Verwandte

Wir kennen uns eigentlich noch gar nicht so lange. Dennoch kann ich mich kaum mehr erinnern, wie ich früher gelebt habe. Früher, als wir uns noch nicht kannten. Er hat, ich schwör, ganz schön was auf dem Kasten.
Stell ihm einfach mal zwei Bilder unter die Nase und dann schau ihm gut zu, was er damit anstellt! Ähnlich wie sein Cousin Fusioncam, über den ich neulich an ebendieser Stelle berichtet habe, kann auch Herr Blender zwei Bilder aufeinander zaubern. Doch anders als sein Vetter, legt er nicht neue, sondern bereits vorhandene Bilder übereinander – zum Beispiel zweimal das gleiche, doch unterschiedlich bearbeitete (einmal bunt und einmal schwarzweiß). Dabei lässt er dir gar noch die Wahl, welchen Filter du beim Mischen einsetzen willst und in welcher Intensität, das eine Bild ins jeweils anderen Bild hineinwirken soll. Dunkler, heller, überlagernd, multiplizierend, Farbtöne verstärkend oder umkehrend, sättigend … Eine ganze Palette hat er zu bieten.
Ja, Herr Blender hat das Mischen, das Mixen drauf wie kein Zweiter. So ähnlich stelle ich mir Musikabmischen vor und zuweilen wünsche ich mir, dass Herr Blender nicht nur meine iPhone-Bilder mixen würde, sondern auch mein Leben. Von J. hätte ich gerne ein wenig von seiner aufhellenden Lebens- und Genussfreude, bitteschön. Er kann sich dafür, per Schieber, von mir etwas holen. Irgendetwas findet sich sicher. Aber nein, meine Schatten geb ich nicht her. Derart inspiriert mische ich mir mein Leben schön vielschichtig und bunt zurecht. Herr Blender hilft mir, mein Leben unter neuen Vorzeichen zu betrachten. Ach, und auch seine Nichte, Frau Diptic ist eine unglaublich kreative Dame. Was sie kann, kann sonst keine. Sie ist unschlagbar. Eimalig. Unverwechselbar. Ich habe munkeln hören, dass sie ein Einzelkind sei.
Diptice dir deine Welt zurecht!, flüstert sie mir zu, wann immer wir zusammen arbeiten. Mit ihr vergesse ich zuweilen alles um mich her. Sie ist die wahre Meisterin des Spiegelns und der Reflektion. Und der neuen Ansätze. Nein, nein, sie ist nicht Psychotherapeutin, dazu ist sie viel zu verspielt. Fürs Leben gern setzt sie Bilder und Bildausschnitt neu zusammen und kann so schon mal neue Identitäten zum Leben erwecken.
Ihre Lebensaufgabe scheint es zu sein, mich und meine Mitspinnerinnen zu immer wieder neuen Höhenflügen in der Bildbearbeitung zu inspirieren.
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Bild: iDogma – Montage aus drei Einzelbildern.
Grundlage ist das immer gleiche, vorgängig mit anderen Programmen (Juxtaposer, Dynamic Light und Blender) bearbeitete Bild von Katze Mietz. Sie trägt heute eine aufmontierte Nutella-Perücke.
Das linke Bild ist eine Schwarzweiß-Version, das ich mit einem Solarisationsfilter editiert habe. Das rechte Bild zeigt eine starkkontrastige Variante des Bildes, das ich außerdem mit einem Bewegungsfilter bearbeitet habe. In der Mitte schließlich findet sich eine von Herrn Blender gemischte und von Frau Diptic gespiegelte Version. Die drei Einzelbilder habe ich mit Frau Diptics Hilfe zusammengebaut.

Bild: iDogma – Montage
Mit Frau Diptics Unterstützung habe ich das erste Bild, diesmal im Quadratformat, mit einer gespiegelten Version, zusammengesetzt. Zuoberst habe ich das mit Lady Halftone in ein Cartoon verwandelte Bild dazugefügt.
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Selbstverständlich wären noch tausend andere Arten des Zusammenfügens möglich. Wie im richtigen Leben … 🙂