ach, noch ein Vorteil: Bierflaschen sind robuster als Baldrianflaschen … *

Oha, jetzt habe ich das Ding ja doch geschrieben …

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* WARNUNG. Dieses Blogtextchen soll nur von Menschen ab 16 Jahren und von nicht alkoholabhängigen Menschen gelesen werden. Außerdem ist es nicht ganz bierernst zu nehmen.

Ach, noch dies: Ich bin mir der Gefahr von übermäßigem Bierkonsum durchaus bewusst.