idealerweise

Diese Pflanze im Bad, keine Ahnung wie sie heißt. Ich mag sie, ich mag ihre vielen grünen Streifen, die aus der Mitte nach außen wachsen. Seit sie und ich hier in der Pfalz leben, wächst sie wie verrückt. Sie blüht und produziert neue Ableger. Zwanzig Jahre alt ist sie mindestens, doch geblüht wie jetzt hat sie noch nie. Und der Papyrus im Wohnzimmer – ich kann ihm beinahe beim Wachsen und bei der Vermehrung zuschauen. Der Drachenbaum? Ebenfalls prächtig, noch prächtiger als in Bern. Und die Orchidee, das aus Kernen selbstgezogene Cherimoya-Bäumchen, die Linde im Garten draußen?

Ach, ich könnte alle aufzählen! Allen meinen Pflanzen gefällt es super auf dem einsamen Gehöft. Mir auch.
Nein, das Leben ist nicht ideal, doch gibt es idealere Standorte und weniger ideale. Plätze, die uns gut tun. Plätze, an denen wir uns entwickeln und entfalten können. Orte und Menschen, die uns gut tun.
Ein Geschenk.