Nein, Doppelleben ist nicht richtig. Dreifachleben? Hm. Auch nicht, denn das alles bin ich. Viele bin ich, um mal wieder Pessoa zu zitieren.
Ich bin die, die Dokumente verschusselt. Meine Anmeldebestätigung der Einwohnergemeinde habe ich seit Tagen nicht mehr gesehen und schulde sie doch, als Kopie, meiner neu-alten Krankenkasse. Vermutlich bleibt mir nichts anderes übrig, als auf der Gemeinde *göttinwiepeinlich* ein Doppel zu verlangen. Schussel ich!
Ich bin die, die heute nach einem kleinen Einkauf und einem kurzen Besuch auf der Post total erschöpft nach Hause kommt und eine Runde schlafen muss. Die Schmerzen haben mich heute, nach eingehender Internetrecherchen über meine Symptome, doch davon überzeugt, dass ich meinen Nacken, meine Schulter, meinen rechten Arm und mein Handgelenk, die seit Wochen schmerzen und einfach nicht bessern wollen, einem Arzt zeigen sollte. Männlich. Den erstbesten habe ich genommen, nachdem die favorisierte Ärtzin ferienabwesend ist. Mal gucken, was er meint. Hoffentlich ist es nichts chronisches. Ich möchte mich einfach gerne mal wieder normal bewegen können. Und das Fieber ist auch nicht so toll.
Ich bin die, die heute endlich einen richtigen und sogar rechten (nicht linken) Autospiegel erhalten hat (Stammlesende erinnern sich vielleicht an Murphys Tag und Nachspiel). Nun muss er nur noch eingebaut werden. Ach Liebster, wieso bist du auch so weit weg? 🙂
Ich bin die, die ihr eigenes Blog und die eigenen Kommentare beinahe vergisst, weil sie sich so sehr in das Blogprojekt Irgendlinks reinkniet.
Ich bin die, die eigentlich Lust auf Gesellschaft hätte, aber nicht wirklich rausgehen mag. Umso froher bin ich, wenn die Leute zu mir kommen. Wie Freund M. (1) morgen mit seiner Liebsten S.. Da freu ich mich schon sehr drauf.
Ich bin die, die jetzt Feierabend macht. Mit Buch ins Bett, wenn schon der Liebste nicht da ist. Auf den Flügeln der Buchstaben und Wörter reise ich mit Rebecca Gablé durch das England des zwölften Jahrhunderts.
Hiobs Brüder.
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