Nun sucht sie Worte. Jene, die es nie gibt. Jene Buchstabenfolgen, die noch
sinnleer sind. Jungfräuliche. Nie gedachte. Nein. Nicht
denken. Nicht. Nicht jetzt, denn
Schmerzen
sind nur wirklich, wenn sie sie denkt. Denken
tut weh. Ist treten an Ort. Ist drehen im Kreis. Ist taumeln. Aber sie
sucht. Sie sucht.
Sinnvoll sinngebend sinnig unsinnig sinnentleert Punkt.
Der Strudel. Ist. Sie. Nie ohne ihn. Immer der Strudel. Erwacht
sie, ist er da. Bereits. Immer. Er wartet überall. Kopfkino
nennt sie ihn auch. Ein Wort, das es gab. Weil es Kino und
Kopf schon gibt. Wörter aus der Kiste. Nein, dort findet sie keine
neuen Worte. Sie sucht sie anderswo. In sich. Neue weiche
Wörter, die sich nicht irren können. Noch nicht. Sie sagen ihr, was
hinter dem Nebel wartet.
Weicher Nebel.
Auf dem Weg von Wort zu
Wort hüpft sie wie von Stein zu Stein. Das Kind,
das sie war. Ist. Springt. Von Stein. Zu Stein. Ohne
die Ritzen, die Straßenwunden, zu berühren. Gib ihr für
jede neue Ritze, an die sie rührt, ein altes
Wort.
Ein omnipräsentes. Ein oft gekautes. Ein klebriges. Weinen wie
ein Schloßhund. Die Sonne lacht. Nach dem Regen.
Alles
wird wieder. Gut! Das Leben geht weiter.
Viele Ritzen. So viele. Sie fällt hin. Zwischen die Steine. Unsinnig. Grundlos.
Fallen tut weh. Ein Wort, das es gibt. Gab. Schon immer.
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Ein kleines Weitergespinst zu Mützenfalterins „Novembernebel“-Blogartikel vom 27. November 2012.
Ein Text, von dem ich abbeißen und den ich erst in Stückchen durchkauen muß.
Irgendwen in mir rührt er aber an.
irgendwen … da wünsch ich euch guten appetit und dass der text nicht zu schwer aufliegen möge. gute nacht und gute träume!
Schön wie aus dem Nebel ein Strudel geworden ist, und die Wörter zu Steinen auf denen man wie ein Kind über das Wasser hüpfen kann…
vermutlich ist, liebe mützenfalterin, die phantasie die bunteste verwandlerin überhaupt. und wandlung ist, ob nun in der sprache oder sonst im leben, das einzig sichere 😉
herzlich, soso
ein Text, der unter meine Haut geht, erinnert an Zustände, die nicht gerade bequem waren, doch auch sie gingen vorbei, ob sie wiederkommen? Wir werden sehen.
danke dir und hab einen guten Tag
Ulli herzlich
ich freue mich immer, wenn jemandem ein text von mir unter die haut geht …
leben ist kommen und gehen, sterben und werden. liebe und weh. ebbe und flut. alte worte, ewig wahr.
danke für deine zeilen und auch dir einen guten tag
herzlich, soso
So ein Strudel droht mitzureißen, was sicher und fest schien. Wo der Kopf keine Worte mehr finden kann (weil andere diese Worte gemacht haben), können deine Herzensworte anfangen zu wachsen, die deine Wahrheit wissen. Dazwischen magst du dich verloren fühlen, aber den höheren Sinn kreativer Prozesse kennst du zweifellos. So vertrau dich dem Chaos an, es führt dich zu dir.
Alles Liebe
Marion
danke für deine zeilen, liebe marion. sie geht und sie fällt, sie steht auf und geht weiter. chaos ist immer. chaos ist immer am anfang von neuem. chaos ist wahrscheinlich einer der wirklichsten bewegungen des lebens. und unser bedürfnis nach ordnung setzt da eine gegenbewegung. auf dass sich diese beiden bewegungen in einem eines tages harmonischen tanz finden werden.
herzlich, soso
Eine Wörterschatulle, in denen die Worte ihre Berechtigung finden; sich aneinanderschmiegen, abstoßen vielleicht auch, weil sie es dürfen und sollen oder wollen.
Schön,
mb
und dein kommentar erst: so schön. wörter wollen ja auch nur leben!
herzlich, soso
Vom Nebel zum Strudel… schön weitergesponnen!
🙂 danke!