… die selbstzerstörerische Desillusion des Das-was-ich-tue-hat-doch-keinen-Wert … Gold hat eigentlich auch keinen Wert. Also alles Trugschlüsse und alles Hirngespinste und vielleicht ist diese Erkenntnis das, was mir den Tag wieder hell macht. Nämlich, im bewussten Zustand bin ich eigentlich ganz zufrieden und ich weiß, dass das, was ich tue, denke und vorantreibe eine Bedeutung hat und ich weiß auch, dass es für andere gerne bedeutungslos oder gar wertlos sein darf. So ist das nunmal, wenn man Zeitgenosse ist. Mehr noch: ich darf in dem, was ich tue, sogar grottenschlecht und dilettantisch sein. Schließlich ist es mein Leben und es sind meine Ideen. Und wenn ich lebe, leben auch die Ideen und wenn ich gegangen bin, leben die Ideen immer noch und wenn sie nicht gut waren, so sind sie verbesserbar, so können sie ein Fundament sein für Besseres,
mailte Irgendlink heute Morgen.
Der Kern, so schrieb ich zurück, der Kern, der Same, die Frucht der Erkenntnis ist, dass wir selbst – NUR wir selbst! – den Wert dessen, was wir erschaffen, ob Gold oder Scheiße, definieren können.
Auch wenn nichts bleibt, so hinterläßt doch alles seine Spuren. Überall.
schreibt Emil ungefähr zur gleichen Zeit unwissentlich auf pixartix im Kommentarstrang.
Wir düngen die Welt. Jetzt. Jederzeit. Wo immer wir sind. Womit düngst du?
Unwissend … Mag sein. Oder kommt es daher, daß die Nebel zu Zeit noch immer dünner sind zwischen den Welten und deshalb auch das (alte) Wissen leichter erreichbar, deutlicher ahnbar ist?
Mir jedenfalls kommt es seit Tagen so vor …
ich nenn es allverbunden 🙂
schön wars auf alle fälle!
danke und liebe grüße
soso
ja, die Wände sind noch dünn, da dürfen wir gut hinhören und schauen 🙂
Mir auch, Emil. Dieses Gefühl und diese lockende und befruchtende Nähe verspüre ich um diese Jahreszeit immer besonders stark.
hach! das gefällt mir, gefällt mir, gefällt mir!!! Drei Ausrufezeichen und noch einmal und wieder …
wann immmer meine ausgesäten Samen aufgehen und wo, sie werden zu wohlriechenden Hübschblumen werden oder zu stattlichen Bäumen, vielleicht auch mal ein Radieschen oder ein Sträußchen Petersilie, auf alle Fälle wird es bunt.
Es stimmt, die Ideen gibt es, wir müssen sie nur pflücken.
liebe Soso du fragst womit ich dünge? Eine Prise Freude, ein Quäntelchen Herzblut, ein Löffelchen Liebe, ein Pinnchen Lachen und eine Tüte voll Freundschaft, dann sollte es doch gelingen 😉
dank euch lieber Irgendlink, Emil und liebe Soso
bittebitte – ich glaub ich mach einfach mal simple gründüngung 😉
Ich glaube, es gibt kaum Menschen, die sich mit ihrer Hinterlassenschaft glücklich fühlen, wenn sie von niemandem geschätzt wird. Das liegt daran, dass sich nur die wenigsten Menschen selbst genügen. Die Meisten suchen Anerkennung; was nicht schlimm ist, sondern völlig normal. Ich glaube zudem, dass es wichtig für Menschen ist, das Gefühl zu haben, dass ihre Aufgabe einen kollektiv(eren) Sinn erfüllt. Aber hier gibt es sicher viel mehr Ausnahmen als bei der ersten Behauptung von mir.
Für mich ist wertvoll etwas, von dem viele Menschen profitieren, ohne, dass andere darunter noch mehr leiden. Und darunter fällt definitiv nicht Gold, weil es eben den genannten Kriterien von mir nicht genügt.
Womit ich dünge, weiß ich leider nicht. Aber ich hoffe, das, was dabei rauswächst, bringt nicht nur mir, sondern auch anderen Freude!
ja, liebe sherry, ich glaube auch, dass es nicht unwesentlich ist, wie andere auf unser tun reagieren und dennoch strebe ich mehr und mehr danach, immer unanhängiger davon zu werden, was andere über meins denken. anders ist es bei mir mit der aufgabe. ja, ich will mit meinem tun auch lebenswertvolles schaffen, no harm als prinzip über allem.
ein teil von deinem dünger ist für mich dein blog und damit bereitest du nicht nur mir immer wieder viel freude!
danke und liebe grüße
soso
Vielleicht düngen wir alle zu einem ganz wesentlichen Teil mit Aufmerksamkeit, für das, was andere machen, sagen, denken, indem wir uns damit auseinandersetzen, es wahrnehmen und wertschätzen, ohne es zu bewerten. Ich wünschte mir jedenfalls, dass das mein Dünger sein könnte.
