So gut habe ich schon lange nicht mehr geschlafen! Kein Wunder nach neuneinhalb Stunden Fahrzeit.
Wir haben uns entschieden, wie zuhause schon angedacht, eine zweite Nacht hierzubleiben und den Tag in Rendsburg zu verbringen, uns die Stadt anzuschauen, Geocaches zu finden und dem schlechten Wetter mit guter Laune eine lange Nase uu drehen.
Mein Kopf ist seltsam leer. Mir vorzustellen, dass wir morgen Abend vielleicht schon in Schweden oder Dänemark sind, wo der Wetterbericht deutlich besser ist als in (Nord-)Deutschland, fällt mir schwer. Die aktuelle Regenperiode lässt beinahe vergessen, dass es irgendwo eine Sonne gibt. Die für alle scheint, wenn sie es denn tut. Und tut sie es, verbrennt sie womöglich den einen die Ernte und anderen nimmt sie mit ihrer Hitze das Leben. Während wir hier in der gemütlichen Frühstücksküche der „Pension“ sitzen und Kaffee und Tee trinkend bloggen. Gleichzeitig. Da las die Nachrichtensprecherin, gestern im Auto, im einen Atemzug über die ostafrikanische Hungersnot und den Spendenaufruf vor, nur um im nächten Satz die positive Börsenentwicklung zu loben. Ich schlucke leer. Beim sechsten Mal höre ich schon nicht mehr richtig hin und weiß wieder, warum ich nicht nur keine Staumeldungen hören mag. Radio kocht weich. Je weicher desto manipulierbarer.
Schnitt.
Wir kommen ja nie mehr aus dem Haus, sagt mein Liebster.Wir müssen ständig gegenseitig lesen, was wir gebloggt haben!