Im übrigen merke ich immer wieder, wie wahr das ist, was Sherry schreibt, eine kleine Anerkennung und schon geht die Arbeit viel leichter und vor allem freudiger von der Hand.
liebe mützenfalterin
deine zeilen sind grad wie balsam für mich. grad eben war frau blau zu besuch und ich dachte ähnliches. und nun lese ich es hier von dir. das passt so gut. ja, wertschätzung ist so kostbar. danke!
herzlich, soso
liebe Mützenfalterin, manchmal denke ich auch, dass wir hier eine großartige Übung in Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Wertfreiheit üben …
liebe Sherry, gerade muss ich an einen Bericht aus Afghanistan denken, da gab es einen Künstler, der Holzfiguren schnitzte, in der großen weiten Welt hat ihn nie niemand gesehen, aber das Dorf in dem er lebte, unterstützte ihn zeitlebens mit Essen und alles was man braucht zum überleben (ein Häuschen hatte er selbst), damit er schnitzen konnte- ist es nicht das, woran wir alle verzweifeln? Dass es groß, das es GUT, dass es etwas ganz besonderes sein soll, wenn man heute mit einer Künstlerseele geboren wurde und dem eine Invasion der Bilder und Worte, der Skulpturen, auch der Musik überflutet ist?
Manchmal höre oder lese ich Biographien von Menschen, die wir heute verehren, sie fanden Unterstützung, Förderung, wie der afghanische Schnitzer, jetzt kämpft jede und jeder für sich und vielleicht macht das den Wunsch nach Aufmerksamkeit größer, als er gesund ist …
machen wir es eben anders, versuchen wir es wenigstens! …
danke für diese kostbare ergänzung, liebe frau. ein ansatz, den umzusetzen sich bestimmt „lohnen“ würde – lohn der andern art.
herzlich, soso
Solange uns unser Tun Freude bereitet, ist es für uns Gold. Was andere damit anfangen liegt nicht in unserer Macht. Was letztlich aus unserem Tun erwächst ist oft nicht berechenbar, denn es hängt von vielen unwägbaren Faktoren ab. Wächst etwas zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, hat es die Chance etwas ganz Großes zu werden.
Also fleißig weiterdüngen und mit Spannung zuschauen, was dabei herauskommt und sich darüber klar sein, dass nicht jede Ernte erfogreich sein wird.
Ich dünge hoffentlich mit einer gesunden Mischung, wenn nicht, freuen sich die Mistkäfer. Es hat alles zwei Seiten. *mbg*
Liebe Grüße ins Wochenende, Szintilla
gold ist, was wir mit freude tun. genau, deine zeilen kann ich nur unterschreiben und ja, auch die mistkäfer brauchen ja was zum leben. tolle bildergänzung!
danke und auch dir liebe grüße ins wochenende!
herzlich, soso
„Düngen mit Aufmerksamkeit“, das gefällt mir und ich denke, das trifft auch für mich zu, unter anderem.
genau, liebe marion, für mich auch 🙂
Gefällt mir, gefällt mir, gefällt mir !!!
Und wieder sind wir bei den Ideen.
Von einer anderen Seite betrachtet: In jeder Familie schaut man gerne verächtlich auf die Querdenker, die „Spinner“, die schwarzen Schafe. In meiner auch. Seit Generationen schon. Und so weit ich es zurückblicken kann, gab es in jeder Generation in der Familie mindestens ein schwarzes Schaf.
UND? Über all diese schwarzen Schafe, die mit ihren Ideen und ihrem Schaffen so gar nicht der Norm entsprachen, spricht man heute noch – nicht nur in der Familie. Alle anderen sind … lange vergessen. Der Atem der schwarzen Schafe aber, der wurde zu Goldperlen der Erinnerungen für spätere Generationen.
Und nun rate, wer in meiner Generation das „schwarze“ Schaf ist? *smile*
Lieber Gruß … und Dank an Irgendlink fürs Mitteilen seiner Gedanken
Elke
liebe elke
weisst du, was verrückt ist? wieder so was in der art wie oben mit emil erzählt. ich lese deinen kommentar und denke: häh, hat die elke meine heutigen morgenseiten gelesen? wie kann das sein, dass sie mir darauf antwortet? schwarzes schaf habe ich mich darin zwar nicht genannt, doch eigentlich ging es darum. eine art rückspiegel in meine kindheit und mein „anderssein“ wars. ich sag da nur ganz schwarz und ganz happy: määääh.
liebe grüsse und danke!
soso
letztens sah ich eine ganze Herde schwarzer Schafe, kein einziges weißes war darunter und da habe ich herzlich gelacht!
dein Kommentar lässt mich genau an diese Herde denken, treffen sich hier, in Bloghausen, nicht verdammt viele schwarze Schafe?!
da ist dann das weiße das schwarze schaf. quod est demonstrandum 😉